Servicebetriebe investieren in KI-gesteuerten Müllsauger
Müll im Park: Neuwied holt sich Hilfe von KI- Roboter
Neuwied. Ein Roboter, der Kippenstummel, Glasscherben und Kronkorken im Park einsammelt: Diese Erfindung wollen die Servicebetriebe Neuwied (SBN) einsetzen. „In einer perfekten Welt bräuchten wir das Gerät nicht“, betont SBN-Geschäftsfeldleiter Frank Schneider, „aber die Realität ist leider: Öffentliche Grünflächen werden vermüllt.“
Das ganze Jahr über sind Mitarbeiter der Servicebetriebe im Einsatz, um das städtische Grün in Neuwied zu pflegen. Sie pflanzen Staudenbeete, stecken Blumenzwiebeln, schneiden Büsche und Bäume und mähen öffentliche Parks. Und sie sammeln den Müll auf, den andere achtlos in die Gegend geworfen haben.
„Es ist wirklich schade, dass sich die Investition lohnt“, sagt Schneider über den neuen Roboter, den ein Tech-Startup in Neuwied vorstellte. Eine mittlere fünfstellige Summe soll er kosten. Geld, das die Servicebetriebe für 2026 einplanen werden.
Der SBN-Geschäftsfeldleiter und seine Kollegen sind überzeugt: Der Müllsauger wird sich bezahlt machen. Für die Servicebetriebe und für die Umwelt. Denn er spart Arbeitszeit und sammelt selbst kleine Verunreinigungen auf, die ein menschlicher Mitarbeiter womöglich übersehen hätte.
Zum Einsatz kommen soll der Roboter mit Künstlicher Intelligenz (KI)-Steuerung auf gemähten Grünflächen, die die SBN im Auftrag der Stadt pflegen. Das sind überwiegend Parks und Spielplätze. Auch die Freibadwiese der Deichwelle soll mit dem Müllsauger von Angsa Robotics gereinigt werden.
„Bonbonpapierchen, Zigarettenstummel, Essensreste – alles Dinge, die wir gar nicht finden sollten.“ Und doch werde der Roboter am Schichtende gut gefüllt sein, prophezeit Frank Schneider. „Wir appellieren an alle, die sich an Neuwieds Parks und Spielplätzen erfreuen: Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit. Denn egal, ob ein Mitarbeiter oder ein Roboter hinterher aufräumt – anständig wäre, wenn Sie gar keinen Dreck hinterlassen würden.“
Pressemitteilung Servicebetriebe Neuwied
Frank Schneider (2. von links) und Thomas Riehl (3. v. l.) sind überzeugt: Der Müllsauger-Roboter ist für die SBN eine sinnvolle Investition. Acht Stunden kann er mit einer Akkuladung arbeiten, erläutern die Mitarbeiter des Startup-Unternehmens Angsa Robotics. Foto: SBN/Maxie Meier
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