Allgemeine Berichte | 18.10.2025, 09:50 Uhr

Rätselraten um das gerissene Schaf bei Kempenich geht weiter

Nach Schafsriss in Kempenich: DNA-Analyse schließt Wolf als Täter aus

Das Rätselraten um das gerissene hochträchtige Schaf auf einer Weide bei Kempenich geht weiter. Foto: GS

Kempenich. Das am Samstag, 13. September, gerissene hochträchtige Schaf und zwei verschwundene Schafe von einer Weide bei Kempenich geben weiter Rätsel auf. Der Vorfall war Koordinationszentrum für Luchs und Wolf (KLUWO) in Trippstadt gemeldet worden. Es ging um den Verdacht eines großen Beutegreifers als möglichen Täter.

Eine Begutachtung durch einen Sachverständigen wurde vor Ort noch am selben Tag durchgeführt. Es wurden DNA-Abstriche genommen, die an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt wurden. Bei der Untersuchung der Genproben wurde keine DNA eines großen Beutegreifers, also eines mutmaßlichen Wolfs, nachgewiesen. Dazu teilt dasd KLUWO mit: „Im Rahmen der Begutachtung und DNA-Analysen wurden keine Hinweise auf die Beteiligung eines Großkarnivoren festgestellt.“

Der Schadensfall ereignete sich in der Verbandsgemeinde Brohltal. Diese liegt laut KLUWO außerhalb der derzeit ausgewiesenen Präventionsgebiete. „Bei der Begutachtung war kein vollständig den Vorgaben des Grundschutzes entsprechender Herdenschutz vorhanden. Das Vorhandensein einer Zäunung gemäß der Vorgaben des Grundschutzes wäre bei einem Wolfsübergriff außerhalb eines ausgewiesenen Präventionsgebiets keine Voraussetzung für eine Ausgleichszahlung für die wolfsbedingte Schäden.“

Dass Wölfe in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Monaten auch „außerplanmäßig“ unterwegs waren, stellen laut KLUWO jedoch Nachweise außerhalb der ausgewiesenen Präventionsgebiete festgestellt. So am 10. Juli in der Verbandsgemeinde Birkenfeld: Dort geht ein Damwildriss laut DNA-Analyse auf einen Wolf mit dem Haplotyp HW22, der genetisch zugehörig zur Alpen-Italienischen Population ist. Am 12. Juli geht Rehwildriss in der Verbandsgemeinde Loreley laut DNA-Nachweis auf das Konto eines Wolfs mit dem Haplotyp HW01, genetisch zugehörig zur mitteleuropäischen Flachlandpopulation. Es soll sich um den Wolfsrüden GW4834m gehandelt haben, der im Juni in Hessen in Deutschland zum ersten Mal genetisch nachgewiesen wurde. Alter sowie das Ursprungsrudel sind jedoch unbekannt. Und am 20. September wurde in Altenkirchen-Flammersfeld das Skelett eines Wolfes mit dem Haplotyp HW01 gefunden. Auch er wird daher genetisch der mitteleuropäischen Flachlandpopulation zugerechnet.

Wer oder was das hochträchtige Schaf bei Kempenich gerissen hat, bleibt weiter offen. GS

Das Rätselraten um das gerissene hochträchtige Schaf auf einer Weide bei Kempenich geht weiter. Foto: GS

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606 /  AZ Entdeckerbonus
Wohnträume im Kreis AW
"Wohnträume" Kreis AW
Wohnträume Kreis Ahrweiler
Wohnträume Kreis AW
Empfohlene Artikel
Bei Wildkaninchen in Koblenz ist das RHD-Virus nachgewiesen worden. Symbolbild.
153

Nachdem in den vergangenen Tagen im Bereich der EPG-Arena auf dem Koblenzer Oberwerth wiederholt tote Wildkaninchen gefunden wurden, hat das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz mehrere Tiere im Landesuntersuchungsamt Koblenz untersuchen lassen. Dabei wurde das RHD-Virus Typ 2 (RHDV-2) als Todesursache festgestellt. Jetzt den ganzen Beitrag im RegioMAGAZIN lesen.

Weiterlesen

Übersichtsplan zum Fördergebiet.
201

Die Stadt Andernach wurde vom Ministerium des Innern und für Sport in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“ aufgenommen. Damit ist der Startschuss für einen langfristig angelegten Stadterneuerungsprozess in der Östlichen Altstadt gefallen. Jetzt den ganzen Beitrag lesen im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel