Allgemeine Berichte | 03.05.2016

Kinderschutzbund Höhr-Grenzhausen

Mit neuem Vorstand in die Zukunft

Der Vorstand des Kinderschutzbundes Höhr-Grenzhausen. privat

Höhr-Grenzhausen. Trotz sinkender Spendeneinnahmen und leicht steigender Personalkosten hat der Kinderschutzbund in Höhr-Grenzhausen das vergangene Jahr positiv abgeschlossen. Auf dieser soliden Grundlage geht der geschäftsführende Vorstand in leicht veränderter Besetzung die neuen Aufgaben an: Von der nach Dänemark zurückgekehrten Gitte Andersen übernimmt Cora Borowski das Amt der Schatzmeisterin, und Joachim Türk komplettiert als Zweiter Vorsitzender das Team um die Vorsitzende Heidi Ramb.

Es ist ein „kleines Sozialunternehmen“, das der Vorstand steuern muss. Für den Deutschen Kinderschutzbund e.V., Ortsverband Höhr-Grenzhausen, Kreisverband Westerwald, arbeiten acht sozialpädagogische Fachkräfte, sechs weitere Mitarbeiterinnen und rund 50 Ehrenamtliche. Die Vorsitzende Heidi Ramb stellte auf der Mitgliederversammlung die Arbeit des „Unternehmens“ vor, in die allein der Vorstand im vergangenen Jahr mehr als 1300 Ehrenamtsstunden investierte – mehr als 160 reguläre Arbeitstage.

Im Mittelpunkt steht naturgemäß die Arbeit der Fachkräfte in den „Mobilen Sorgenbüros“ an 15 Grundschulen und in der Schulsozialarbeit an zwei Realschulen plus. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder und Jugendlichen dieses Angebot dringend benötigen – die Zahl der Probleme zum Beispiel durch die Trennung der Eltern, aber auch durch zunehmenden Leistungsdruck, steigt. Im Berichtsjahr suchten über 800 Kinder Rat und Hilfe (Sorgenbüros 573; Schulsozialarbeit 229). Die Arbeit des Kinderschutzbundes hat einen so guten Ruf, dass weitere Schulen dieses Angebot integrieren wollen. Die Vorsitzende dankte dem Land, dem Kreis und den Schulträgern für die gute Zusammenarbeit. Sie wies aber auch darauf hin, dass der Anteil des Vereins aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen mit mehr als 30.000 Euro pro Jahr eine hohe Belastung darstellt.

Heidi Ramb ging auch auf die vielen anderen Angebote des Kinderschutzbundes ein, vom arbeitsintensiven Kinderkleiderlädchen, in das mehr als 2500 Ehrenamtsstunden investiert wurden, über viele Kurse und Projekte bis zu Veranstaltungen, etwa dem Fest zum Tag der Kinderrechte. All die Arbeit für das Wohl von Kindern und Jugendlichen und ihre Familien im Westerwaldkreis werde geprägt durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Sachkompetenz, an Kooperationsfähigkeit, gegenseitiger Wertschätzung und Teambewusstsein.

Die Vorsitzende dankte allen für diesen Einsatz – auch den Spendern und Sponsoren. Vor allem die Zahngoldspende von zehn Arztpraxen ist ein verlässlicher Faktor in der soliden Finanzierung des Vereins. Heidi Ramb fand warme Worte für die Arbeit von Gitte Andersen, die viele Jahre im Verein und im Vorstand mitgearbeitet hat. Sie werde dem Verein fehlen.

Die Mitglieder schlossen die Lücke durch jeweils einstimmige Beschlüsse. Cora Borowski, seit Jahren Zweite Vorsitzende, übernimmt das Amt von Gitte Andersen als neue Schatzmeisterin. An ihre Stelle rückt Joachim Türk, bisher Beisitzer. Der gab den Mitgliedern einen kurzen Eindruck der neuen Internetseite des Vereins, die in den nächsten Wochen freigeschaltet wird und beweist, dass der Kinderschutzbund sich auch der modernen Werkzeuge gekonnt bedient, um seine Ziele zu erreichen.

Zum Schluss verschaffte das Team der sozialpädagogischen Fachkräfte um Christel Kaiser noch einen praktischen Einblick und Eindruck in seine Arbeit. Vorgestellt wurde der „No Blame Approach“ – eine Methode, Konflikte ohne Schuldzuweisungen und Abrechnungen zu lösen, die vor allem bei Fällen von Mobbing erfolgreich angewandt wird.

Nähere Informationen:

Deutscher Kinderschutzbund e.V. KV Westerwald/OV Höhr-Grenzhausen,

Hermann-Geisen-Str. 44, 56203 Höhr-Grenzhausen, Tel: (0 26 24) 44 88;

E-Mail: info@kinderschutzbund-westerwald.de;

Internet: www.kinderschutzbund-westerwald.de

Der Vorstand des Kinderschutzbundes Höhr-Grenzhausen. Foto: privat

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