Allgemeine Berichte | 04.10.2024

Sanierung der Energiezentralen am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied

Nachhaltiges Energie-Großprojekt erzielt deutliche Energieeinsparungen

Links: Kevin Späth, Haustechnik, Rechts: Jörg Simon, Projektleiter.  Foto: Hanna Valentin

Neuwied. „Ich bin stolz, dass wir das Projekt so reibungslos im Hintergrund umsetzen konnten, ohne den laufenden Krankenhausbetrieb dabei zu stören. Die Energieversorgung war jederzeit sichergestellt“, freut sich der Projektleiter der Marienhaus Dienstleistungen GmbH Jörg Simon. Der Erfolg der Sanierung der Energiezentralen zeigt sich schon nach wenigen Monaten: „Wir sparen damit deutlich Energie ein und reduzieren den CO2-Ausstoß“, so Jörg Simon. Einen hohen Betrag hat das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth in die hochmoderne nachhaltige Sanierung der Energiezentralen investiert, „der sich schon in fünf Jahren amortisiert haben wird“, sagt er.

Fast zwei Jahre hat das Projekt in Anspruch genommen. In der Zeit von 2021 bis 2023 wurden unter anderem die Wärmeverteilungen und die Kälteanlagen erneuert, die Gebäudeleittechnik erweitert und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Das BHKW ist ein 600 PS starker V12-MAN-Motor, der mit Erdgas betrieben wird. Er liefert rund 75 Prozent der im Krankenhaus und in den angrenzenden Gebäuden benötigten Wärme und 60 Prozent des Stroms. Darüber hinaus ist das BHKW zusätzlich in der Lage, überschüssige Wärme im Frühjahr und Sommer mit einer Absorbtionskältemaschine in Kälte umzuwandeln.

Hocheffiziente Pumpen verteilen die Wärme über 40 Heizkreise in den Gebäuden und gewährleisten den hydraulischen Abgleich. Dadurch wird die Wärme in der richtigen Menge gezielt an die Stellen geleitet, an denen sie gebraucht wird. An das neue Wärmeverteilnetz sind alle Gebäude des MHK und zusätzlich die beiden Häuser in der Willi-Brückner-Straße angeschlossen. „Obwohl wir nun mehr Gebäude versorgen, sparen wir so etwa 15 Prozent Wärme ein“, freut sich Jörg Simon über den sichtbaren Erfolg der neuen Wärmeverteilung.

Darüber hinaus wurden die Kälteanlagen erneuert. „In einem Krankenhaus gibt es viele Bereiche, die gekühlt werden, so zum Beispiel der OP, die Räume der Radiologie, das Herzkatheterlabor, die Cafeteria, das Foyer und die Küche“, erläutert Jörg Simon. Herzstück der innovativen Kälteerzeugung ist ein wassergekühlter Flüssigkeitskühler mit magnetgelagertem – und damit verschleißfreiem – Turboverdichter. Die neuen Kältemaschinen, die sich mit einem gleitenden Leistungsbereich von 50 bis 1.400 Kilowatt präzise am Bedarf anpassen können, „haben eine überragende Lebensdauer und eine außergewöhnliche Effizienz“, berichtet er begeistert. Bei der Kälteverteilung wird ebenfalls der hydraulische Abgleich realisiert. Damit sorgt die Anlage für eine passgenaue Verteilung der Kälte. „Auf diese Weise konnten wir schon 30 Prozent der Kälteleistung einsparen“, weiß Simon. Ebenfalls Bestandteil der Kälteanlage sind die drei auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz installierten Rückkühlwerke. Im Rahmen des Projektes wurde auch die Dachfläche saniert und gedämmt und trägt so ebenfalls zur Energieeinsparung bei.

Zusätzlich wurde die Gebäudeleittechnik erneuert. Zusammen mit Jörg Bargon, dem stellvertretenden Leiter der Haustechnik, ist Jörg Simon dadurch in der Lage sämtliche Systeme zu kontrollieren und etwaige Fehler sofort zu erkennen. Das sei perfekt zur Optimierung des Energieverbrauchs, sagt er. Und das Ergebnis könne sich sehen lassen: Zukünftig werden rund 800.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr eingespart. Damit sinkt der Stromverbrauch um rund 20 Prozent und das Klinikum reduziert den CO2-Ausstoß um rund 500 Tonnen pro Jahr. „Insgesamt senken wir damit die Energiekosten um 30 Prozent“, so Simon.

Links: Kevin Späth, Haustechnik, Rechts: Jörg Simon, Projektleiter. Foto: Hanna Valentin

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