2017 besteht Melsbach 750 Jahre und zeigte schon jetzt, was feiern heißt
Mit toller Party ins Jubiläumsjahr gestartet
Der Festausschuss hatte ein fantastisches Event vorbereitet - Gemeindeverwaltung bot professionelles Feuerwerk
Melsbach. „Das Beste kommt zum Schluss“ heißt ein Film aus dem Jahr 2007 - und diese Aussage galt auch in Melsbach. Denn die Silvesterparty, die die Gemeinde Melsbach mit ihrem Festausschuss im Bürgerhaus zum Jahresabschluss organisiert hatte, war einfach grandios. Schließlich war es die Auftaktveranstaltung für die Jubiläumsfeiern „750 Jahre Melsbach“.
Und für die gibt es einen Festausschuss mit Wolfgang Klein, Hannelore Siebenmorgen, Christiane Szymalla, Marlies Voigt-Mandt, Angelika Werner, Thomas Rauschenberger, Marius Anhäuser und Ortsbürgermeister Holger Klein, der sich Anfang des vergangenen Jahres konstituierte. Der Ortsbürgermeister erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die schlechten, aber auch an die guten Dinge, die 2016 passiert waren. Er lobte die Familie Diel aus dem Großmaischeider Ortsteil Kausen, deren Catering-Service ein ganz tolles kalt-warmes Buffet aufgebaut hatte. Die passende Tisch- und Hallendekoration konnte die mehr als 120 Gäste einfach nur begeistern.
Diese Silvesterparty von Melsbachern für Melsbacher wurde musikalisch zelebriert von Musicman Daniel Koch aus dem Ortsteil Kreuzkirch. Der hatte zum 750-jährigen Bestehen seines Dorfs ein Lied komponiert, das hier erstmals aufgeführt und begeistert mitgesungen wurde. Der junge Entertainer war wohl ebenfalls angetan von dieser Silvesterparty, denn sonst hätte er wohl nicht bis fast 3.30 Uhr gesungen und in die Saiten seiner Gitarre gegriffen.
Bewundernswert die fünf Jungen und Maimädchen des Melsbacher Burschenvereins, die für so einen schnellen und aufmerksamen Getränke- und Abräumservice sorgten, dass die Gäste nur staunten.
Und dass junge Leute gerade am letzten Tag im Jahr abends noch freiwillig und mit Lust arbeiten, ist schon ungewöhnlich.
Um 22 Uhr wurde das Buffet fast abgeräumt und die Abendkasse geöffnet. So konnte jeder das kalte Mitternachtsbuffet des Festausschusses und zum traditionellen Anstoßen auf das Neue Jahr den edlen Winzersekt aus dem Leutesdorfer Weingut Emmerich genießen.
Um das Feuerwerk zum Jahreswechsel brauchten die Gäste sich nicht zu kümmern, denn dafür hatte die Gemeinde Melsbach, finanziell unterstützt vom sogenannten „Bürgermeister von Kreuzkirch“, Martin Helbich, und seiner Frau Marion Vonau-Helbich, gesorgt. Auftakt war eine feurige Jahreszahl 750, hinter der dann über viele Minuten die Raketen für ein prächtiges Feuerwerk starteten.
Über den ganzen Abend hinweg konnten sich die Gäste zusammen mit Freunden in einer separat aufgestellten Fotobox mit den unterschiedlichsten Utensilien per Knopfdruck selbst fotografieren und finden die Fotos, insgesamt waren es etwa 1000, mit Passwort geschützt im Internet. In der „Geschlechtsreihe der uralten Reichsständischen Häusern von Isenburg, Wied und Runkel“, die im Jahr 1778 der hochgräfliche Wied-Neuwiedische Kanzlei-Direktor Fischer verfasst hatte, steht auch etwas über die erste Urkunde, in der Melsbach erwähnt wird. Es heißt: „…der Enkel unserer Gräfin von Wied Godefridus junior verkaufte im Jahr 1267 seine Güther in Melsbach an einen gewissen Rudinger von niedern Adel.“ Also hat Graf Gottfried von Eppstein der Jüngere den von der Großmutter geerbten Hof Melsbach verkauft. So kann der Ort das 750-jährige Bestehen mit wohl noch vielen weiteren tollen Veranstaltungen im Jahr 2017 feiern.
HEP
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