Vielfältiges Engagement des Orgelbauvereins Langenfeld unterstützt Jahrhundertwerk

Neue „Königin der Instrumente“ sorgt für guten Ton im Eifeldom

13.09.2021 - 09:45

Langenfeld/Vordereifel. Dass es in der Vordereifel einen „Eifeldom“ gibt, wissen nicht nur „Insider“ aus der Region in und um Mayen. Auch bei zahlreichen Pilgern und Besuchern ist diese volksmündliche Bezeichnung der Pfarrkirche St. Quirinus in Langenfeld wegen ihrer imposanten Größe längst „anerkannt“. Dieses Anerkenntnis wird auch durch eindrucksvolle Orgel-Konzerte im Eifeldom immer wieder bestätigt.


Ausdauer und Engagement unterstützen den „guten Klang“


Doch nach mittlerweile 90 Jahren gab die 1924 von Otto Kratochwill aus Bonn errichtete Kirchenorgel „ihren Geist auf“ in einer Weise, die nicht mehr reparabel war. „Damit auch in Zukunft die `Königin der Instrumente´ im Eifeldom mit all ihrer Klangfülle erklingen konnte, wurde 1999 der Orgelbauverein St. Quirinus Langenfeld e.V. gegründet, dem heute 80 Mitglieder angehören“, erklären Ewald Becker und Hajo Höhler das Vereinsziel, den Neubau einer Orgel zu unterstützen. Der frühere Organist und Chorleiter Alois Justen hatte einen Teil seines Nachlasses für das Orgelprojekt zur Verfügung gestellt, was ein vielversprechender Start Vereins-Agierens bestärkte. Die Verwirklichung des Projektes „Orgelneubau“ dauerte zwar 22 Jahre, führte aber am Sonntag, dem 12. September 2021 zur Einweihung und eindrucksvollen Präsentation der neuen Orgel.

Ein inniger Dank und großes Kompliment gilt dem Orgelbaumeister Hubert Fasen aus Oberbettingen (Eifel) und seinem Team, sind sich alle am Orgel-Projekt Agierenden einig. Eine sehr gut erhaltene und qualitativ hochwertige Orgel aus der Stiftskirche Bad Münstereifel konnte von Grund auf restauriert und mit 48 Registern in den Eifeldom eingebaut werden. „Dies ist eine absolut `passende Orgel´, die am hiesigen Standort mit einigen Dispositions-Änderungen in allen Werken zur symphonischen Orgel entwickelt wurde.

Nach dem Abbau der alten Orgel im Herbst 2019 dauerte es knapp zwei Jahre, bis die neue Orgel nunmehr festlich eingeweiht werden konnte. In einer kirchenmusikalischen Andachtsfeier waren Dank, Gebet und festliche Musik angesagt. Pastor, Monsignore, Diakon, Verbandsbürgermeister und Kirchenmusik-Professor agierten an Altar und Orgel bei diesem „Jahrhundert-Ereignis“ einer Orgeleinweihung. Natürlich stand hierbei tiefe Dankbarkeit in der Agenda, auch in einer eindrucksvollen Festschrift , in der alle „Orgelpfeifen-Paten“ aufgeführt sind und auch ehrenamtliche Helfer sowie beteiligte Handwerksbetriebe beim Abbau der alten und Neubau der neuen Orgel in den Dank mit einschließt.


Was passiert mit der vorherigen Orgel?


Zwei gut erhaltene Register der alten Orgel konnten in das neue Klangkonzept der neuen Orgel übernommen werden. Desweiteren hat Orgelbaumeister Fasan drei brauchbare Register, die eventuell in einer anderen Orgel zum Einsatz kommen werden, in Zahlung genommen. Die restlichen Pfeifen und die marode Technik waren nicht mehr verwertbar und wurden entsorgt.

Die Einweihungsfeier und Präsentation der neuen Orgel im „Eifeldom“ gibt natürlich auch Gelegenheit zum Gesprächsaustausch – erst recht zum „guten (Orgel-) Ton“, wie nachfolgend beispielhaft deutlich wird.


Stimmen der Festgäste


Dr. Alexander Saftig, Landrat Kreis Mayen-Koblenz: „Eine Kirche ohne Orgel ist für mich wie ein Mensch ohne Herz. Die Orgel gilt nicht umsonst als die Königin der Instrumente, denn ihre Klänge lösen Emotionen aus. Ich danke dem Orgelbauverein St. Quirinus Langenfeld und seinen Mitstreitern für ihr Engagement und ich wünsche der Gemeinde sowie allen Besuchern der Pfarrkirche, dass sie sich lange an der Pracht und dem imposanten Klang der neuen Orgel erfreuen.“

Alfred Schomisch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel: „Die „neue Königin“ im Langenfelder Eifeldom wird mit ihren 48 Registern ein neues kulturelles Highlight in unserer Region - weit über Langenfeld und die Vordereifel hinaus - darstellen.“

Johannes Geffert, Professor für Kirchenmusik: „Die neue Orgel ‚spielt‘ mit Sicherheit auf einem Spitzenplatz der ‚Regional-Liga‘ Rheinland-Pfalz. Dabei darf man sich auch darüber freuen, dass solch ein Meisterstück von einem Orgelbaumeister der Eifel geplant und gebaut wurde Dankbar erinnere ich an Alois Justen, den außergewöhnlichen Menschen und hingebungsvollen Kirchenmusiker. Sein Traum war eine neue Orgel, sein Erbteil hat sie ermöglicht.

Ewald Becker, Vorsitzender des Orgelbauvereins: „Mein herzlicher Dank gilt allen Mitgliedern des Orgelbauvereins. Mit Spenden und durch die Übernahme von Orgelpfeifenpatenschaften wurde Orgelbau finanziell unterstützt.“

Rudolf Scharrenbach, Organist: „Einen Dank möchte ich an alle aussprechen, die dazu beigetragen haben, dass diese Orgel gebaut werden konnte.“

Carlo Groß, Chorleiter: „Die neue Orgel ist für die Gemeinde und den Chor ein großes Geschenk. Ich wünsche mir, dass sie Menschen zum musikalischen Mitmachen motiviert und wir bald so viele Chorsänger wie Register an der Orgel haben werden.“

Jörg Schuh, Pfarrer: „Ein Gottesdienst kann Menschen unserer Zeit schnell abschrecken – wenn die Predigt schlecht, die Liturgie langweilig ist - oder die Musik die Herzen nicht berührt. Gute Kirchenmusik hat den Menschen im Blick und kann Zugänge zum Gebet, zur Liturgie und zu Gott eröffnen.“

Monsignore Josef Schupp: „Es freut mich sehr, dass ich den Tag der Orgelweihe noch erleben kann und ich die Orgel noch „genießen“ darf.“ PRESS

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