Baumaßnahmen im alten Kloster in Heimerzheim sind abgeschlossen
Moderne Einrichtung in historischen Mauern
Integrativen Begegnungsstätte und differenzierte Jugendarbeit werden die Räumlichkeiten nutzen
Heimerzheim. Die Planung begann bereits im Jahre 2016 mit einem Ratsbeschluss im Rahmen der Haushaltsbewertungen. Hier ging es um den Ausbau des alten Klosters in Heimerzheim zu einer integrativen Begegnungsstätte mit differenzierter Jugendarbeit. Um die nötigen Mittel bereitstellen zu können, wurde ein Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt. Die bisherigen genutzten Räumlichkeiten waren knapp 60 Quadratmeter groß. Unterstützt wurde der Antrag vom Kreisjugendamt des Rhein-Sieg-Kreises.
Durch den Ausbau der frei werdenden Räumlichkeiten wurde die Möglichkeit geschaffen, eine integrative Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Der Bereich, der bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens an der Kölner Straße als Kindertagesstätte genutzt wurde, wurde im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss G für die offene Jugendarbeit, mit der die Katholische Jugendagentur Bonn beauftragt ist, hergerichtet. Im zweiten Obergeschoss wurden die Räumlichkeiten für eine Nutzung als Großtagespflege ausgebaut. „Die Räumlichkeiten sind durch den Bau einer Rampe im Eingangsbereich sowie durch den Bau einer Aufzugsanlage zukünftig barrierefrei erreichbar“, erklärte Mühlenborn vom Gebäudemanagement.
Zuschüsse und Fördermittel sicherten Finanzierung
Aus dem Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ erhielt die Gemeinde Swisttal eine Zuwendung des Landes in Höhe von insgesamt 175.840 Euro. Hiervon entfallen rund 32.000 Euro auf die Teilfinanzierung einer Sozialarbeiterstelle. 143.840 Euro standen damit aus Fördermitteln für den Umbau des alten Klosters zur Verfügung.
Im Gemeindehaushalt standen für die Umbaumaßnahmen insgesamt 382.000 Euro zur Verfügung. Abzüglich der Förderung verbleibt damit ein Eigenanteil für die Gemeinde in Höhe von 238.160 Euro. Die Kosten der Baumaßnahme (einschließlich Planungskosten) betrugen etwa 380.000 Euro.
Bei den Baumaßnahmen wurde zusätzlich ein Aufzug in einen Anbau und Unterstützungsmaßnahmen für Rollstuhlfahrer eingebaut. Hierzu gehören auch die Sanitäranlagen. Die Bestimmungen der Unfallkasse NRW mussten eingehalten werden. Es musste ein zweiter Rettungsweg berücksichtig werden, der durch eine Etagentreppe hergestellt wurde. Dabei sind Podeste in die Treppe integriert. Rauchschutztüren, Brandschutzmeldeanlagen sowie funkgesteuerte Rauchmelder gehören zu den Sicherheitseinrichtungen.
Zusätzlich waren Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes notwendig, da auf dem Gelände noch Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet wurden, was aber nicht der Fall war.
Eine Fluchtwegs- und Sicherheitsbeleuchtung wurde ebenfalls installiert. Im Bereich der Fluchttreppe wurden außerdem Fenstertüren eingebaut. Zudem wurden neue Anschlussmöglichkeiten für die Einrichtung der Küchenzeilen im ersten und zweiten Obergeschoss geschaffen. Weiterhin wurden Heizkörper erneuert und zusätzliche Heizkörper angebracht. Hinzu kamen Maler-, Fliesen- und Trockenbauarbeiten.
Hochwertige Küche für größere Gruppen
Seitens der Katholischen Jugendagentur Bonn wurden Malerarbeiten im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss durchgeführt. Darüber hinaus wurde eine neue hochwertige Küche eingebaut, die Kochangebote mit größeren Gruppen ermöglicht. Hinzu kamen diverse Ausstattungen wie Esszimmer, Tische und Stühle für den Jugendkulturraum, Theke und Barhocker, Billardtisch und Spiegelwand. Es wurden Büromöbel angeschafft und Elektroarbeiten durchgeführt. Es folgten die Erneuerung der Beleuchtung im Erdgeschoss und der Einbau einer Alarmanlage.
Die Gesamtkosten der aufgeführten Maßnahmen seitens der Katholischen Jugendagentur liegen bei rund 58.000 Euro. Es wurden Fördermittel vom Landesjugendamt (LVR) in Höhe von 12.838 Euro bereitgestellt. Der Rhein-Sieg-Kreis hat sich mit 13.816,38 Euro beteiligt und das Erzbistum Köln hat rund 16.746 Euro aus Eigenmitteln für den neuen Treff aufgebracht.
Die Gesamtausgaben für die Um- und Ausbaumaßnahme für das alte Kloster Heimerzheim belaufen sich insgesamt auf 451.000,00 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 281.000,00 Euro.
„Wir freuen uns, dass die Arbeiten nun weitgehend abgeschlossen sind und wir die Räumlichkeiten sinnvoll nutzen können. Ich danke Allen, die dabei mitgewirkt haben. Hier ist eine moderne Einrichtung in historischen Mauern umgesetzt worden“, so Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner bei der Vorstellung der neuen Einrichtung.+
Die Mitarbeiterinnen der Großtagespflege, Monika Epp und Bettina Neumann, begutachten die neue Küche.
