Allgemeine Berichte | 25.08.2025, 10:43 Uhr

Der Bücherschrank sollte kein Entsorgungsplatz sein

Mülheim-Kärlich: Vermüllter Bücherschrank sorgt für Unmut

In den letzten Wochen sah der Bücherschrank eher wie eine Entsorgungsstelle für alte Bücher aus. Fotos: Winfried Erbar
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Mülheim-Kärlich. Seit einigen Jahren steht am Kolpingplatz in Mülheim-Kärlich ein besonderer Ort der Begegnung: Ein ehemaliges Telefonhäuschen, das mit viel Engagement in einen öffentlichen Bücherschrank umgewandelt wurde. Mit Regalen ausgestattet und täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, bietet er Raum für Kinderbücher, Sachliteratur und Bestseller-Krimis. Dank des breiten Angebotes hat sich die umgebaute Telefonzelle schnell zu einem beliebten Treffpunkt für Leserinnen und Leser entwickelt.

Probleme häufen sich

Doch in den vergangenen Wochen häufen sich Probleme. Immer wieder wird der Schrank von Stapeln alter Bücher und unsortierten Ablagen überfüllt. „Wenn ihr euch wundert, warum die Bücherschränke zurzeit geschlossen sind, dann fragt diejenigen, die beide Schränke vermüllt haben“, erklärt Winfried Erbar, ehrenamtlicher Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Weißenthurm.

Anstatt gezielt Bücher zum Austausch hineinzustellen, würden manche Bürger den Schrank offenbar als bequeme Möglichkeit nutzen, um große Mengen alter Bücher auf einen Schlag loszuwerden. Das führt nicht nur zu Unordnung, sondern erschwert auch den Zugang für echte Bücherfreunde. „Wir werden in den nächsten Tagen mal wieder aufräumen, und dann können vernünftige Bücherfreunde auch wieder Bücher tauschen“, so Erbar weiter.

Bücherschrank ist keine Altpapiertonne

Der Beigeordnete betont, dass der Bücherschrank kein Entsorgungsplatz für ungewollte Literatur ist. Wer große Mengen Bücher abgeben möchte, solle dafür die regulären Entsorgungsmöglichkeiten nutzen. Auch, wenn es manchmal weh tut, Bücher in die Altpapiertonne zu werfen.

Trotz der Herausforderungen bleibt der Bücherschrank ein wichtiges Angebot für die Stadt. Viele Bürgerinnen und Bürger schätzen den unkomplizierten Austausch und das vielfältige Leseangebot. Damit dies auch so bleibt, hoffen die Verantwortlichen auf mehr Rücksichtnahme. Denn der Bücherschrank an sich ist ein besonderes und schönes Projekt, das Wertschätzung mehr als verdient hat. ROB

So sollte der Bücherschrank im Idealfall aussehen.

So sollte der Bücherschrank im Idealfall aussehen.

In den letzten Wochen sah der Bücherschrank eher wie eine Entsorgungsstelle für alte Bücher aus. Fotos: Winfried Erbar

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