Rosemarie und Harald Loeb aus Mendig feierten Goldhochzeit
Musik zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben
Mendig. Als der gebürtige Niedermendiger Harald Loeb seine heutige Ehefrau Rosemarie, geborene Palm, beim Junggesellenfest 1967 im großen Festsaal an der Teichwiese in Obermendig kennenlernte, hat es zwischen den beiden gleich gefunkt. Bereits ein Jahr später gaben sie sich am 5. Juli auf dem Mendiger Standesamt das Ja-Wort. Nach ihrer Eheschließung zogen sie dann in das Elternhaus von Rosemarie Loeb, Keltenstraße 5, wo die Eheleute heute noch die urgemütlich gestaltete oberste Etage des Hauses bewohnen. Im Erdgeschoss und in der 1. Etage bewahrt Harald Loeb, der nicht nur in Mendig und Umgebung, sondern auch in Köln einen hervorragenden Ruf als Musiker genießt, seine zahlreichen Instrumente auf.
Angefangen von seiner Trompete über seine Orgel bis hin zu nicht nur einem, sondern gleich mehreren Sousaphonen und vielen weiteren Instrumenten, die er selber auch alle beherrscht – seine Sammlung ist so groß, dass er ganz sicher ein kleines Orchester damit ausstatten könnte. Während Harald Loeb zunächst als Rundfunk- und Fernsehtechniker im Andernacher Betrieb seines Vaters arbeitete, bekam er nach seiner Grundausbildung bei der Bundeswehr dort eine Festanstellung als Zeichner. Die Musik zog sich jedoch wie ein roter Faden durch sein Leben. Bereits im Alter von 13 Jahren schenkte ihm sein Großvater die erste Trompete. S
o ist er seit 1962 als Trompeter bei der Schützenkapelle Mendig nicht mehr wegzudenken. Außerdem spielte er mit seinen beiden Brüdern und einem Cousin in einer Band. Der jüngste Bruder spielte Schlagzeug, der älteste Bruder Bass sowie Gitarre und sein Cousin spielte Akkordeon, während er mit der Trompete mit von der Partie war. Später kaufte er sich eine Orgel und erlernte als Autodidakt das Orgelspiel. Bis zu seinem ersten Auftritt bei einer Weihnachtsfeier dauerte es nicht lange, und schon bald war Harald Loeb als passionierter Alleinunterhalter sehr gefragt. Ebenso wie zahlreiche Seniorenheime in der Region wissen nach wie vor auch viele Veranstalter, dass er ein echter Stimmungsgarant ist.
Nachdem im Jahr 1969 der erste Sohn Peter geboren worden war, startete Rosemarie Loeb, die bis dahin als Kindergartenhelferin in den Kindergärten Bell, St. Genovefa, St. Nikolaus gearbeitet hatte, ihre Ausbildung zur Erzieherin, die sie mit dem Examen erfolgreich abschloss. 1980 und 1982 folgten zwei weitere Söhne. Insgesamt arbeitete Rosemarie Loeb 25 Jahre lang als Erzieherin im städtischen Kindergarten Zauberwald, wo sie heute noch jeden Mittwoch von den begeisterten Kindern zu einer Vorlesestunde erwartet wird.
Wenngleich sie nicht so virtuos wie ihr Ehemann im Einsatz war, begleitete sie die singenden Kiga-Kinder mit großer Freude auf der Gitarre. Außerdem spielt sie Mandoline, Waldhorn und noch einige weitere Instrumente, sodass sie ihrem Ehemann und ihren Kindern beim familiären Musizieren in nichts nachstand. Während Harald Loeb weiterhin als Musiker unterwegs ist, hält Rosemarie Loeb sich in ihrem eigenen kleinen Sportstudio fit und freut sich, wenn ihre Kinder und Enkelkinder zu Besuch kommen.
FRE
