Allgemeine Berichte | 24.02.2017

Die spektakuläre Ballonflucht aus der DDR

Mit dem Heißluftballon in die Freiheit

Vortrag mit Bildern im Rahmen der „Ahrweiler Freiheitswochen“ am 17. März um 18.30 Uhr in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker

Dieser Ballon wurde für die Flucht benutzt. Er wurde am Tag nach der geglückten Fahrt noch einmal befüllt und riss dabei. privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Nacht vom 16. September 1979 gelang zwei Familien aus Thüringen etwas bis dahin Einmaliges: Sie flüchteten mit einem selbst gebauten Heißluftballon in die Freiheit. Nach jahrelanger Planung und einem Fehlversuch drei Monate zuvor, hebt der Ballon um 2:32 Uhr im nächtlichen Heinersdorf ab. Auf einer kleinen Plattform kauern acht Menschen, vier Erwachsene und vier Kinder, die Familien Wetzel und Strelzyk, nicht wissend, wohin der Nachtwind sie tragen wird. Plötzlich fängt der Ballon Feuer. Alle halten den Atem an, ist die Flucht schon zu Ende, bevor sie richtig begonnen hat. Beherzt löscht Peter Strelzyk den Brand. Dabei bemerken sie, dass in dem aus Regenschirmseide und Zeltnylon genähten Ballon ein großes Loch klafft. Trotzdem steigt der Ballon höher und höher, fast drei Kilometer in den nächtlichen Himmel. Durch das ständige Feuern mit Gas, aufgrund des Lecks im Ballon, geht ihnen schnell der Treibstoff aus und die Flüchtlinge müssen landen. Genau um 3:00 Uhr, also nur 28 Minuten nach dem Start, gleitet der Ballon zu Boden. Haben die Familien den rettenden Westen erreicht? Sie wissen es nicht. Erst durch die nahende Polizei erfahren die Familien die erlösenden Worte. Sie sind in Geisa im Westen und damit in der Freiheit gelandet. Die Nachricht der waghalsigen Flucht geht um die Welt. Es folgen Exklusivinterviews, ein Hollywoodfilm und ein Buch. Aktuell wird die Geschichte als Thriller von Michael „Bully“ Herbig als Komiker bekannt, verfilmt. Ihm gelang mit „Der Schuh des Manitu“, 2001 gestartet, der erfolgreichste deutsche Film seit der regelmäßigen Veröffentlichung der Einspielzahlen 1968. Michael Herbig will den Thriller zusammen mit Roland Emmerich produzieren, demnach sollen auch Details aus mittlerweile zugänglichen Stasiakten einfließen. Günter Wetzel, einer der Ballonflüchtlinge, steht den Filmemachern beratend zur Seite. Günter Wetzel erzählt die Geschichte der tollkühnen Ballonflucht. Er berichtet über die jahrelange Planung, die Ausführung und wie es den Familien nach der Flucht ergangen ist. Ein Vortrag mit Bildern am Freitag, 17. März von 18.30 Uhr bis 20 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Voranmeldung ist Voraussetzung für die Teilnahme. Vorab besteht die Möglichkeit, die Dokumentationsstätte Regierungsbunker im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Die Führung beginnt um 16.30 Uhr. Der Preis für die Führung beträgt acht Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.dokumentationsstaette-regierungsbunker.eu

Dieser Ballon wurde für die Flucht benutzt. Er wurde am Tag nach der geglückten Fahrt noch einmal befüllt und riss dabei. Foto: privat

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