Allgemeine Berichte | 19.09.2017

Klein aber fein – die Lambertuskirmes in Niederfell

Mit einem Programm für jeden war es ein Fest für alle

Junges Orgateam mit neuem Konzept

Die Niederfeller „Schdäifleda“ sorgten mit eigenen Liedern und Texten für Stimmung. -EP-

Niederfell. Fast hätte es das Aus für die traditionelle Lambertuskirmes bedeutet, denn erst im Frühjahr gab der VfR – Verein für Rasensport – bekannt, diese nicht mehr aus zu richten. Da aber in Niederfell der Gemeinsinn einen hohen Stellenwert hat, fanden sich bald ein paar durchweg jüngere Menschen, um sie zu retten. Mit nichts außer einem Sack mit Ideen packten sie es an und eine neue Ära begann. Sie nennen sich „Kirmesfreunde“ und haben sich zusammengeschlossen, um die Tradition der Kirchweih fortzusetzen und aufblühen zu lassen. Das freute ganz besonders den traditionsbewussten Ortsbürgermeister Arnold Herrmann. Das Programm ihrer ersten Kirmes beschränkte sich nur auf einen Tag, dem aber ein Gottesdienst und die Ehrung der Kriegsopfer folgten. Dieser Tag war berstend voll mit vielen Höhepunkten und optischen Veränderungen. Auch niedergeschrieben las sich das Programm anders als gewohnt, sehr ansprechend und modern. Der Kirmessamstag begann um 14 Uhr mit „Kirmes schmückt“. Dahinter verbarg sich die Gestaltung des Kirmesbaumschmuckes. Das lag in den Händen der kleinen Niederfeller, die liebevoll Herzen und Schleifen bastelten. Um 14.30 Uhr hieß es dann „Kirmes picknickt“. Im und am Dorfgemeinschaftshaus stand alles bereit für Picknick und Kaffeekränzchen. Die Niederfeller Frauen sorgten dafür, dass es an nichts fehlte. Dann endlich war es soweit, mit „Kirmes startet“ kündigte sich die Aufstellung des Kirmesbaumes an. Eine Premiere für die Kirmesfreunde, die sie aber mit wenigen Schwierigkeiten meisterten. Das Wahrzeichen der Kirmes war kürzer als in der Vergangenheit, denn auch der Standort hatte sich verändert. Er fand seinen Platz erstmalig vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Viele Schaulustige waren gekommen, um bei diesem Spektakel dabei zu sein. Von den Kindern geschmückt und besungen, ragte er bald in den Himmel. Im Hof des Dorfgemeinschaftshauses nahm das Fest dann seinen weiteren Verlauf. Die Kirmesfreunde ließen es sich nicht nehmen, ihre Gäste persönlich aufs herzlichste zu begrüßen. Das tat auch Ortsbürgermeister Herrmann, der an alle appellierte, mit ihrem Besuch zum Gelingen beizutragen. Im Namen des VfR verabschiedete sich Wilfried Meidt aus dem organisatorischen Kirmesgeschehen. Mit dem traditionellen Anstich des Bierfasses durch den Ortsbürgermeister startete die Lambertuskirmes offiziell. Auf dem Programm standen nun moselländische Klänge, gespielt von den „Schdäifleda“, die Stimmung machten mit ihren eigenen Liedern und Texten. Um 19 Uhr hieß es dann „Kirmes tanzt“. Dazu gehörten die Niederfeller Tanzgruppen „Leevja“, „Tanzkids“ und „Sternchen“, die eine bunte Vielfalt an Tänzen präsentierten. Anschließend konnte jeder das Tanzbein schwingen, musikalisch eingeheizt vom Discoteam „Xtreme“ waren Party und Spaß bis in die frühen Morgenstunden garantiert. Dazu passte das neue Ambiente im Dorfgemeinschaftshaus, das mit bunten Tüchern geschmückt war und an den Wänden, die auf Stoff gemalten Wahrzeichen Niederfells präsentierte. Kuschelecken und Cocktailbar überraschten im coolen Look und luden zum Verweilen ein. Für die Kirmesfreunde ist klar, dass ohne Kirche das Brauchtum der Kirchweih nicht zu pflegen ist.

Deshalb lautete der letzte Programmpunkt „Kirmes gedenkt“. Am Sonntagmorgen feierten alle gemeinsam eine liebevoll gestalteten Familien- und Wortgottesdienst, der den Titel hatte „Wir alle in einem Boot“. Diesen begleitete die Musikgruppe Niederfell. Traditionell fand im Anschluss die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal statt, dazu ertönten erstmals Geige und Querflöte, gespielt von Jana Nieskes und Saskia Wubbernitz. Ihr folgte eine Ansprache des Ortsbürgermeisters zu Ehren der Kriegsopfer. Die musikalische Gestaltung des Gedenkens übernahm der Frauenchor Moselgold unter der Leitung von Patrick Nikolay, Heinz Gartner trug ein Gebet vor. Als Abschluss lud das Gasthaus Moselperle zum geselligen Frühschoppen ein. Im weiteren Verlauf des Tages blieben die Türen aller Niederfeller Gastronomen geöffnet – Gäste waren herzlich willkommen. Schon bei der Planung war den Kirmesfreunden klar, dass diese Veranstaltung einem wohltätigen Zweck dienen sollte. Die Einnahmen werden gespendet an den VJA – Verein zur Jugendförderung und Altenpflege Niederfell. Auch wenn dies bedeutet, im kommenden Jahr wieder bei null anfangen zu müssen. So lautet es zum Schluss „Kirmes spendet“! EP

Das junge Orgateam Kirmesfreunde erstellte ein Programm für jeden bei diesem Fest für alle.

Das junge Orgateam Kirmesfreunde erstellte ein Programm für jeden bei diesem Fest für alle.

Es war eine Premiere für die Kirmesfreunde, als sie den Kirmesbaum am neuen Standort aufstellten.

Es war eine Premiere für die Kirmesfreunde, als sie den Kirmesbaum am neuen Standort aufstellten.

.Zeitvertreib gab es auch für die Kleinen, wie hier beim Angelspiel

.Zeitvertreib gab es auch für die Kleinen, wie hier beim Angelspiel

Es war eine Premiere für die Kirmesfreunde, als sie den Kirmesbaum am neuen Standort aufstellten.

Es war eine Premiere für die Kirmesfreunde, als sie den Kirmesbaum am neuen Standort aufstellten.

Mit einem Programm für jeden war es ein Fest für alle

Mit liebevoll gebastelten Herzen und Schleifen schmückten die Kleinsten den Kirmesbaum.

Mit liebevoll gebastelten Herzen und Schleifen schmückten die Kleinsten den Kirmesbaum.

Mit einem Programm für jeden war es ein Fest für alle

Mit einem Programm für jeden war es ein Fest für alle

Der Fassanstich durch Ortsbürgermeister Arnold Herrmann war zugleich die offizielle Eröffnung der Lambertuskirmes

Der Fassanstich durch Ortsbürgermeister Arnold Herrmann war zugleich die offizielle Eröffnung der Lambertuskirmes

Mit einem Programm für jeden war es ein Fest für alle

Die Niederfeller „Schdäifleda“ sorgten mit eigenen Liedern und Texten für Stimmung. Fotos: -EP-

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