Möhnensitzung in Müden
Narren aus Nah und Fern füllten die Narrhalla
Greet Möntenich und Beate Hölzenbein führten mit viel Wortwitz durch das Spektakel
Müden. Der Müdener Möhnenverein hatte traditionell zur Sitzung geladen und viele Narren aus Nah und Fern füllten die Narrhalla. Greet Möntenich und Beate Hölzenbein führten mit viel Wortwitz durch das 5-stündige Spektakel. Nach dem Einmarsch der Obermöhn Hilde I. mit Gefolge und einer witzigen Begrüßung war die Bühne bereit für Kinderprinzessin Ida (Ida Emmerich) und Hofdame Ronja (Ronja Dehen) mit ihrer Garde.
Gleich danach hatte die Große Garde ihren Auftritt. Mit schmissigem Gardetanz wussten sie, eingeübt von Jessica Schommer und Louisa Klasen, das Publikum zu begeistern.
Drei ganz verschiedene Damen (Rita Hartung, Beate Hölzenbein und Gerda Möhlig) mussten beim Zollbeamten (Sybille Odenthal) so manche Überraschung aus ihrem Koffer präsentieren. Nach der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste zeigte die Kleine Garde, dass man sich um den Nachwuchs im Tanzbereich keine Sorgen machen muss. Michaela Haas und Carina Blümmert verwandelten sich aus der Putzfrauentracht in heiratswillige Vamps und sie entdeckten im Internet einige Kontaktanzeigen Müdener Bürger, die sie mit spitzer Zunge bewerteten. Hierbei floss natürlich auch das Dorfgeschehen mit ein und sie nahmen sich und andere trefflich auf die Schippe. Der Möhnenvorstand hatte sich dieses Jahr mit der schweren Arbeit der Bauarbeiter beschäftigt und stellte diese tänzerisch dar. Nur ein gut aussehendes Mädchen (Achim Möntenich) ließ sie kurz die Arbeit vergessen.
Sonja Loch und Andrea Probst, Urgesteine der Müdener Fastnacht, trafen sich zufällig mit ihren Kindern im Park und die feine Dame und die einfache Frau stellte in dem hervorragenden Sketch die nicht so feinen Nuancen der Kindererziehung dar.
Die JGV Dance Crew hatte sich, gemeinsam mit den Übungsleiterinnen Ellen Hauck und Heba Helal, einen sportlichen Tanz ausgesucht.
Als Boxer, Surfer und Fußballer zeigten sie ihr Bewegungstalent und entkräfteten damit die Meinung, dass Junggesellen nur im Trinken Höchstform erreichen.
„Wir sind Witwen und wieder zu haben“
Der Elferrat machte, wie jedes Jahr, dem Möhnenverein seine Aufwartung und hatte einige Überraschungen als Geschenk im Gepäck. Nach der Pause folgte ein Gesangsvortrag unter dem Thema „Wir sind Witwen und wieder zu haben“. Elke Klasen, Christiane Kedack, Katja Müller, Claudia Daum, Monika Zenz und Gabi Vallendar priesen sich und ihre Vorzüge in dem selbst getexteten Couplet an. Danach waren einige Tanz-Hochkaräter zu sehen. Die Tanzgruppe der Feuerwehr, eingeübt von Jenny Schneider, Jana Ibald und Jenny Herter stellten eine unglückliche Liebesbeziehung mit Happy-End dar und erhielten viel Beifall. Sichtlich gerührt nahm Margarete Barz den Orden für ihr langjähriges Wirken entgegen. Schwungvoll präsentierte die Chorgemeinschaft mit der Band Blue Diamonds die Vorzüge der Müdener Vereine und den guten Zusammenhalt im Dorf. Obermöhn Hilde nahm im letzten Lied, nicht ohne Wehmut, Abschied von ihrem Amt und wünschte ihrer Nachfolgerin viel Spaß an der Freud. „Der Berg ruft“, so lautete das Motto der nächsten Tanzgruppe.
Die mehrfach ausgezeichnete Showtanzgruppe „Elztalzauber“ aus Moselkern unter ihrer Übungsleiterin Heike Hagen zog die Narren mit ihrem Tanz, gespickt mit akrobatischen Höchstleistungen, in den Bann und wurde mit viel Beifall bedacht. Nach der Begrüßung der zahlreichen Möhnenvereine von Eifel, Hunsrück und Mosel erfreuten Florian Schneider und Dennis Marx als Zweibachtaler Nuttenpreller mit einigen Müdener Liedern das Publikum. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Showtanzgruppe „No Limits“ des Sportvereins. Jenny Schneider und Heba Helal hatten mit den 14 Tänzerinnen und Tänzern einen wahrhaft galaktischen Tanz einstudiert. Halsbrecherische Flugeinlagen und riesige Menschenpyramiden wechselten sich mit schnellen Tanzschritten ab. Frenetischer Beifall war der verdiente Lohn. Zum großen Finale versammelten sich noch einmal alle Aktiven auf der Bühne und leiteten schunkelnd und tanzend die Feier bis zum frühen Morgen ein.
