Unkel feierte das katholische Hochfest des heiligsten Leibes und Blutes Christi
Nach der Prozession startete das Pantaleon-Pfarrfest
Unkel. Betend und singend zogen die Mitglieder der Unkeler Pfarrgemeinde an Fronleichnam vom Park des Sankt Pantaleon-Seniorenheims über die Scheurener Straße zur nächsten „Statio“ am Schröterkreuz. Eskortiert von den Offizieren der Junggesellen aus Unkel und Scheuren sowie von den Vorständen der beiden Bürgervereine strebte die Prozession, bei der die Monstranz mit dem Allerheiligsten unter dem Himmel mitgeführt wurde, dann vom Altar am Nordeingang zur Altstadt am Neven-Dumont-Platz beim Stadt-Weinberg über die dritte „Statio“ am Christinenstift die Pfarrkirche an, wo der Schlusssegen erteilt wurde.
Zuvor hatte Pfarrer Andreas Arend das Hochamt zum Fest des Leibes und Blutes Christi im Schatten der mächtigen Bäume im Park des Altenheims zelebriert.
Traditionelles Pfarrfest
Traditionell an Fronleichnam gefeiert wird in Unkel das Pfarrfest von Sankt Pantaleon gefeiert. Und so herrschte bei strahlendem Sonnenschein reges Treiben am Corneliaweg rund um das Pfarrheim. Zusammenstürzende Dosenberge gab es dieses Mal allerdings nicht, luden die Messdiener doch direkt am großen Torbogen der Anlage zum Mausefallenwurf ein, während Leseratten in den reichhaltigen Angeboten des Bücherflohmarktes stöberten und Urlaubslektüren suchten. Mit dem Erlös aus dem Verkauf von „Bausteinen für das Colosseum“ versuchten die Messdiener die Kosten für ihre Romfahrt etwas zu senken.
Im Pfarrsaal hatten fleißige Hände die Cafeteria mit dem umfangreichen Kuchenbuffet gegenüber der Salatbar aufgebaut, während sich draußen der Duft von frischen Waffeln mit dem von Grillwürstchen und Steaks mischte. „Der Kaffee, der hier serviert wird, ist natürlich ein Fair-Trade-Produkt“, versicherte Uta Thomalla am Eine-Welt-Stand, der am Eingang des Pfarrheims mit seinen fair produzierten Waren Position bezogen hatte.
Gefragt waren aber in erster Linie Eis oder zumindest eisgekühlte Getränke und natürlich Schatten. Auf den mussten die kleinen Sportler vom Sankt Pantaleon Kindergarten nur bei ihrem Auftritt am frühen Nachmittag vor der großen Glasfront des Pfarrheims verzichten, fiel die Wiese an der Stadtmauer wegen den Sanierungsarbeiten als Spielfläche dieses Jahr aus.
„Das geht von Kopf bis Fuß, eine Hand zum Gruß und noch ne Hand zum Gruß. Wir machen winke-winke, winke-winke für den Körperteil-Blues!“, sangen sie ihr Frühsportlied, nachdem sie zwei Kreise gebildet hatten. Weiter ging es mit dem „Stampf-und-Klatsch“-Koordinationssong. DL
