Allgemeine Berichte | 15.12.2020

Umweltschutz im Vorbeilaufen

Müllberge auf dem Reisberg

Walburga Greiner räumt auf im Wald des Reisberges

Das sind allein die Pfand-Dosen und -Flaschen von zwei Monaten. Foto: privat

Remagen. „So viele Dosen“, staunt Karin Keelan vom Arbeitskreis Naherholung über die Anzahl an Dosen und Flaschen, die in nur zwei Monaten an der Waldburg-Straße gesammelt wurden. Rund 80 Dosen und Plastikflaschen und Glasflaschen kamen neben anderem Müll zusammen.

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, seinen Müll nicht sorglos in die Natur zu werfen. Die Realität sieht leider anders so aus: Plastik, Dosen, Zigarettenkippen, Taschentücher und Obstreste verschmutzen den Wald und die Straßenränder. Wenn kein Abfalleimer in der Nähe ist, werfen viele ihren Müll achtlos in die Natur – in den Wald, auf den Parkplatz oder auf der Straße aus dem Auto.

Zersetzung des Müllsdauert Jahrzehnte,teilweise Jahrhunderte

Keinen Gedanke verschwenden die Umweltverschmutzer daran, wie lange der Müll liegen bleiben würde, wenn ihn nicht jemand wegräumt. Getränkedosen aus Aluminium sind erst nach 80 bis 200 Jahren abgebaut. Ein Plastikbecher im Wald liegt für immer da, wenn er nicht entfernt wird. Plastiktüten für Obst und Gemüse benötigen ungefähr 10 bis 20 Jahre, Chipstüten sogar bis zu 80 Jahre bis sie zerfallen sind. Bei PET-Flaschen dauert es bis zu 500 Jahre, bis sie sich zersetzt haben.

Gefahr der Zigarettenstummel

Eine einzige Kippe verseucht 60 Liter Wasser. Denn darin sammeln sich giftige Substanzen wie Arsen, Blei, Kupfer, Chrom, Kadmium, Formaldehyd, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Nikotin, dazu kommt der Kunststoff Celluloseacetat. Das ergibt eine erhebliche Umweltbelastung durch Chemikalien und Mikroplastik. Abhängig von den vorherrschenden Bedingungen kann es 15 Jahre und länger dauern, bis eine Kippe abgebaut ist. In einem heißen Milieu zersetzt sie sich schneller, in Salzwasser dauert es länger.

Um den Reisberg sauber zu halten, sammelt Walburga Greiner regelmäßig den Müll ein. Besonders ärgern sie die Überreste an den Aussichtspunkten. Die Menschen kommen um die Natur zu genießen, aber dann hinterlassen sie einen Müllberg – völlig unverständlich, findet sie.

Die Pfanddosen und -flaschen brachten einen Erlös von ca. 20 Euro. „Dafür bekommen die Mitarbeiter des Bauhofs eine kleine Überraschung. Sie räumen unseren Müll in der Stadt weg, Zeit ihnen Danke zu sagen!“

Das sind allein die Pfand-Dosen und -Flaschen von zwei Monaten. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

CDA steht zum Recht auf Teilzeit

  • Siegfried Kowallek: Sehr gut, dass sich die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Neuwied so deutlich gegen den Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) zum bevorstehenden CDU-Bundesparteitag...
  • Boomerang : Es ist doch mittlerweile allgemein bekannt das in Koblenz nichts wichtiger ist als Radwege, am besten in Autobahnbreite.

Neulich als Einzige(r)

von Gregor Schürer

  • Werner Bergmann: "Gut gebrüllt Löwe"
Imageanzeige
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Umbau Vulkanbrauerei Mendig
Kooperationsgeschäft
Angebotsanzeige (Januar)
Azubimesse Go
Bestell-Nr.: 0012231059
Imageanzeige (Januar)
Stellenanzeige Zahntechniker
Empfohlene Artikel

Andernach. Am Samstag, 7. Februar um 11:11 Uhr findet in der Stadtbücherei Andernach das alljährliche Vorlesen mit dem Andernacher Prinzenpaar statt. In der Reihe „Vip´s für Kids“ begeistert das Prinzenpaar nebst Hofstaat wieder mit lustigen Geschichten die kleinen und großen Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Weiterlesen

Andernach. Der Spaziergang „Walk and Talk – Frauen: Leben in Vielfalt“ richtet sich an Frauen, die Lust auf Austausch bei Bewegung haben. Am Mittwoch, 25. Februar, um 16:00 Uhr startet die Gruppe an der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt in Mülheim, Pfarrer-Rödelstürtz-Straße 1.

Weiterlesen

Region. Jüngere und ältere Menschen gehören zu den Verlierern, wenn es ums Wohnen geht: „Etliche der rund 3.100 Azubis im Westerwaldkreis wohnen noch bei ihren Eltern. Und das nicht immer ganz freiwillig. Denn eine eigene Wohnung können sie sich oft nicht leisten“, sagt Gordon Deneu von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Das Wohnen werde gerade auch für Azubis mehr und mehr zum Problem.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Online-Vortrag der ISUV-Kontaktstelle Koblenz: Von Anfang an Fehler vermeiden und Geld sparen

Basiswissen bei Trennung und Scheidung

Koblenz. Eine Trennung oder Scheidung ist für viele Betroffene nicht nur emotional belastend, sondern auch mit rechtlichen und finanziellen Unsicherheiten verbunden.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2025
Aushilfe gesucht
Dienstleistungen
Schichtführer Dosenanlage
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0003#
Titel
Rund ums Haus Daueranzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Handwerkerhaus
Vorsätze 2026
Integrationskraft
Stellenanzeige Sachbearbeiterin
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Januar 2026
3+1 Aktion
MA Hauswirtschaft Küche