Allgemeine Berichte | 09.11.2020

Handysammelbox im Rathaus der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel in Kobern-Gondorf

NABU sammelt Handys für Hummel, Biene und Co.

Handysammelbox im Rathaus Kobern-Gondorf. Foto: NABU/Heinz-Werner Lunnebach

Kobern-Gondorf. Wie bereits in vielen Gemeindeverwaltungen steht nun auch im Rathaus der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel in Kobern-Gondorf eine Handysammelbox bereit, um alte Handys sinnvoll und nachhaltig verwerten zu können. Mit dem NABU Osteifel zusammen wurde die Sammelstelle eingerichtet, was das Engagement des NABU beim Handy-Recycling seit 2011 unterstreicht und dem Ziel dient, Ressourcen zu schonen und Projekte zu fördern. Bis 2019 wurde dabei für das NABU-Projekt „Alte Handys für die Havel“ gesammelt, neuerdings fließen die eingenommen Mittel in den NABU-Insektenschutzfonds.

Gute Gründe sprechen für Weitergabe, Reparatur und Recycling. So schlummern nach Angaben des Digitalverbands Bitkom mehr als 105 Millionen alte Handys und Smartphones in deutschen Schubladen. Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen oder an illegale Händler zu geben, schadet der Umwelt und ist auch gesetzlich verboten. Zu viele Schadstoffe gelangen in die Umwelt. Seltene Rohstoffe gehen für eine Wiederverwertung verloren Unnötige Rohstoffe werden in Ländern des globalen Südens weiter abgebaut. Im Vordergrund steht für den NABU daher die Wiederaufbereitung und – falls erforderlich – Reparatur inklusive Austausch von Ersatzteilen von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys oder Smartphones zu erhöhen. Eine Verlängerung der Nutzungsdauer spart 58 Kilogramm CO2 und 14 Kilogramm Ressourcen.

Der Entsorgungspartner AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) verkauft die wiederaufbereiteten Geräte nur in Europa. Nicht mehr funktionsfähige Geräte gibt der NABU zum Recycling an Umicore, die die ökologischsten Schmelzanlagen in ganz Europa betreiben. Beim Recycling der NABU-Handys entstehen Rohstoff-Gewinne von bis zu einem Kilo Gold jährlich, ganz zu schweigen von den Umweltvorteilen. So lässt sich mit zurückgegebenen Altgeräten gleich doppelt für mehr Umweltschutz sorgen: Zum einen wird dadurch sichergestellt, dass Rohstoffe wiederverwertet werden und Schadstoffe nicht auf dem Müll landen. Zum anderen erhält der NABU einen jährlichen Geldbetrag, der in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Mit Hilfe des Insektenschutzfonds werden Ackerflächen und Wiesen durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe als Lebensraum für Insekten gesichert. Zusätzlich werden Ackerrandstreifen zu Blühstreifen umgewandelt, bunt blühende Wiesen und Weiden angelegt und auch Hecken gepflanzt. Um herauszufinden, wie sich die Insektenbestände auf den neuen Flächen entwickeln, wird zeitgleich ein Insektenmonitoring gestartet.

Land in privater Hand soll ebenfalls zu Insektenschutzflächen umgestaltet werden. Hierzu stellt das NABU-Projekt „Fairpachten“ Landwirten, Pächtern und Grundbesitzern seine langjährige Erfahrung beratend zur Verfügung. Unter www.fairpachten.org finden sich dazu nützliche Informationen und hilfreiche Materialien.

Und schließlich ist es ein weiteres Ziel des Insektenschutzfonds, die breite Öffentlichkeit über die wichtige Funktion von Insekten zu informieren. Einfache aber effektive Möglichkeiten werden dazu vorgestellt, wie Insektenschutz auch im Kleinen funktionieren kann.

Pressemitteilung

NABU Osteifel

Plakat zur Sammelaktion „Handys für Hummel, Biene und Co.“ Foto: NABU

Plakat zur Sammelaktion „Handys für Hummel, Biene und Co.“ Foto: NABU Foto: NABU

Handysammelbox im Rathaus Kobern-Gondorf. Foto: NABU/Heinz-Werner Lunnebach

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