Eine Antwort auf den demografischen Wandel?
Netzwerk Demenz
Kreis Ahrweiler. Die Auswirkungen des demografischen und gesellschaftlichen Wandels machen sich auch im Kreis Ahrweiler bemerkbar. In Zukunft wird eine wachsende Anzahl von Menschen mit Demenz sowohl im privaten Umfeld als auch in sozialen Einrichtungen auf Beratung, Begleitung und Unterstützung angewiesen sein.
Um sicherzustellen, dass Menschen mit Demenz am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, sind bedarfsgerechte Angebote erforderlich, die sowohl den erkrankten Menschen als auch ihren Angehörigen in ihrer Wohnortnähe zur Verfügung stehen. Angesichts der oft enormen Herausforderungen, denen Angehörige, Fachkräfte und ehrenamtlich Tätige im Alltag gegenüberstehen, stellt sich die Frage nach den zukünftigen besonderen Herausforderungen.
Etwa 30 Personen folgten der Einladung von Landrätin Cornelia Weigand zur Veranstaltung mit dem Titel „Netzwerk Demenz - eine Antwort auf den demografischen Wandel im Kreis Ahrweiler?“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassten unter anderem die Gemeindeschwestern Plus, Vertreterinnen und Vertreter von Pflegestützpunkten, stationären Einrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Wohlfahrtsverbänden sowie Angehörige.
Große Bedeutung
Landrätin Cornelia Weigand betonte die Bedeutung der Thematik Demenz und die Notwendigkeit einer gemeinsamen Gestaltung des Wegs zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft. Sie dankte den Partnerinnen und Partnern für ihr Engagement und ihre gute Vernetzung.
Die Veranstaltung wurde von Vertreterinnen und Vertretern des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V., des Pflegestützpunkts Bad Neuenahr-Ahrweiler und des Gesundheitsamts geplant und vorbereitet. Der Austausch wurde von Daniela Stanke von der rheinland-pfälzischen Landesfachstelle Demenz moderiert und konzentrierte sich auf die Bereiche Alltag und Begleitung, Versorgung und Pflege sowie Wohnen.
Siglinde Hornbach-Beckers, Fachbereichsleiterin für Jugend, Soziales und Gesundheit in der Kreisverwaltung, erklärte, dass die Empfehlungen des Teilhabe- und Pflegestrukturplans des Kreises Ahrweiler auf struktureller Ebene als Leitlinien dienen. Sie betonte die Bedeutung einer sozialräumlichen Perspektive, um bedarfsgerechte Strukturen zu entwickeln und den unterschiedlichen Gegebenheiten gerecht zu werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einigten sich auf eine enge Zusammenarbeit in dieser Thematik. Dabei sollen sowohl auf bewährte Ansätze, wie die Erfahrungen mit dem Projekt „Leitstelle/Fachzentrum Demenz“, der Arbeitsgemeinschaft Demenz und die Expertise der Runde, zurückgegriffen werden, als auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Flutereignisses sowie die daraus resultierenden veränderten Strukturen berücksichtigt werden. Der Austausch wird im Frühjahr 2024 fortgesetzt.
BA
