Konzert der die Null-Uhr-Kapell vor dem Erpeler Rathaus
Mit anspruchsvollen Programm auf Weihnachten eingestellt
Mit dem Erlös aus dem Glühwein- und Kinderpunsch-Verkauf unterstützen die Musiker den Bau des FV-Kunstrasenplatzes
Erpel. Auch in diesem Jahr hatte die Null-Uhr-Kapell wieder am vierten Adventssonntag im Anschluss an die Bußandacht zum vorweihnachtlichen Konzert am Weihnachtsbaum vor dem historischen Erpeler Rathaus eingeladen. „Schön, dass so viele Zuhörer hier her gekommen sind“, freute sich Edgar Neustein, der die Gäste im Namen der Musiker willkommen hieß. Die hatte ein vielseitiges und anspruchsvolles Programm zusammengestellt, um die Besucher auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.
Mit dem im Dezember 1937 entstandenen Adventslied „Die Nacht ist vorgedrungen“ eröffnete die Null-Uhr-Kapell das Konzert, das die Musiker mit Martin Luthers „Vom Himmel hoch da komm ich her“ und dem weihnachtlichen Chorwerk eines unbekannten Komponisten, „Transeamus“ fortsetzten. Anschließens lud die Null-Uhr Kapell nicht nur zur „Petersburger Schlittenfahrt“ ein, sondern ließen auch „Maria durch ein Dornwald“ gehen, bevor sie in einem zweiten Konzertteil zum Mitsingen einluden. Unterstützt vom Erpeler Gesangsduo WiSu beschrieben sie etwa den „Weihnachtsdaach in Kölle“ oder „Unser Bäumche“, um schließlich mit den wohl berühmtesten „Gästen“ Erpels, den heiligen drei Königen zu verkündeten: „Mer kumme us dem Morjenland!“
Auch wenn der Wunsch „Let it snow“ wahrscheinlich zum nahen Fest nicht in Erfüllung gehen wird, ein „Winterwonderland“ zauberten die Musiker nach gut einer Stunde mit „Rudolph the red nosed reindeer“ und „Mary’s boy child“ schon auf den Kirchvorplatz, auf dem sich die Zuhörer mit der „Tochter Zion“ auf eine „Feliz Navidad“ freuten, um sich nach den „Weihnachtsglöckchen“ eine „Stille Nacht“ zu wünschen.
Die Zahl der Zuhörer, die gerne die besondere Stimmung genießen, die der Platz vor der St. Severinus-Kirche mit dem festlich erleuchteten und geschmückten Weihnachtsbaum ausstrahlt, ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden“, so Edgar Neustein. Dem hatte die Null-Uhr-Kapell Rechnung getragen, indem sie gleich zwei Stände aufgebaut hatte, an denen duftender Glühwein und Kinderpunsch ausgeschenkt wurde. Auch ohne wirklich winterliche Temperaturen wurde dieses Angebot der Musiker-Frauen gerne angenommen, zumal der Erlös in diesem Jahr dem FV Rot-Weiß Erpel für den Bau seines Kunstrasenplatzes zur Verfügung gestellt wird. „Diese außergewöhnliche Initiative des Vereins und die enorme ehrenamtliche Leistung der vielen Helfer hat es wirklich verdient unterstützt zu werden“, so die Weihnachtskonzert Musiker unisono.
DL
