Jugendberufsagentur ist neue Anlaufstelle für junge Menschen am Übergang ins Berufsleben
Mit Zuversicht in die Zukunft
Koblenz. Wenn die Schulzeit sich dem Ende zuneigt und die (berufliche) Zukunft eher vage vor ihnen liegt, ist das für viele junge Menschen die erste große Lebenskrise, denn oft wissen sie bestenfalls, was sie nicht (werden) wollen. Orientierung und Unterstützung sind gefragt – beides gibt es nun in der Jugendberufsagentur Koblenz.
Trotz coronabedingter Einschränkungen ist die gemeinsame Einrichtung von Jugendamt, Jobcenter und Arbeitsagentur in der Koblenzer Viktoriastraße 38 nun offiziell an den Start gegangen: Nach nur eineinhalb Jahren Planungszeit wurde das neue Angebot durch das Jobcenter Stadt Koblenz verwirklicht. Damit wird die Adresse zur Anlaufstelle für alle jungen Leute, die sich schwer damit tun, die konkreten Schritte nach dem Schulabschluss zu planen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Planung der beruflichen Zukunft. Aber die professionellen Helfer der drei Koblenzer Sozialbehörden wissen genau, dass dieses Projekt nur funktionieren kann, wenn auch persönliche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. „Deshalb ist unser Ansatz ein ganzheitlicher“, erklärt Jobcenterleiter Manfred Stein. Denn wer den Kopf voller Probleme habe, könne sich nur schwer auf die Frage konzentrieren, welcher Beruf ihm oder ihr Spaß macht und zu den eigenen Talenten passt.
Das Angebot der JBA sei bewusst niedrigschwellig angelegt, ergänzt Bürgermeisterin Ulrike Mohrs. „Niemand, der hierherkommt, muss eine Lebensbeichte ablegen. Man kann sich erstmal umschauen, an Veranstaltungen teilnehmen oder sich bei der Bewerbung helfen lassen. Daneben gibt es vielfältige Beratungsangebote – wenn das Vertrauen gewachsen ist, eben auch bei sehr persönlichen Anliegen. Zumindest versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendberufsagentur, gemeinsam mit den Jugendlichen die passende Hilfe für das Problem zu finden.“
„Junge Menschen sollen sich in der JBA verstanden und gut aufgehoben fühlen“, pflichtet Agenturleiter Frank Schmidt bei. Aus dem Alltag der Berufsberatung wisse man sehr genau, wie wichtig es ist, dass Jugendliche nicht nur alle relevanten Informationen bekommen, sondern sich bei und mit ihren Ratgebern wohlfühlen. „Dem tragen wir Rechnung, indem wir leicht zu erreichen sind und unsere jungen Besucher so akzeptieren, wie sie sind.“
Künftig soll es in der Jugendberufsagentur neben frei zugänglichen Informationen und individueller Beratung regelmäßig auch Veranstaltungen und Projekte geben, die für junge Leute interessant sind. Schon die Auftaktveranstaltung bot einen willkommenen Anlass, das Miteinander in der Einrichtung zu demonstrieren: Die jungen Besucher begleiteten die Veranstaltung mit viel technischem Knowhow, indem sie einen Live-Talk mit Führungskräften „streamten“ und trotz Corona-Beschränkungen auf einer Leinwand für alle Beteiligten sichtbar machten. Damit bewiesen sie eindrucksvoll, dass Zusammenarbeit für alle Seiten gewinnbringend sein kann. Das medienpädagogische Projekt wurde von Medien RLP und der Jugendbegegnungsstätte im Haus Metternich in Koblenz geleitet.
Die Koblenzer JBA gehört zum Modellprojekt „Jugendberufsagentur plus“, das vom rheinland-pfälzischen Arbeits- und Sozialministerium gefördert wird.
Öffnungszeiten
Montag und Dienstag: 8.30 bis 14 Uhr.
Mittwoch bis Freitag: 8.30 bis 12.30 Uhr.
Donnerstag zusätzlich: 13.30 bis 17 Uhr.
Außerdem können individuelle Termine vereinbart werden.
Nähere Informationen
Telefon: (02 61) 5 79 24 55 55, E-Mail: info@jugendberufsagentur-koblenz.de, www.jugendberufsagentur-koblenz.de.
Pressemitteilung der
Jugendberufsagentur (JBA)
Koblenz
