Allgemeine Berichte | 21.06.2016

2. Westerwälder Augenblicke belohnen Blutspender

Mutspende zur Blutspende

Reiner Meutsch, Christina Heinz, Benjamin Greschner, Jörg Backhaus und Pater Dominikus präsentieren die 2. Westerwälder Aufgenblicke.SMK

Höhr-Grenzhausen. 60 Prozent der Bevölkerung würden gerne Blut spenden. Drei Prozent tun es. Erschreckende Prozentzahlen, denen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) entgegenwirken möchte. Mit der Aktion „Westerwälder Augenblicke“ ruft das DRK bereits zum zweiten Mal zur Blutspende auf.

Im Zeichen der Menschlichkeit setzt sich das Rote Kreuz schon seit 1863 für seine Grundsätze Leben, Gesundheit, Wohlergehen, Schutz, friedliches Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein. Und das in annähernd 200 Staaten der Erde. Vor über 60 Jahren wurde zusätzlich der DRK-Blutspendedienst gegründet, der die Versorgung der Krankenhäuser mit Blutpräparaten sicherstellen soll. Aus dem DRK-Blutspendedienst NRW und dem DRK-Blutspendedienst Rheinland-Pfalz und Saarland wurde mit der Zeit der DRK-Blutspendedienst West.

Dank umfassendem Qualitätsmanagementsystem, technischer Ausrüstung modernsten Standards und extrem hohem Sicherheitsniveau hat das DRK diesen hohen Stellenwert in der Gesundheitssicherung und einen Anteil von 75 Prozent an der Deutschen Blutversorgung.

Der eigentliche Vorgang der Vollblutspende dauert in der Regel zehn Minuten. Von den fünf bis sechs Litern Blut, die in einem erwachsenen Körper fließen, werden etwa 500 Milliliter entnommen. Danach geht es für die Mitarbeiter des DRK weiter. Blutgruppe und Rhesusfaktor werden bestimmt, das Blut wird auf Krankheiten getestet und dann in seine Bestandteile getrennt. Täglich machen sich ungefähr 4000 Blutpräparate an den fünf Blutspendezentren auf den Weg von Spender zu Empfänger.

Diese Erfolge wären nicht möglich, wenn nicht 3000 ehrenamtliche Rotkreuzhelfer ihren vollen Einsatz in die Gesundheitssicherung stecken würden. Blutspende allein wäre ohne Spender ebenfalls undenkbar. 500 000 Menschen finden jährlich den Weg zu über 12000 Blutspendeaktionen. Und das allein in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Normalerweise geschieht die Blutspende freiwillig, weder mit Druck, noch mit Belohnung. Doch das DRK möchte den vielen Blutspendeteilnehmern auch in diesem Jahr einmal „Danke“ sagen. „Westerwälder Augenblicke“ nennt sich das Projekt, mit dem etwas verschenkt wird, was man nicht einfach kaufen kann.

Benjamin Greschner, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendedienstes Rheinland-Pfalz und Saarland, Jörg Backhaus, Leiter Öffentlichkeitsarbeit am Zentrum für Transfusionsmedizin des DRK in Bad Kreuznach und RPR 1-Radiolegende Reiner Meutsch informierten bei einem ersten Termin über den Anlass und die Augenblicke des Projekts. Nach der Schirmherrschaft von Startenor Johannes Kalpers übernimmt in diesem Jahr mit Reiner Meutsch erneut ein prominenter Botschafter dieses wichtige Amt. Er erzählte von seinen Erfahrungen in Äthiopien. Wie er in Addis Abeba zwei Kinder sterben sehen musste, weil sie keine Blutspende erhalten konnten. Was in Deutschland selbstverständlich ist, brachte ihn in diesem Entwicklungsland ernsthaft zum Nachdenken. So wurde er Botschafter für den Westerwald und gründete seine „Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP“, die sich seither für den Schulbau in Entwicklungsländern einsetzt. Er betont, wie wichtig Blutspende in Entwicklungsländern sei. Blut ist ein Medikament, welches nicht maschinell hergestellt werden kann, sodass immer genug Spenden vorhanden sein müssen.

Auf die Situation in Deutschland ging Jörg Backhaus detaillierter ein. Es gäbe genug Vorräte in den Krankenhäusern, sodass sich momentan noch niemand um eine Blutspende sorgen müsse. Dennoch ist in Deutschland ein klarer demographischer Wandel erkennbar. Viele alte Menschen sind auf die Blutspenden weniger junger Menschen angewiesen. Das führt zum Ungleichgewicht, weswegen der Gang zur Blutspende einen immer höheren Stellenwert erreicht.

Das ist der Grund, warum das DRK inzwischen mit einigen Aktionen Blutspendern danken möchte. Am Weltblutspendertag wurden in diesem Jahr in Berlin 65 Menschen geehrt, die herausragenden Einsatz bei der Blutspende geleistet haben.

Vom 1. Juli bis 30. September haben fünf Blutspender die Chance auf einen „Westerwälder Augenblick“. Dieser Zeitraum wurde bewusst gewählt, um Menschen auch bei schönem Wetter in der Ferienzeit zu ermutigen, Blut spenden zu gehen. Dass diese Ermutigung Wirkung zeigt, konnte man im letzten Jahr feststellen. Die Zahl der erschienenen Blutspender lag fünf Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Über den Wolken mit Reiner Meutsch. Ein Hubschrauber-Rundflug über den Westerwald mit Radiomoderator der Radioreisesendung „Mein Abenteuer“. Einmal in königliche Sitten schnuppern mit Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Eine Private Schlossführung mit dem Inhaber und Chef des Fürstlichen Hauses Say-Wittgenstein-Sayn.

Entspannen zu zweit auf 2500 m² Wellness- und Thermenlandschaft. Das Hotel Heinz in Höhr-Grenzhausen ermöglicht zwei Personen ein Welness-Wochenende.

„Hopfen und Malz, Gott erhalt’s“. Ein Tag im „Marienstatter Brauhaus“ der Zisterzienabtei Marienstatt bei Hachenburg. Kindheitstraum Lokführer. Die Hessische Landesbahn öffnet den Führerstand für exklusive Einblicke. Das sind die fünf „Westerwälder Augenblicke“, die in den nächsten Monaten gewonnen werden können. Die Auslosung unter allen Spenderinnen und Spendern erfolgt im Oktober diesen Jahres durch Reiner Meutsch in Bad Kreuzenach.

Das DRK bedankt sich bei allen, die bereit sind, einen Teil ihres Blutes für Menschen zu geben, die darauf angewiesen sind. Nun heißt es für alle Westerwälder: Habe Mut und spende Blut!

Reiner Meutsch, Christina Heinz, Benjamin Greschner, Jörg Backhaus und Pater Dominikus präsentieren die 2. Westerwälder Aufgenblicke.Foto: SMK

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