Allgemeine Berichte | 29.11.2016

Notfallseelsorge Rhein-Lahn

Neue Kräfte gesucht

Informationsabend in Nassau am 7. Dezember stellt Interessenten Aufgaben- und Einsatzbereiche vor

Das Team der Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger hofft auf Verstärkung. Infos gibt es während eines Infoabends in Nassau. Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Rhein-Lahn

Rhein-Lahn-Kreis. Die Notfallseelsorge braucht Menschen, die erste Hilfe für die Seele leisten. Um sich und ihre Arbeit vorzustellen, laden die Männer und Frauen zu einem Informationsabend nach Nassau ein, der am Mittwoch, 7. Dezember um 19.30 Uhr in der evangelischen Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald beginnt.

Die Hauptaufgabe der Notfallseelsorge im Rhein-Lahn-Kreis und Westerwaldkreis (NFS) ist es, zur Stelle zu sein, wenn eine Katastrophe über Menschen hereinbricht – und zwar so schnell wie möglich zur Stelle zu sein: „Die unmittelbare Zeit nach einem Unglück ist entscheidend. Wenn jemand das Gefühl hat, in dieser Schocksituation alleine gelassen zu werden, fällt es ihm oder ihr später oft viel schwerer, das Erlebte zu verarbeiten“, sagt die Leiterin der Notfallseelsorge, Pfarrerin Ulrike Braun-Steinebach. „Deshalb ist die erste Hilfe für die Seele so wichtig. Wir sind bei den Menschen und versuchen, diesen schweren Moment ein kleines Stück mitzutragen.“

Umfassende Ausbildung

Vor ihrem ersten Einsatz absolvieren die Helferinnen und Helfer eine umfassende Ausbildung: „Jeder Mensch hat seine Baustellen – natürlich auch jeder in unserem Team“, sagt Ulrike Braun-Steinebach und betont, dass es als Notfallseelsorger nicht darum geht, perfekt zu sein. „Ich muss aber wissen, wo meine wunden Punkte liegen und wie ich mit ihnen umgehen kann.“ Deshalb ist in der NFS-Ausbildung die Biografiearbeit so wichtig. Oder Rollenspiele, in denen man lernt, sich in schwierige Situationen hinein zufühlen. „Außerdem beschäftigen wir uns mit der Theorie der Notfallseelsorge, sprechen über wichtige Rituale, über Tod und Trauer und widmen uns natürlich auch dem Thema Glaube.“

In einem Grundkurs von einer Woche und einem Erweiterungskurs in Einzelterminen werden die Helferinnen und Helfer so gut wie möglich auf das vorbereitet, was sie im Einsatz erwartet. Und trotzdem ist der Ernstfall nie bis ins Letzte planbar. „Die Supervision und die Aufarbeitung unserer Erlebnisse in der Notfallseelsorge sind deshalb ganz zentrale Punkte“, sagt Braun-Steinebach.

So schwierig die Einsätze auch sind: Ulrike Braun-Steinebach wünscht sich, dass noch mehr Menschen die Arbeit der NFS mittragen. „Es ist eine Arbeit, an der man wächst“, sagt sie. „Und je mehr Männer und Frauen in unserem Team sind, desto einfacher wird es, die Aufgaben zu stemmen und sie auch künftig gut bewältigen zu können.“

Weitere Infos zur Notfallseelsorge unter Telefon 0 26 02/95 04 59.

Das Team der Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger hofft auf Verstärkung. Infos gibt es während eines Infoabends in Nassau. Foto: Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Rhein-Lahn

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Schulze Klima -Image
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
First Friday Anzeige März
Osteraktion
Empfohlene Artikel
Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
44

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
17

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
302

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
411

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Daueranzeige
Rund ums Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Titel
Koblenz blüht
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige