Allgemeine Berichte | 13.03.2019, 11:41 Uhr

Werthhoven räumt auf

„Müllaerobic“ - Bewegung an der frischen Luft kombiniert mit Großreinemachen

Bürgerverein organisiert Aktion seit vielen Jahren

Starteten zum Müllaerobic, dem alljährlichen Werthhovener Spaziergang mit Müll-Greifzange (v.l.): Hans-Willi Schneider, Doris Arenz, Valeria Ladi, Manfred Schmid und Markus Blum.Fotos: CEW
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Wachtberg-Werthhoven. Der Sturm und die Wetterwarnungen waren wohl schuld daran, dass sich anstatt der rund 20 Bürger in diesem Jahr nur ein knappes Drittel am Treffpunkt zum „Müllaerobic“ eingefunden hatte. Normalerweise seien auch Familien mit Kindern dabei, aber bei einer solchen Warnung haben die sich vermutlich nicht getraut, sagte Hans-Willi Schneider vom Bürgerverein Werthhoven. So zogen schließlich anstatt fünf Gruppen immerhin zwei Teams mit Warnwesten, Greifzangen und Mülltüten bewaffnet los.

Frühjahrsputz, Großreinemachen, Dorfreinigung und viele andere Namen haben solche Aktionstage in den umliegenden Dörfern. Ihnen gemeinsam ist, dass die Aktiven nicht nur Müll sammeln, sondern sich dabei auch kennenlernen, sich manches Mal sehr über Funde wundern und auch gelegentlich einiges zu Lachen bekommen.

Ein Geocache, also eine Art moderner Schnitzeljagd-Schatz für solche, die mit Geocache-Gerät auf Schatzsuche gehen, hatten die Sammler gefunden. Natürlich hatten sie es dort gelassen, wo es war. Damit niemandem der Spaß verdorben wird, verrieten die Aktiven auch nicht, wo sie fündig geworden waren. Zu Spekulationen führte ein Handtuchhalter, der dicht neben dem Straßenrand gelegen hatte. War der wohl weggeworfen worden oder hatte den vielleicht ein Schrotthändler beim Überfahren eines Schlaglochs von der Ladefläche verloren?

Zu manchen Fragen wird es wohl kaum Antworten geben. Klare Stellungnahmen und missbilligendes Kopfschütteln gab es vor allem bei den vielen Hundekot-Tüten, die die Sammler auf ihrem Weg fanden. Man fragte sich, welches Sinn es macht, den Kot des Haustieres aufzusammeln, um dann mit demselben mitsamt Plastiktüte die Umwelt zu verschmutzen. Auch für etliche Coffee-to-go-Becher, die entlang der Landstraße gefunden wurden, hatte niemand Verständnis. Das seien wohl kaum Dinge, die vom Müllwagen gefallen seien oder die der Wind hierher geweht habe, hörte man. Zum Abschluss der Aktion genossen die fleißigen Helfer im Pössemer Treff traditionell einen deftigen Eintopf.

Mit Waffeln, Kaffee und Kakao werden die Adendorfer am 23. März ihre Helfer nach der Großreinemach-Aktion belohnen. Dort lädt die Aktionsgemeinschaft ab 14 Uhr alle Helfer zum Dorfplatz ein, sich von dort aus am Frühjahrsputz in Wald und Flur in Adendorf und Klein Villip zu beteiligen, um die Natur wieder frühlingsfit zu machen. Nach zwei Stunden fleißigen Sammelns trifft man sich zum geselligen Teil im Mannschaftsraum der Feuerwehr. Um die Umwelt zu schonen, bittet die Aktionsgemeinschaft zum Schutz der Landschaft darum, möglichst eigenen Handschuhe mitzubringen.

Schon neben dem Parkplatz fand man achtlos weggeworfene Zigarettenkippen und vom Wind hergewehte Plastikmüllreste.

Schon neben dem Parkplatz fand man achtlos weggeworfene Zigarettenkippen und vom Wind hergewehte Plastikmüllreste. Foto: Petra Reuter

Starteten zum Müllaerobic, dem alljährlichen Werthhovener Spaziergang mit Müll-Greifzange (v.l.): Hans-Willi Schneider, Doris Arenz, Valeria Ladi, Manfred Schmid und Markus Blum.Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

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