Allgemeine Berichte | 22.11.2018

Paulinenstiftung Wiesbaden übergibt Kühlfahrzeug an Bad Emser Tafel des Diakonischen Werks

Neue Fahrzeuge sorgen für besseren Dienst an Hilfsbedürftigen

Schlüsselübergabe an Fahrdienst-Leiter Günter Gephard: Kristian Brinkmann und Karl Peter Bruch (von links) freuen sich, dass die Unterstützung der Paulinenstiftung für die Anschaffung eines Kühlfahrzeugs den Dienst der ehrenamtlichen Kräfte der Bad Emser Tafel erleichtert.Dekanat Nassauer Land

Bad Ems/Rhein-Lahn-Kreis. Ohne Mobilität geht nichts in einem Flächengebiet wie dem Rhein-Lahn-Kreis. Das gilt nicht nur für das Wirtschaftsleben, sondern auch für helfende Menschen wie diejenigen beispielsweise, die in den Reihen der Tafeln des Diakonischen Werkes arbeiten. Die Paulinenstiftung Wiesbaden hat jetzt gleich zwei neue Fahrzeuge übergeben, eins für das Einsammeln von Lebensmitteln, ein zweites, damit das regionale Werk ihr Beratungsangebot in der Fläche mobiler anbieten kann. Allein in diesem Jahr hat die Stiftung für Projekte im Rhein-Lahn-Kreis rund 664.000 Euro an Fördermitteln gezahlt beziehungsweise zugesagt. Das Tafel-Auto ist eines davon.

Arbeitserleichterung und Kostenreduzierung durch das neue Fahrzeug

Günter Gephard freut sich: „Das neue Fahrzeug ist sehr gut und erleichtert uns die Arbeit enorm“. Das hören Kristian Brinkmann, Vorstand der Diakoniegemeinschaft Paulinenstift und der Vorsitzende des Stiftungsrates Staatsminister a.D. Karl Peter Bruch gern. Die Beiden überzeugen sich bei der offiziellen Fahrzeugübergabe vor Ort in der Bad Emser Tafel, dass die Förderung in Höhe von knapp 30.000 Euro für das Kühlfahrzeug gut angelegt ist. „Was hier ehrenamtlich seit zehn Jahren gestemmt wird, ist enorm“, lobt Bruch das Engagement der vielen helfenden Hände in der Tafel.

Seit fast zehn Jahren ist auch Gephard für die Tafel des Diakonischen Werkes in Bad Ems aktiv, seit drei Jahren macht er die Einsatzpläne für den derzeit elfköpfigen Fahrdienst und achtet auf die Wartung und Pflege des speziell zum Kühlen von Lebensmitteln eingerichteten Fahrzeugs und dass der Tank immer voll ist. „Der alte Wagen war sehr in die Jahre gekommen“, berichtet er den beiden Besuchern. Marion Moll vom diakonischen Werk liefert die Zahlen dazu: Etwa 9000 Euro kostete die Unterhaltung summa summarum im vergangenen Jahr an Sprit, Wartung, Steuern und anderen Verbrauchskosten. Das neue Fahrzeug reduziere die Unterhaltungskosten und den Zeitaufwand, erklärt Gephard. Zusammen mit Fahrer Edgar Maxeiner sammelt er seit 9 Uhr an diesem Vormittag in knapp einem Dutzend Lebensmittelgeschäften und einer Bäckerei in der Region Bad Ems/Nassau Lebensmittel ein, um sie zur Tafel zu transportieren. Dort werden sie wiederum von anderen ehrenamtlich helfenden Händen sortiert und für die Kundschaft abholfertig in Kunststoffboxen portioniert.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2018 füllten die Ehrenamtlichen allein 3100 Boxen. 85 Erwachsene und 65 Kinder in fast 60 Haushalten können die Lebensmittelausgabe derzeit nutzen; fast 38 Haushalte stehen noch auf der Warteliste. Wie wichtig und wertvoll die Förderung der Paulinenstiftung ist, betont auch Burkhard Struth, als er sich im Namen des Diakonischen Werks bei den beiden Stiftungsvertretern bedankt. Sogar Menschen, die Arbeit hätten, seien vermehrt auf die Tafel angewiesen, um über die Runden zu kommen, so Struth. „Und es gibt immer mehr Rentner, deren Rente so gering ist, dass ihnen die Tafel hilft, nicht hungern zu müssen“, weiß Struth aus den Gesprächen der Schuldnerberatung. Das zweite von der Paulinenstiftung gezahlte Fahrzeug soll dem Diakonischen Werk helfen, ihre neu entwickelte aufsuchende Beratungsarbeit ausbauen zu können.

Helferinnen und Helfer verdienen auch praktische Unterstützung

Auch wenn sich keiner der Anwesenden darüber freut, dass es in Deutschland überhaupt der Tafeln bedarf, weil Menschen so wenig Geld haben, dass sie das Angebot des Diakonischen Werkes nutzen, sehen die beiden Stiftungsvertreter das Engagement der allein rund 40 Helferinnen und Helfer in Bad Ems als bewundernswert an, das neben Lob und Anerkennung auch praktische Unterstützung verdiene. „Sie müssen hier heute im Mittelpunkt stehen“, sagt Bruch. „Das Leben hat’s gut mit mir gemeint, da bin ich froh, dass ich davon mit meinem Dienst für die Tafel etwas zurückgeben kann“, begründet Gephard seinen Dienst und fügt hinzu: „Wir könnten für den Fahrdienst noch Unterstützung gebrauchen, damit sich die Einsätze auf mehrere Schultern verteilen und es in Krankheitsfällen nicht zu Engpässen kommt.“

Die erste Ladung an Lebensmitteln hat er mit dem Sortierteam ausgeladen. Jetzt geht es mit dem neuen Fahrzeug weiter zu den Geschäften in Bad Ems; gegen 13 Uhr ist für die beiden ehrenamtlichen Fahrer dann Feierabend.

Pressemitteilung

Dekanat Nassauer Land

Schlüsselübergabe an Fahrdienst-Leiter Günter Gephard: Kristian Brinkmann und Karl Peter Bruch (von links) freuen sich, dass die Unterstützung der Paulinenstiftung für die Anschaffung eines Kühlfahrzeugs den Dienst der ehrenamtlichen Kräfte der Bad Emser Tafel erleichtert.Foto: Dekanat Nassauer Land

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