Allgemeine Berichte | 04.11.2016

Liebeserklärung an Luthers Lieder zum Auftakt in Bad Ems

Mit Spektakel ins Reformationsjahr gestartet

Kulinarischer Ausklang

Mit Spektakel ins Reformationsjahr gestartet

Bad Ems. Mit einem musikalischen Spektakel wie zu Martin Luthers Zeiten wurde in Bad Ems ins Reformationsjahr gestartet. In mittelalterlichem Gewand gab es Szenen zu erleben, die Martin Luthers Liebe zu Liedern in den Mittelpunkt rückten. Damit begann ein Programm, das mit dem 500. Jahrestag der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen am 31. Oktober 2017 seinen Höhepunkt erlebt.

„Wer die Musik verachtet, wie das alle Schwärmer tun, mit dem bin ich nicht zufrieden“, sagte Martin Luther alias Patrick Becker im Altarraum der mit Gästen bestens gefüllten evangelischen Martinskirche. Zuvor hatte die Magd (Christiane Martens) daran erinnert, wie der Reformator einst auf eingängige Volksliedmelodien seiner Zeit Psalmen und geistliche Texte dichtete, um sie dann auch in der Kirche singen zu können. 37 Lieder sind so zusammengekommen, die „sachte und fein beim fröhlichen Singen noch das Evangelium ins Herz“ gelegt hätten. Denen sei anzumerken, dass Luther seinen Herrgott, das biblische Wort und die Menschen lieb hatte. „Singt kräftig und herzlich, dann ist es recht gesungen“, forderte die Magd.

Das taten die Gottesdienstbesucher auch, nicht nur bei der „Marseillaise der Reformation“, wie die Magd „Ein feste Burg ist unser Gott“ bezeichnete. Bläserinnen und Bläser aus Posaunenchören aus Bad Ems, Dausenau, Frücht und Lahnstein unter Leitung von Dekanatskantor Ingo Thrun sowie Sigrun Köpper an der Orgel begleiteten dabei.

In dem von Dekanin Renate Weigel verfassten Stück spielte nicht nur die Dichtkunst Luthers eine große Rolle. Freude, Streitlust, Schuld, Angst und Tod, Befreiung und die froh machende Weihnachtsbotschaft waren Gefühle, die dank Texten und Melodien im Kirchenschiff zur Geltung kamen, ein Streifzug auch durchs gesamte Kirchenjahr und was Menschen auch heute noch traurig oder glücklich macht. „Luther war nicht nur ein Poet, sondern auch ein großer Seelsorger“, so Weigel. Von Todesangst bis zum befreienden Kinderlachen spannten die Akteure einen stimmungsvollen Bogen mit ihrem Spiel. Zu denen gehörten auch Ulrike Balle, Maxie, Undine und Julia Wolf sowie Lukas Nörtershäuser, die sich im Altarraum mittelalterlich gewandet um einen Holztisch wie in Luthers Zimmer gruppiert hatten.

Nach so viel Nahrung für Geist und Seele erwartete die kleinen und großen Besucher anschließend Leckeres für den Magen, das ein fleißiges Helferteam vorbereitet hatte. Bei Schmalzbrot und anderen Aufstrichen durfte kräftig zugegriffen werden, auch vom Lutherbier, das vor dem Gemeindehaus zwischen lodernden Feuerständern kredenzt wurde. Für Bewegung in Gemüt und Beinen sorgte außerdem Barde Bertold Lied, der dort mittelalterliche Weisen anstimmte.

Mit Spektakel ins Reformationsjahr gestartet
Mit Spektakel ins Reformationsjahr gestartet

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Titel
Tag der offenen Tür
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
31

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
11

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
24

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
11

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
284

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Ostergruß
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Angebotsanzeige (April)
Stellenanzeige