Allgemeine Berichte | 19.06.2019

Bei den Hummels brummt es im Garten

Mit der Blumenwiese werden Wildbienen gerettet

Ein toller Anblick der Blumenwiese der Familie Hummel. Foto: privat

Wachtberg-Villiprott. Familie Hummel kann selber kaum glauben, was sich aus einer Urlaubserinnerung aus der Bretagne in ihrem Vorgarten entwickelt hat. Jeden Tag locken neue Blütenkelche auf der über 20qm großen Fläche im Biemsmaar in Villiprott die Wildbienen an.

Esther Hummel war noch nie ein Fan von perfekt angelegten Gärten. Und die Rasenfläche im Vorgarten, auf der vor allem Unkraut wachsen wollte, hat sie und ihren Mann mehr genervt, als erfreut. Vor drei Jahren, bei einem Urlaub in der Bretagne fuhr die Familie dann an einer riesigen Bienenweide vorbei, die in allen Farben leuchtete. Noch im Urlaub entstand die Idee, den eigenen Vorgarten in ein Blüternfeld umzugestalten. „Ich habe mich sofort an die Recherche gemacht und herausgefunden, dass es tatsächlich spezielle, auf die Region abgestimmte Samenmischungen für Bienenweiden gibt.“

Im nächsten Frühjahr wurde dann der alte Rasen 10 cm tief ausgestochen, neuer Mutterboden eingebracht und der Samen verstreut. „Ich glaube, manche Nachbarn haben mich ziemlich belächelt oder für verrückt erklärt, als ich da schweißüberströmt mit dem Spaten geackert habe.“ Aber die Arbeit hat sich gelohnt. Im ersten Jahr war die Fläche bereits dicht bewachsen. Es blühte Schafgarbe, Mohn, Kornblumen, Malven und Cosmeen. In diesem Jahr, im zweiten, kommen mehr und mehr Blüten dazu. Wilde Mageritte, Salbei, Kamille, Fenchel - mehr als 40 verschiedene Wildblumen und Kräuter. Das sommerliche Gebrummel der vielen Wildbienen, die auf der Wiese Nektar sammeln wird von Tag zu Tag lauter.

„Bis die Bienenweide ihre volle Pracht entwickelt hat, kann es schon mal fünf Jahre dauern, aber sie ist jetzt schon jeden Tag eine Überraschung. Mittlerweile werden wir von Spaziergängern, die unseren Wildwuchs bestaunen, angesprochen. Und es soll sogar schon Nachahmer im Dorf geben.“ sagt Esther Hummel.

Ein weiterer positiver Aspekt, die Bienenweide macht keine Arbeit. Im Herbst, wenn die letzten Blüten verblüht sind und sich die Pflanzen neu ausgesät haben, wird die Wiese einmal abgemäht. Den Rest macht die Natur.

Ein toller Anblick der Blumenwiese der Familie Hummel. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dienstleistungen
Holz Loth-Entsorgung
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2026
SSV 2026
Maschinen- und  Anlagenführer
 50% Sommeraktion
Weinfest in Walporzheim
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
186

Die letzte Augustwoche bringt Bewegung in Herzensangelegenheiten, berufliche Pläne und persönliche Vorhaben. Während sich bei manchen Sternzeichen neue Türen öffnen, zeigt sich bei anderen, wo bisher zu viel Energie in falsche Richtungen geflossen ist. Nicht jede Entwicklung verläuft reibungslos: Kleine Konflikte, Erschöpfung oder unerwartete Verzögerungen können zum Prüfstein werden. Wer die eigenen...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Einsatz nach Unwetter in Mayen. Foto: Winkler TV
2166

Bäume stürzten auf Autos, Gehwege und Stromleitung

19.08.: Mayen: Zahlreiche Einsätze nach schwerem Unwetter

Mayen. Im Stadtgebiet Mayen kam es infolge des Unwetters am 19.08. zu zahlreichen Einsätzen. Unter anderem stürzten Bäume auf Pkw, Gehwege und Stromleitungen. Einsatzkräfte waren an mehreren Stellen mit der Beseitigung der Schäden und der Absicherung von Gefahrenstellen beschäftigt. BA

Weiterlesen

Symbolbild.
1486

Von beschädigten Dächern, Fassaden und Bäumen können weiterhin Gefahren ausgehen

19.08.: Schweres Unwetter in Teilen des Westerwalds verursacht drastische Gebäudeschäden

Kreis Westerwald. Ein schweres Unwetter hat am Mittwochabend in weiten Teilen des Westerwaldkreises erhebliche Schäden verursacht. Zahlreiche Feuerwehren und weitere Hilfsorganisationen befinden sich derzeit mit rund 550 Kräften im Einsatz. Aktuell arbeiten die Einsatzkräfte die rund 160 gemeldeten Einsatzstellen ab. In mehreren Bereichen wurden Gebäude beschädigt, zudem kommt es teilweise zu Stromausfällen.

Weiterlesen