G.K. Heiterkeit ließ die Puppen tanzen
Mit Musik und bunter Heiterkeit Karneval feiern
Montabaur. Von außen war nicht zu vermuten, welch bunte Farbenpracht die Stadthalle Mons-Tabor zierte. Menschen, in den lustigsten Kostümen, laute Musik und Luftschlangen so weit das Auge reichte. Auch in Montabaur ist die fünfte Jahreszeit bereits in vollem Gange und so stürmten die kostümierte Menge am letzten Samstag zur Sitzung der G.K. Heiterkeit 1884/1889 e.V.
Nachdem der Elferrat die Bühne betrat und Sitzungspräsident Patrick George sein Publikum begrüßte, marschierte die Schlossgarde mit ihrer Kinderprinzessin auf die Bühne. Ehrwürdig empfing das Publikum die kleine Lea I. vom tanzenden Notenschlüssel. Mit ihrer Rede wurde sie direkt in die Herzen ihrer närrischen Untertanen geschlossen und konnte zufrieden auf ihrem Thron auf der Bühne Platz nehmen. Auch die Kadetten zeigten ihre Ehrfurcht in Form eines Tanzes.
Die Montabäurer empfingen neben ihrer eigenen Prinzessin auch noch weitere Gäste. So durfte auch die diesjährige Bad Cambergia Anna Elisabeth I zu ihrem Volk sprechen und auch der „närrische Reporter“ Prinz Willi 2.0 aus Bad Ems hatte auf der Bühne Gelegenheit zu einer Ansprache. Zusammen mit seinem Gefolge machten sie Stimmung im Saal und interpretierten den Hit Hulapalu vollkommen neu.
Was wäre eine Sitzung ohne tänzerische Darbietungen? Davon gab es auf der Sitzung genug. Neben dem eigenen Gardetanz der Schloss-Garde Mons-Tabor betraten auch viele befreundete Showtanz-Gruppen die Bühne. Ob sich die Halle in die Vereinigten Staaten verwandelte oder in die Steppe Afrikas. Die Tanzgruppen aus den verschiedensten Orten hatten einiges zu bieten und beeindruckten mit spektakulären Hebefiguren und einfallsreichen Kostümen. Die „Magic Star Dancers“ aus Oberahr stachen in See und präsentierten dem Publikum das echte Piratenleben. Als letzte Tanzgruppe betraten die „Sensations“ aus Stahlhofen die Bühne. Mit ihrem Tanz unter dem Motto „Afrika“ verzauberten sie ihre Zuschauer und hatten dabei immer ein Lächeln auf den Lippen.
Auch einige Redner dachten sich für die diesjährige Session viele Scherze aus. Thomas Kespe erzählte dem Publikum Storys aus dem alltäglichen Leben und machte Stimmung im Publikum mit seinen Liedern. Auch der neue Kaplan Steffen Henrich wollte einiges auf der Bühne los werden. Als alte Anna aus Frankfurt erheiterte er auf seinem Rollator die Zuhörer und dankte sämtlichen Patronen, mag es sie nun geben oder nicht, dass sie das Leben so gut übersteht. Gegen Ende der Sitzung folgte das Highlight der Redner. Bauchredner Frank Lorenz und sein Affe Charlie amüsierten das Publikum mit ihrem Streitgespräch. Am Ende war jedem klar: „Der ist so doof!“, der Frank, aber trotz ihrer liebevollen Feindschaft hatten sie doch eine gemeinsame Interesse: Die schönen Frauen! Für Frank Lorenz wäre eine Bauchrede nur mit Charlie langweilig. Also musste ein Gardist aus der Schloss-Garde her halten und die Puppe spielen. Mit diesem Beitrag hinterließ er bleibenden Eindruck beim Publikum.
Dank der Schusterkrähen wurde es teilweise auch rein musikalisch. Mit dem Lied „Der Puppenspieler von Mexico“ brachten sie Stimmung ins Publikum und der Elferrat leistete einen nicht unwichtigen Beitrag dazu, indem er die Puppen spielte. Die vier Sänger hatten sich dem Interpreten getreu bemalt und der Unterschied zum echten Roberto Blanco fiel kaum auf.
Zum großen Finale betraten noch einmal alle Aktiven des Vereins die Bühne und beendeten die Sitzung mit ihrem rührenden Kampagnenlied.
Damit ging ein spannender Abend voller Witz und Heiterkeit zu ende. Doch für die G.K. Heiterkeit hat Karneval gerade erst begonnen. Am großen Karnevalszug werden sie sich noch einmal präsentieren und mit ihrer Narrenschar noch fröhlich weiter feiern. Bis dahin lassen sie weiterhin ordentlich die Puppen tanzen.
