Allgemeine Berichte | 13.06.2018

Verein „Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung“

Mit einem Schlag veränderte sich die Welt

Asbach. In den Morgenstunden des 26. April 1986 explodierte Reaktor Nummer vier des Kernkraftwerks in Tschernobyl im Norden der Ukraine. Die radioaktive Wolke zog über halb Europa hinweg. Mit einem Schlag hatte sich die Welt verändert: Das Märchen von der beherrschbaren Nukleartechnik ist nun endgültig unglaubwürdig geworden. Die Katastrophe ist lange noch nicht überstanden, sie ist erschreckend normal geworden.

Ja, sie ist aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden. Tschernobyl hat gezeigt, dass die Folgen eines solchen „Unfalls“ die Menschheit vor schier unlösbare Probleme stellen. Die Angaben zu Opferzahlen schwanken stark. Noch heute und in der Zukunft leiden viele Menschen, besonders die Kinder, im Süden von Weißrussland und der Ukraine unter den Folgen der Katastrophe. Die radioaktiven Langzeitfolgen verhindern, dass sich die Region um Jelsk erholt und sich die zerstörte Infrastruktur wieder vollständig aufbauen lässt. Die Überlegungen, den Kindern aus der Sperrzone zu helfen, reiften in Deutschland erst langsam.

In Weißrussland wird allein von fast 400.000 Kindern ausgegangen, die mit den schrecklichen Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben. Die Kinder aus den verstrahlten Gebieten leiden an Krankheiten, die durch den radioaktiven Stoff Cäsium 137 hervorgerufen werden. Meist erkranken die Betroffenen an Lungen- oder Blutkrebs sowie an Herz-Kreislauf-Störungen. Die anhaltende Belastung ruft auch vermehrt Behinderungen in unterschiedlichen Formen hervor. Die betroffenen Familien sind dadurch oft sozial ausgegrenzt.

Einen Beitrag zur Linderung dieser Not zu leisten, das hat sich der im Jahr 1993 gegründete Verein „Kinderhilfe Tschernobyl Asbach und Umgebung“ zum Ziel gesetzt. In den vergangenen 25 Jahren wurden annähernd 1000 Personen, Kinder und Jugendliche sowie Betreuungspersonal, zu Erholungsaufenthalten eingeladen. Die Kinder aus der betroffenen Region sollen mit der Hilfe des Vereins aus diesem trostlosen Alltag für eine Weile flüchten dürfen. Erfreulicherweise konnte der Verein für dieses Jahr neue Gasteltern gewinnen, sodass für den dreiwöchigen Sommeraufenthalt in diesem Jahr insgesamt 40 Kinder, Jugendliche und ihre Betreuer eingeladen werden konnten.

Dank der ehrenamtlichen Arbeit von Vorstand, Mitgliedern und zahlreichen Unterstützern des Vereins können die Kinder zu Beginn des Aufenthalts mit ausreichend guter Kleidung, auch für den Winter, versorgt werden. An den Wochenenden sind jeweils tolle Veranstaltungen geplant, so auch in diesem Jahr wieder der „Entenclub“ mit seinen 2CV, der eine Ausfahrt in die nähere Umgebung anbietet sowie aus seiner fahrbaren Flammkuchenbäckerei die Kinder verköstigt. Das Abschiedsfest findet in diesem Jahr wieder in Buchholz-Mendt statt und trägt das Motto „25 Jahre Kinderhilfe“. Es ist ein großer Renner; auch dieses Jahr werden wieder annähernd 100 Gäste erwartet. Die Kosten der Veranstaltungen übernimmt der Verein, die Gasteltern kommen nur für die Unterbringung und Verpflegung auf.

Die Arbeit des Vereins wird ausschließlich durch Spenden und geringe Zuschüsse finanziert. Allein für den Bustransfer und die Versicherungen müssen etwa 7000 Euro aufgebracht werden. Wer Interesse an einer Unterstützung hat, kann sich telefonisch melden bei Josef Szerencsi unter (0 26 83) 94 87 20, bei Wolfgang Bersching unter (0 26 38) 55 58, bei Irina Pogorelow unter (0 22 24) 7 79 80 44 sowie bei Fred Neuhalfen unter (0 22 43) 91 18 95. Interessenten können auch eine E-Mail an info@kinderhilfetschernobyl-asbach.de senden. Die Bankverbindungen lauten: Raiffeisenbank Neustadt/Wied, IBAN DE85570692380000302308 BIC GENODED1ASN oder Sparkasse Neuwied IBAN DE 31574501200113161392 BIC MALADE51NWD.

Das Programm

Samstag, 14. Juli: Eintreffen der weißrussischen Gäste zwischen 12 und 13 Uhr.

Sonntag, 15. Juli: ab 13 Uhr Einkleidung der jungen Gäste auf der Kleiderbörse im Bürgerhaus Asbach, im Anschluss daran ab etwa 15 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken zum besseren Kennenlernen im Café Anhalt in Asbach.

Samstag, 21. Juli: 11 bis 17 Uhr Verköstigung aus einer fahrbaren Flammkuchenbäckerei mit anschließender Ausfahrt durch den „Entenclub“ mit ihren 2CV, zum Abschluss gemeinsames Eisessen im Eissalon Riviera in Asbach.

Samstag, 4. August: 12 bis 17 Uhr großes Abschiedsfest in Buchholz-Mendt auf dem Grillplatz gegenüber dem Gartenbaubetrieb Kramer.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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