Allgemeine Berichte | 13.06.2022

Großer Bahnhof für die neue Autobahnpolizei in Mendig

Neue Polizeiautobahnstation eingeweiht

Schlüsselübergabe an den Dienststellenleiter Frank Heins durch Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen und Innenminister Roger Lewentz.  Fotos: BE

Mendig. Schon im Mai haben die Beamten der aufgelösten Dienststelle Emmelshausen ihren Dienst in Mendig aufgenommen. Am Freitag, 10. Juni, wurde das erweiterte und modernisierte Dienstgebäude, in dem sie mit den Kolleginnen und Kollegen aus Mendig zu einem schlagkräftigen, effektiven Team der Autobahnpolizei zusammenwachsen sollen, in einer Feierstunde mit vielen geladenen Gästen zusammen mit der neuen Raumschießanlage eingeweiht und mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an den Leiter der Dienststelle, Frank Heins, übergeben. Damit ist die Strukturreform der Autobahnpolizei im nördlichen Rheinland-Pfalz abgeschlossen. Nach der vom Mainzer Innenministerium angestrebten Zentralisierung der Dienststellen sind von den bisherigen Polizeiautobahnstationen nur Montabaur, Schweich und Mendig übriggeblieben. Auf die derzeit 66 Beamten an der Laacher-See-Straße entfällt ein Einsatzgebiet von mehr als 300 Autobahnkilometern. Es reicht an der vielbefahrenen A61 von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen bei Grafschaft bis Rheinböllen und auf der A48 von Ulmen bis Koblenz. An der A 571 bei Sinzig und der A573 bei Bad Neuenahr sind die Streifenwagen aus Mendig ebenfalls unterwegs. Viel Arbeit für das Team, das, wie Innenminister Roger Lewentz in seiner Ansprache verriet, zu einer starken Truppe zusammenwachsen soll. Dass man sich aufeinander verlassen könne, sei eine ganz wichtige Voraussetzung für die Arbeit der Polizei. An den vielbefahrenen Autobahnteilstrecken steige die Unfallhäufigkeit nach einer kurzen Verschnaufpause wieder an. Im Bereich der Dienststelle Mendig müsse man allein von 1200-1300 Unfällen in diesem Jahr ausgehen. Langfristiges Ziel sei es, die Zahl der Unfalltoten bis 2050 auf 0 zu senken. Mehr Verkehrssicherheit verspricht Lewentz sich von der Installierung einer hochmodernen Anlage, die Handyverstöße am Steuer noch effektiver erkennen und erfassen soll. Lewentz dankte seiner Kabinettskollegin Doris Ahnen in diesem Zusammenhang ausdrücklich dafür, dass ihr Ministerium mit fast 11 Millionen Euro die Modernisierung der Dienststelle ermöglicht und die Ausbildungsmöglichkeiten der Beamten im gesamten Polizeibezirk Koblenz durch den Bau einer Raumschießanlage erheblich verbessert habe. Der Innenminister erinnerte an die tragischen Ereignisse in Kusel. Dort wurden erst kürzlich zwei junge Beamte bei ihrem Einsatz getötet.

Gute Voraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten bieten die Arbeitsplätze im sanierten und erweiterten Bestandsbau der Polizeistation. Hier wurde mit rund 600 000 Euro modernste Überwachungs- und Kommunikationstechnik installiert und Diensträume für 21 Teams geschaffen, die in fünf Schichten Dienst tun. Auf rund 590 Quadratmetern stehen außerdem geräumige, moderne Umkleidemöglichkeiten und ein kleiner Gym für die Beamten zur Verfügung. In den Kellerräumen können kurzzeitig drei Personen in Zellen untergebracht werden. Bau- und Finanzministerin Doris Ahnen erläuterte Details der modernen Raumschießanlage, die ihr Ministerium mit 10 Millionen Euro unterstützt hat. „Eine solche Anlage gibt es nicht von der Stange“ so Ahnen. Ihr Dank galt dem Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung, der die Umsetzung begleitete. Auf drei 25-Meter-Bahnen können die 2600 Beamten im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz jetzt ein umfassendes Schusstraining absolvieren. Die Kapazität liege bei 42 Beamten täglich. Sie können mit der Dienstwaffe, einer Laserpistole oder mit der Maschinenpistole. gezielt an ihrer Schusssicherheit arbeiten. Ahnen: „Die Polizei kann sich auf uns verlassen.“ Landespfarrer und Polizeiseelsorger Reinhard Behnke erinnerte in seiner kurzen Ansprache zur Einweihung allerdings auch an den ethischen Konflikt, der mit dem Schusswaffengebrauch verbunden ist.

Das Mainzer Kabinett war an diesem Freitag mit drei Ministern in Mendig vertreten. Ein Zeichen für die neue Wertschätzung , die die Belange der Polizei in der Landespolitik genießen? Auch in Mendig: Gesundheitsminister Clemens Hoch, der, daran erinnerte Roger Lewentz, ein schnelles Impfprogramm für die Polizisten des Landes organisiert hatte. Ebenfalls vor Ort: die Landtagsabgeordneten Anette Moesta und Peter Moskopp aus der Region, die wie Landrat Dr. Alexander Saftig, Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel und VG Bürgermeister Jörg Lempertz signalisierten: Die Polizei gehört zu uns, hier in die Mendig, hier in der Region! Im Mittelpunkt der Feier stand aber die Polizei im Präsidium Koblenz. Sie war mit Polizeipräsident Karlheinz Maron, Patrick Brummer von der Verkehrsdirektion Koblenz und Thomas Fischbach als Leiter des Führungsstabs hochkarätig vertreten. Für den musikalischen Rahmen sorgte ein Quintett des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz.

Lokal- und Landespolitiker waren ebenso vor Ort (v.l.): Anette Moesta (Abgeordnete im Landtag), Landrat Alexander Saftig, Peter Moskopp (Abgeordneter im Landtag), VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Mendigs Ortsbürgermeister Hans Peter Ammel.

Lokal- und Landespolitiker waren ebenso vor Ort (v.l.): Anette Moesta (Abgeordnete im Landtag), Landrat Alexander Saftig, Peter Moskopp (Abgeordneter im Landtag), VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Mendigs Ortsbürgermeister Hans Peter Ammel.

Innenminister Roger Lewentz verspricht sich von der Zentralisierung der Polizeidienststellen mehr Effektivität.

Innenminister Roger Lewentz verspricht sich von der Zentralisierung der Polizeidienststellen mehr Effektivität.

Die moderne Raumschießanlage ermöglicht optimales Schusstraining für alle Beamten des Polizeipräsidiums Koblenz.

Die moderne Raumschießanlage ermöglicht optimales Schusstraining für alle Beamten des Polizeipräsidiums Koblenz.

Schlüsselübergabe an den Dienststellenleiter Frank Heins durch Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen und Innenminister Roger Lewentz. Fotos: BE

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