Rund 600 Fastnachter feiern ausgelassen in der Narrhalla und genießen das bunte Bühnenprogramm
Müdener Kappensitzungen nach zweijähriger Zwangspause
Müden. Rund 600 Fastnachter hatten sich in der Müdener Narrhalla zu zwei Kappensitzungen eingefunden, um nach zweijähriger Zwangspause wieder miteinander zu lachen und zu feiern. Die Kappensitzungen werden organisiert von den Müdener Karnevalsvereinen, einem Zusammenschluss von vier Ortsvereinen. Es wird Hand in Hand gearbeitet und jeder Verein trägt auch etwas zum Programm bei. So konnte Sitzungspräsident Bert Schommer mit Elferrat und Funkengarde in die festlich geschmückte Bürgerhalle einziehen und die Sitzung eröffnen. Die bunt verkleideten Narren warteten auf gute Vorträge und Tänze und sie wurden nicht enttäuscht. Nach einer Schunkelrunde und der Begrüßung der zahlreich anwesenden Ehrengäste aus Politik und Kirche war die Bühne frei für die langjährigen Fastnachter Achim Dehen und Sven Waldecker. Sie skizzierten in ihrem Vortrag einige Mitmenschen durch den närrischen Spiegel und brachten auch einige, bisher nicht bekannte, Geschichten ans Tageslicht. Als nächste Gruppe marschierte die Kleine Garde ein. Mit achtzehn Kindern, fünfzehn Tänzerinnen und drei Tanzmajoren, im Alter zwischen 7 und 12 Jahren hatten Jennifer Schneider und Heba Helal einen Gardetanz eingeübt. Mit riesigem Applaus und einer „Rakete“ wurde der Nachwuchs für seine Darbietung belohnt.
Der nächste Vortrag musste coronabedingt ausfallen. Aber Bert Schommer sprang ein und präsentierte einen für die nächste Session geplanten Vortrag. Und der war nicht so aus dem Ärmel geschüttelt, sondern in feinster Reimform erzählte der von den Träumen und der Wirklichkeit eines Rentnerlebens. Die von seiner Frau gegründete Gmbh (geh mal, mach mal, bring mal, hol mal) ließen ihn am Ende seufzen „Wie schön war doch die Arbeit“. Nach der Begrüßung der benachbarten Karnevalsvereine wurde sogleich der nächste Programmpunkt aufgerufen. Die Große Funkengarde, ebenfalls mit vierzehn bildhübschen Mädchen stark besetzt, marschierte unter den Klängen des Liedes „Wir sind wieder da“ auf die Bühne. Beim Showtanz, eingeübt von Jessica Schommer und Louisa Klasen, wechselten sich flotte Schritte mit atemberaubenden Hebefiguren ab. Zum Abschluss erntete die Truppe tosenden Beifall. Der Ausmarsch nach den Klängen „Der Zug hat keine Bremse“ konnte man wörtlich nehmen, denn weiter ging es Schlag auf Schlag. Achim Jischke agierte als nächstes auf der Bühne als chinesischer Koch und präsentierte seine Speisekarte, wobei er auch gleich die Zielgruppe für seine, zum Teil, ausgefallenen Gerichte benannte. Dreizehn gestandene Männer bilden die Dance Crew des Junggesellenvereins. Auf Seemannslieder brannten sie ein Feuerwerk mit tollen Tanzkombinationen, bis zur Decke reichenden Hebefiguren und atemberaubenden Flugeinlagen ab. Nach der kurzen Pause gab Leonie Jischke als Pädagogin den Mitgliedern des Elferrates wertvolle Hinweise über ärztliche Möglichkeiten ihre oft unbemerkten, körperlichen Fehler abzustellen. Die Zweibachtaler Zechpreller, Florian Schneider und Dennis Marx, brachten selbst geschriebene Müdener Lieder zu Gehör und bei dem Lied „Kleines Dörfchen, große Herzen“ stimmte der ganze Saal ein. Seit über 40 Jahren ist Wilfried Leberig u. a. als Musiker auf der Bühne und zuletzt als Chef der Technik vor der Bühne tätig. Für die vielen ehrenamtlichen Stunden und Tage für den Müdener Karneval wurde ihm der Presseorden überreicht.
Die Bungert-News, ebenfalls ein fester Bestandteil der Kappensitzungen, warteten in diesem Jahr mit einer Neuerung auf. Ida Emmerich war als Außenreporterin für die Nachrichten vom Müdener Berg zuständig. Harald Kronzucker (Harald Kron) und Helmut Figgemeier (Helmut Peters) kommentierten in gewohnt pointierter Weise die Geschehnisse in Müden und Umgebung. Gleich danach kündigte sich ein weiteres Highlight der Sitzung an. Nach kurzem Bühnenumbau wähnte man sich in der Tanzshow „Lets Dance“. Nach den Solotänzen begeisterten Jorge Gonzales (Rene Michels), Motsi Mabuse (Dennis Marx) und Joachim Llambi (Florian Schneider) unterstützt von den anderen acht Tänzern mit den Jurytänzen. Dabei wurde das gesamte musikalische und tänzerische Spektrum abgebildet. Jennifer Schneider, Jana Ibald und Jennifer Herter hatten eine wunderbare Persiflage auf die bekannte Fernsehsendung mit gekonnten Tanzeinlagen und lustigen Dialogen mit der Tanzgruppe der Feuerwehr einstudiert. Der Möhnenverein spielte auf menschlichen Instrumenten bekannte Weisen. Jeweils eine Frau benutzte eine andere als Klavier, Xylophon, Gitarre oder Bongotrommel. Eine amüsante Präsentation. Die Showtanzgruppe No Limits des Sportvereins feierte ihr 11-jähriges Bühnenjubiläum und sind aus der Müdener Fastnacht auch nicht mehr weg zu denken. Sie wurden von Jennifer Schneider und Heba Helal trainiert und man merkte direkt die sportliche Power, die in der Gruppe steckt. Auch sie boten eine tänzerische Höchstleistung mit waghalsigen Einlagen. Der Programmabschluss wird seit Jahren von den Sängerinnen und Sängern der Chorgemeinschaft gestaltet. Sie präsentierten zusammen mit der Band „Blue Diamonds“, die musikalisch die Sitzung begleitetet hatte, ein Medley aus kölschen Liedern. Beim letzten Lied versammelten sich die mehr als sechzig Aktiven auf der Bühne, um den verdienten Beifall für oft wochenlange Proben zu erhalten.
Die Gruppe begeisterte mit ausgefallenen Tanzeinlagen und atemberaubenden Hebefiguren. Foto: privat
Die Große Funkengarde sorgte für großen Applaus. Foto: privat
Die Showtanzgruppe No Limits in waghalsiger Aktion. Foto: privat
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