Allgemeine Berichte | 17.11.2025

Obermöhn Heike (Stüber) verspricht: „Närrische Reise wird nicht leise“

Möhnenverein Heimbach: Gala Abend zum 90. Geburtstag

Möhnenvereinspräsidentin Kathrin Lange mit Obermöhn Heike (Stüber) und ihrem Gefolge.Fotos: FF

Heimbach. Anlässlich des 90. Geburtstag des 1. Möhnenverein Heimbach 1935 verwandelte sich der Möhnenball in einen Gala Abend. Geige, klassischer Tanz und der Möhnenvorstand in Abendkleidern. Das Jubiläum wurde ausgiebig gefeiert.

Zu den Höhepunkten zählte die Saalwette, die mit 25 ehemaligen Obermöhnen auf der Bühne aufging. Gemeinsam mit den Weiser Möhnenschwestern feierte man Freundschaft und Tradition. Im Mittelpunkt des langen Abends stand die Proklamation von Obermöhn Heike (Stüber), die von ihrer Vorgängerin Heike Gladeck die Möhnenkette überreicht bekam.

Schon beim Einmarsch wurde deutlich: Die äußert kontaktfreudige Obermöhn hat ordentlich Power. Sie versprach prompt: „Diese närrische Reise wird nicht leise“. Mit rekordverdächtigen 16 Monaten hatte die Obermöhn einen kurzen Vorlauf. „Man muss am richtigen Ort, bei durschtig Wetter, rollig sein“, berichtete Obermöhn Heike von der Kirmes 2024. Dem Weiser Möhnenvorstand fiel ein Stein vom Herzen, weil die eigentlich vorgesehene Obermöhn ausfiel. Mit einem Aperol wurde alles besiegelt. Völlig beseelt und euphorisch fuhr Heike mit dem Taxi heim nach Gladbach und vergaß Ehemann Ralf glatt im Luna-Park. Der musste dann zwei Fahrräder nach Hause schieben. Nach einem Gefolge musste Obermöhn Heike nicht lange suchen. Spontan waren die Posten bereits im Luna Park unter den Freundinnen aufgeteilt: Britta Endres (Protokollarin), Pamela Hoffmann (Mundschenk), Renate Krah (Kassiererin) und Simone Leibig (Schatzmeister).

Lebenslauf mit Schoten

Der von Britta Endres verlesene Lebenslauf hielt viele Schoten bereit. Darunter ein Rauswurf aus der Sauna wegen allzu großer Redseligkeit oder die zufällige Bekanntschaft mit Kiez-Größe Bert Wollersheim inklusive Etablissement Rundgang. Richtig still, verriet Protokollarin Britta, sei die Deko-Queen und Urlaubsprofi nur bei Anstrengung auf dem Fahrrad. Was nicht heißt, dass sie unsportlich ist. Im Gegenteil: An fünf Tagen fuhr Heike von Gladbach bis in die Schweiz. Das sie eine richtige Powerfrau ist und das Reisen liebt, unterstrichen die Gratulationen. Ihre Fußgruppe „Heiße Pistolen“, deren kreativer Kopf und Antreiber sie ist, gratulierte als Reisegruppe mit Mitbringsel aus aller Welt auf den passenden Liedern. Ihr Jahrgang 1969/70 verriet ein wenig neidig, dass Heike die bislang erste Rentnerin aus seinen Reihen ist. Kein Wunder also, dass es für die neue Obermöhn nur noch wenige weiße Flecken auf dem Globus gibt. Nachdem die neue Obermöhn proklamiert war und sich Heike und ihr Gefolge treffsicher auf „Ich liebe das Leben“ endgültig in die Herzen der Gecken getanzt hatten, leitete Moderatorin Kristin Sturm von einem Knaller zum nächsten über. Die Heimbacher Möhnengarde wuchs mit einer Mega-Choreo über sich hinaus und sorgte für Begeisterungsstürme. Der Möhnennachwuchs reift in den Tanzgarden heran.

