Blutspendeaktion in Selters setzt Zeichen gegen Extremismus
Muslimische Jugend ruft zum Schulterschluss gegen Terror auf
Selters. Als Reaktion auf den Anschlag in Berlin, bei dem 12 Menschen starben und Dutzende teils schwer verletzt wurden, rief die Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation zu einer bundesweiten Blutspendeaktion auf. Die Mitglieder der Jugendorganisation hatten sich seit dem Anschlag zum Ziel genommen, in einer Woche 1000 Blutspender aus dem gesamten Bundesgebiet zu mobilisieren. An der Blutspendeaktion in Selters nahmen 12 junge Mitglieder teil.
„Wir sind fassungslos angesichts der Nachrichten aus der Bundeshauptstadt und bekunden unsere absolute Solidarität mit den Opfern, ihren Familien und Angehörigen“, erklärt Hasanat Ahmad, Bundesvorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation.
Für die Ahmadiyya Jugend gelte: „Wer einen Menschen tötet, so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet und wer Menschenleben erhält, so ist es, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten“. (Heiliger Koran 5:33).
Mit der Aktion ruft die Jugendorganisation zu einem gesamtgesellschaftlichen Schulterschluss gegen Extremismus und Terror in der Gesellschaft auf. Es ist ihr höchstpersönlicher Beitrag dafür, dass ein ethnien- und konfessionsübergreifender Zusammenhalt in der gegenwärtigen Zeit noch stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rückt.
„Andere mögen Blut vergießen, aber inspiriert von den islamischen Werten sehen wir es als Pflicht, Menschenleben zu retten und die Gesellschaft noch lebenswerter zu machen“, erklärt der Bundesvorsitzende.
Pressemitteilung Ahmadiyya Muslim Jamaat Koblenz
Ein Zeichen der Solidariät mit den Opfern des Anschlags in Berlin.
Zu den islamischen Werten gehört es auch, das Leben anderer Menschen zu retten.

Segr geehrter Herr Gelhardt,
ihre Interpretation meiner Kommentare ist nicht ganz Richtig ... aber trotzdem Falsch.
Sind Sie denn in der Lage den zitierten Test im Koran zu benennen? Dies ist mein eigentliches Ansinnen, denn unter der zitierten Sure 5 Vers 33 findet sich der im Text zitierte nicht, sondern der von mir aufgeführte, folgen sie dem Link!
Vielleicht war es ein Redaktionsfehler oder einfach falsch Zitiert?
Das verifizieren von Quellen ist aber, zumindest für mich, zum Gesamtverständnis wichtig!
Zu einer inhaltlich positiven Pressemitteilung über muslimische
Jugend, in der auch Anteilnahme, Respekt und Nächstenliebe
ihren Ausdruck finden (also einer Pressemitteilung in einem ganz bestimmten Zusammenhang) - sucht sich Herr Klasen eine ganz bestimmte Stelle aus dem Koran - und stellt gerade diese Stelle dem positiven Text der Pressemitteilung von Muslimen gegenüber. Es ist verstandesmäßig davon auszugehen, dass Herrn Klasen bewusst war und ist, welche Texte er zusammenknüpfen wollte und wie diese Zusammenstellung auf Teile der Öffentlichkeit wirkt. Die Öffentlichkeit für dumm verkaufen zu wollen ist das Eine. Dass diese bewusste Zerrbildverknüpfung jedoch erkannt und benannt wird - ist das Andere. An solchem Erkennen und Benennen hat Herr Klasen
offenbar keine Freude. Was hätte Herrn Klasen daran gehindert,
auf eine positive Aktion von Muslimen einfach auch offen und
anerkennend positiv zu reagieren?
Sehr geehrter Herr Gelhard,
ihre Vorwürfe kann ich in keinster Art und Weise nachvollziehen, ich habe lediglich Versucht den zitierten Koranvers zu verifizieren, konnte diesen aber in der zitierten Form nicht finden. Deshalb mein Kommentar. Was sie alles dort hinein Interpretieren lässt sich vielleicht mit kognitiver Dissonanz erklären.
Altes Testament, 1. Buch Samuel 18, 27: "..., da machte sich David auf und zog hin mit seinen Männern und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute dem König in voller Zahl, ..." Neues Testament, Matthäus 10,34: "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert." Hält deshalb die Welt das Judentum oder das Christentum generell für nicht friedensfähig, mitfühlend, gutwillig? Nein! Herr Uwe Klasen verbreitet plattesten Populismus. Wer inhaltlich politisch und gesellschaftspolitisch nichts zu bieten hat , muss sich eben Feindbilder und Sündenböcke aufbauen. Das ist erbärmlich und töricht! Dass die Muslimische Jugend hier zum Schulterschluss gegen Terror aufruft, ist natürlich vollauf zu begrüßen! Der Aufruf dieser muslimischen Jugend verdient Respekt und Dank und keinen blanken Zynismus. Gefragt ist offenes/ vertrauensvolles Miteinander, nicht Ausgrenzung.
Wenn ich Sure 5, Vers 33 suche finde ich folgendes:
(Quelle: http://islam.de/13827.php?sura=5)
"Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,"
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Klingt irgendwie ganz anders ...