Allgemeine Berichte | 23.06.2020

Golfanlage Schloss Miel: Jugend-Freundschaftsrunde und Aktionen für die Natur

Naturschutz und Golfsport im Einklang

Jugendwartin Marion Meyer mit Golfer/innen beim Anbringen von Insektenhotels auf der Obstwiese. Foto: privat

Swisttal-Miel. Im Rahmen einer Jugend-Freundschaftsrunde fand auf der Golfanlage Schloss Miel eine erste Begegnung mit Kindern und Jugendlichen statt. Gestartet wurde mit der 18-Loch-Runde für die geübteren Junggolfer/innen am frühen Nachmittag, gefolgt von einer 9-Loch-Runde für Einsteiger/innen, die vom Talent Tee abschlugen, das heißt eine deutlich verkürzte Bahn spielten.

„Wir sind glücklich, wieder spielen zu dürfen und beim Golfen können alle Coronaregeln eingehalten werden; man spielt mit ausreichend Abständen und auf der Obstwiese ist so viel Platz, dass auch hier alles nach den behördlichen Bestimmungen abgewickelt werden kann“, erklärt Jugendwartin Marion Meyer.

Annalena Meyer (16) hatte sich mit den Mieler Jugendgolfer/innen eine besondere Aktion für die Natur ausgedacht. Sie erklärte: „Das sich die Jugend im Umweltschutz engagiert, ist jedem seit den zahlreichen ´Fridays for Future Aktionen` klar. Wir engagieren uns lieber im heimischen Golfclub, und so hatte ich die Idee, Insektenhotels anzubringen.“ Betreiber Alexander Thelen unterstützte sofort das Projekt der Jugendlichen. So wurde von den Heranwachsenden auf der Streuobstwiese das erste Insektenhotel angebracht. Weitere werden folgen und sogar ein XXL Insektenhotel ist laut Headgreenkeeper Victor Franke in Planung und wird gemeinsam mit den Jugendlichen gebaut werden. Ein Golfplatz ist immer ein Teil der Natur und funktioniert nur mit der Natur. „Durch die Eingriffe der Menschen in die Naturlandschaft (u.a. durch Pestizideinsatz im Acker- und Gartenbau sowie der Drang zu „aufgeräumten“ Privatgärten) sind leider nur noch wenige natürliche Insektenlebensräume vorhanden. Durch die Errichtung von Insektenhotels finden viele nützliche Insekten wie Hummeln, Wespen und Wildbienen ein Zuhause,“ erklärt Meyer.

Der Mieler Golfplatz bietet zudem vielen anderen heimischen Arten ein Zuhause wie Eidechsen, Turmfalken, Libellen, Dachsen, Füchsen, Kaninchen sowie Fasanen, Gänsen, Enten. Zahlreiche Vogelarten finden in den Biotopen Nistplätze und Nahrung. Viele Nistkästen und Greifvogel-Sitzstangen wurden bereits in Zusammenarbeit mit den Rheinbacher Vogelfreunden aufgestellt. In den letzten 20 Jahren wurden über 20.000 Sträucher und Bäume gepflanzt. Heimische Gewächse wie Weißdorn und Schlehe wachsen Seite an Seite mit Streuobst wie Kirsche und Apfel. Obstbäume und Kompostaufhäufungen sowie Erdwalle und Hecken statt Zäune sind die natürlichen Grenzen um den Golfplatz. Aus diesem Grund gibt es im Mieler Golfclub Bereiche, in denen Golfer kein Zutrittsrecht haben. „Naturschutz und Golfsport im Einklang,“ endet der erfahrene Greenkeeper.

Jugendwartin Marion Meyer mit Golfer/innen beim Anbringen von Insektenhotels auf der Obstwiese. Foto: privat

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