Allgemeine Berichte | 04.01.2026, 10:23 Uhr

Insgesamt elf Patienten in Deutschland eingetroffen

Nach Brandkatastrophe in der Schweiz: Patienten werden auch in Rheinland-Pfalz behandelt

Symbolbild. Foto: pixabay.com
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Rheinland-Pfalz. Deutschland nimmt schwerverletzte Patientinnen und Patienten nach Brandkatastrophe in der Schweiz auf. Die Verteilung erfolgt nach dem sogenannten Kleeblattmechanismus, den Bund und Länder während der Corona-Pandemie entwickelt haben.

Insgesamt wurden elf Patientinnen und Patienten nach Deutschland übernommen und einer spezialisierten Behandlung zugeführt. Vier Patientinnen und Patienten wurden im Rahmen bilateraler Vereinbarungen nach Deutschland übernommen. Drei Personen nach Baden-Württemberg, eine Person nach Rheinland-Pfalz.

Sieben Personen wurden über das EU-Katastrophenschutzverfahren (UCPM) nach Deutschland übernommen. Die Verteilung der Patientinnen und Patienten auf Krankenhäuser in den fünf Kleeblättern erfolgt dabei gemeinsam mit den Kleeblattpartnern. Eine Person wurde nach Bayern (Kleeblatt Süd), eine Person nach Rheinland-Pfalz (Kleeblatt Südwest) zwei Personen nach Nordrhein-Westfalen (Kleeblatt West), eine Person nach Niedersachsen (Kleeblatt Nord) und jeweils eine Person nach Sachsen-Anhalt und Berlin (beide Kleeblatt Ost) verlegt.

Die Patientinnen und Patienten wurden luftgebunden via Flugzeug und Hubschrauber nach Deutschland transportiert. Die Schweiz hat mitgeteilt, dass heute keine weiteren Transport- oder Behandlungskapazitäten benötigt werden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bedankt sich bei allen Beteiligten für den Einsatz und für die gezeigte und gelebte Hilfsbereitschaft und spricht den Opfern und Angehörigen seine Anteilnahme aus.

Europäische Unterstützung über den EU-Katastrophenschutzmechanismus

Insgesamt wurden über das EU-Katastrophenschutzverfahren 35 Patientinnen und Patienten nach Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien in spezialisierte Kliniken für Verbrennungsopfer transportiert. Die Transporte wurden dabei durch Frankreich, Italien, Luxemburg, Rumänien und die Schweiz durchgeführt. Unterstützt wurde die Schweiz vor Ort durch spezialisierte Teams zur Behandlung von Verbrennungsopfern aus Frankreich und Italien.

Dies zeigt die Leistungsfähigkeit und die gelebte Solidarität der europäischen Gemeinschaft, die mit Hilfe des EU-Katastrophenschutzverfahrens zielgerichtet eingesetzt werden kann.

Kleeblatttransporte entlasten Krankenhäuser

Der Kleeblattmechanismus wurde während der Corona-Pandemie von Bund und Ländern gemeinsam entwickelt, um bei außergewöhnlichen Lagen eine koordinierte, länderübergreifende Verteilung von Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Partner im Kleeblattmechanismus sind Vertreterinnen und Vertreter der Länder, des Arbeitskreises für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz, des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesministeriums des Innern, des Bundesministeriums der Verteidigung, des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, des Robert-Koch-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden. Pressemitteilung Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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