Lebensgefühl Fassenacht

Das Lebensgefühl der Fassenacht vermittelten die Tanzgarde der KG-Heimbach, die Funkenmariechen Heimbach-Weis und die Tanzgarde der KG-Weis, welche den schmissigen Gardetanz mit Akrobatik krönte. Mit Standing Ovations feierte das Publikum Elke Thon und Ute Bresgen. Nach beachtlichen 33 Jahren verabschiedeten sich die beiden als die kultigen Martha und Berta von der Bühne. Geprägt war der Gala-Abend immer wieder von Gesang. Sei es vom Möhnenvorstand (Kathrin Lange und Sonja Nels „Komm lass uns feiern“), vom Trio Jule Lange, Nele Pörzgen und Celina Dunkel oder den drei Karnevalsmäusen. Im Nu sprang der Funke über, mal emotional, mal rhythmisch oder einfach nur mitreißend. Der Möhnenball wäre ohne originell-kreative Nummern kein Möhnenball. Dieses Metier füllten die Schwarzlicht-Gruppe sowie die GlitzerGirls, verkleidet als XXL-Schweine, aus. Bevor im großen Finale alle Mitwirkenden mit dem Obermöhnenlied der Obermöhn die Treue schworen und der Vorstand sich gesanglich verabschiedete, brachten zwei Tanzgruppen den Saal zum Kochen. Die Dancing Teens waren von Kopf bis Fuß auf Italien eingestellt. Mit „Bella Italia“ brachte die rasante Formation italienisches Lebensgefühl zum Ausdruck. Ganz im Sinne der reisefreudigen Obermöhn führte die letzte Station des Abends nach Spanien. In herrlichen Kostümen und mit riesigen Flaggen titelte das Heimbacher Möhnenballett „Viva la Vida“. Schluss war damit noch lange nicht. Bei der After-Show Party mit DJ Michael und in der Sektbar wurde bis tief in die Nacht weitergefeiert.

FF

Stehende Ovationen für Marta (Elke Thon) und Berta (Ute Bresgen), die sich nach 33 Jahren von der Bühne verabschiedeten.

Stehende Ovationen für Marta (Elke Thon) und Berta (Ute Bresgen), die sich nach 33 Jahren von der Bühne verabschiedeten.

Ein Fastnachter aus ganzem Herzen: Die neue Obermöhn Heike (Stüber) verspricht eine powervolle Session.

Ein Fastnachter aus ganzem Herzen: Die neue Obermöhn Heike (Stüber) verspricht eine powervolle Session.

Mit dem Heimbacher Möhnenballett ging es unter dem Motto „Viva la Vida“ nach Spanien.

Mit dem Heimbacher Möhnenballett ging es unter dem Motto „Viva la Vida“ nach Spanien.

Neben Gala, Tanz und Musik bot der Möhnenball jede Menge Gesang: Hier die Formation "Karnevalsmaus".

Neben Gala, Tanz und Musik bot der Möhnenball jede Menge Gesang: Hier die Formation "Karnevalsmaus".

Fotogalerie: Möhnenball in Heimbach 2025

Foto: alle FF

Möhnenvereinspräsidentin Kathrin Lange mit Obermöhn Heike (Stüber) und ihrem Gefolge. Fotos: FF

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Immobilienanzeige
Gesundheit im Blick
Neueröffnung Physiotherapiepraxis IMPACT
Stellenanzeige Techniker
Imageanzeige, 2. Anzeige "2+1" Aktion
Stellenausschreibung Schulsekretär/in (w/m/d) Boeselager Realschule Plus
Kulinarische Woche
Empfohlene Artikel
Viele Bürger sahen die geplanten Baumaßnahmen und die damit einhergehende Straßensperrung kirtisch. Nun würde die Maßnahme verschoben.
209

Heimbach-Weis/Engers. Die Stadt Neuwied hat kürzlich eine bedeutende Entscheidung im Bereich ihrer Bauprojekte erlebt. Zahlreiche Baustellen prägen derzeit das Bild der Stadt, die sich durch Straßenerneuerungen, Platzumgestaltungen und Modernisierungen von Leitungen in eine zukunftsfähige Richtung entwickelt. Diese Bauarbeiten bringen jedoch unvermeidliche Beeinträchtigungen wie Umwege, Lärm und Einschränkungen...

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.Foto: privat
18

Es gibt eine Rubrik der kuriosen Feiertage, die im Internet abrufbar ist und für jeden Tag im Jahr eine Vielzahl interessanter oder auch nur amüsanter Feiertage auflistet. Für den 28. Juli wird in dieser Liste der Tag des Kaffeesatzes ausgewiesen, der bundesweit seit 2021 begangen wird. Ob es sich wirklich um einen Feiertag handelt oder nicht doch um einen initiierten Gedenktag, da nicht alle Kaffee trinken , das sei dahingestellt.

Weiterlesen

Die Innenstadt war stets gut besucht.
59

Remagen. Es stimmte einfach alles beim ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen. Fand am Abend vorher die Wallfahrtseröffnung mit der Erhebung des Heiligen Hauptes großen Zuspruch, so erlebte der erste Jakobsmarktsonntag wohl sein bestes Jahr seit einigen Jahren. Nicht zuletzt sorgten dafür die sehr angenehmen Temperaturen. So ließen es sich wirklich Tausende Gäste aus Nah und Fern nicht nehmen, nach Remagen zu kommen und den ersten Jakobsmarktsonntag zu besuchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
3836

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
3382

Rhein-Sieg-Kreis. Nach dem eine Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (5. Juli) auf der Bundesautobahn 61 zwischen den Anschlussstellen Miel und Rheinbach ist die sechsjährige Tochter der verunfallten Familie am Mittwoch (15. Juli) in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Mädchen war unmittelbar nach dem Unfall notoperiert worden und befand sich seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.

Weiterlesen