Mutig und stark
von Gerd P. Lüttgen
Schlafe selig der Morgenfrühe entgegen.
Dein Engel möge dich mit seinem Samtkuss wecken.
Sende ihn auch in der Mitte der Nacht zu mir.
Dann werden meine Träume lebendig
und mein Herz schlägt schneller und pocht lauter.
So wie einst auf den verborgenen Wanderpfaden des Glücks.
Abgründe verloren ihre Schrecken.
Ohne Furcht durchstiegen wir finstere Klüfte,
Hand in Hand, in der Gemeinschaft überwundener Gefahren.
Verschwunden waren Furcht und Angst.
So verging Stunde um Stunde,
Glockengeläut rief mich aus meinem Schlummer.
Hatte ich nur geträumt, oder war ich aus
ferner Vergangenheit zurückgekehrt?
Gedanken des Glücks umfingen mich,
wurden zur Wirklichkeit.
Da kniete ich nieder:
Lichtstrahlen zogen am Himmel vorüber,
streiften Stirn und Jugendlocken.
Hell möge das Licht des Glücks sein für dich,
und alle, die dich lieben,
und jene, die du liebst.
Weit wie das Meer und fern wie der Himmel,
voller Vielfalt und Buntheit, wie Länder und Auen,
wird alles sein.
Erfreue dich am Aufgang der Sonne,
an Sternenlicht und Vollmondnächten.
Wenn die Dämmerung langsam der Morgenröte weicht,
wird ein verborgener Vogel dir ein kleines Lied zurufen.
Schweige und höre, im Gesang wirst du meine Botschaft entdecken.
