Allgemeine Berichte | 24.02.2020

Förderverein für das Ignatius-Lötschert-Haus e.V. versammelte sich

Neue Tagespflege ist für immer mehr ältere Menschen hilfreich

Seniorenzentrum im Buchfinkenland findet breite Unterstützung

Der neue Vorstand versprach, sich auch in Zukunft mit voller Kraft für das Ignatius-Lötschert-Haus und seine Bewohner/innen im Buchfinkenland einzusetzen. Foto: Edmund Schaaf

Horbach. „Darf ich jetzt öfter kommen?“ Diese Frage wird den Mitarbeiterinnen der Tagespflege im Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach oft nach einem „Probetag“ in der Einrichtung gestellt. Vielen der meist hochaltrigen Gäste gefallen die familiäre Atmosphäre und die museal eingerichteten Räume meist auf Anhieb. Dies hat dazu geführt, dass das erst seit zwei Jahren bestehende Angebot im Buchfinkenland bereits weitgehend ausgelastet ist. Dies nahmen die Mitglieder des Fördervereins des Seniorenzentrums bei der Jahreshauptversammlung erfreut zur Kenntnis.

Wie immer steht ein Thema rund um die Altenpflege im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung: Diesmal war es die Arbeit der Tagespflege. „Unsere Gäste freuen sich, wenn sie hier ankommen und mit uns den Tag gestalten können“, berichtete Theresa Zimmer als Pflegefachkraft der Betreuungseinrichtung den interessierten Zuhörer/innen.

Angebote finden guten Anklang

Besonders schön sei, dass die vielen Angebote von Musik und Gymnastik bis zum Gedächtnistraining und Kuchenbacken so gut angenommen werden. „Dadurch werden wir spürbar entlastet und der zu leistende Eigenanteil an den Kosten ist überschaubar“, meinte eine Angehörige. Wichtig sei auch, dass die betreuten Seniorinnen und Senioren sich zusammen mit Unterstützung der Medien für das regionale und weltweite Tagesgeschehen interessieren. „Besser wäre es aber“, so Theresa Zimmer, „wenn die Leute künftig einige Jahre früher zu uns kommen würden“.

Bei einem Rundgang konnten sich die Fördermitglieder von den ansprechend zwischen Museum und Moderne gestalteten Räumen überzeugen. Gefallen fanden auch die Räume der ehemaligen „Brüderklausur“, die vom Förderverein teilweise in Eigenleistung renoviert und neu gestaltet wurden. Auch der neue Außenanstrich der kleinen „Marienkapelle“ am Waldrand gefiel allen. Bedauert wurde, dass der angrenzende kleine Fichtenbestand gefällt werden musste, da fast alle Bäume abgestorben waren.

Vereinsvorsitzender Uli Schmidt informierte im Jahresbericht des Vorstandes über die vielfältigen Aktivitäten rund um das Haus, die dazu beigetragen haben, dass der Verein nach wie vor der wohl größte seiner Art in Rheinland-Pfalz ist. „Aber wir werben weiter Mitglieder, damit wir auch künftig möglichst viel für unsere meist pflegebedürftigen alten Menschen in und außerhalb des Altenheimes tun können“, so der Vorsitzende.

Wichtige Themen seien die Schaffung von neuen Wohnformen für ältere Menschen auf dem Gelände ergänzend zur bestehenden Pflegeeinrichtung, die Fortsetzung des Projektes „555 Schritte“, Infoabende rund um die Altenpflege sowie der jährliche Arbeitseinsatz „Aktion Wühlmaus“. Letzterer soll in diesem Jahr am 7. November auf neue Füße gestellt und dadurch für die freiwilligen Helfer vom örtlichen Sportverein und darüber hinaus attraktiver werden.

Notwendige Investitionen

Im Bericht der Heimleitung wies Franz Schmitz auf viele notwendige Investitionen im Haus hin und äußerte die Hoffnung, dass das Problem Leiharbeit weiter begrenzt werden kann. „Wenn wir denken, jetzt geht es ganz ohne, dann kommt schon die nächste Hiobsbotschaft“, so der Heimleiter. Als neue Pflegedienstleitung (PDL) im Haus stellte sich Chris Martin der Versammlung vor. Er zeigte sich stolz darüber, dass zur Mitarbeiterschaft derzeit 16 Auszubildende gehören.

Die vielfältigen Aktivitäten des Fördervereins fanden auch im Kassenbericht von Hubert Kleppel seinen Ausdruck. „Wir konnten im zurückliegenden Jahr über 18.000 Euro ausgeben, mit denen wir viel Gutes bewirken konnten“, anerkannte der Vereins-Schatzmeister die hohe Spendenbereitschaft und das Engagement rund um das Seniorenzentrum.

Besonders lobte er die Festlegung einer inzwischen verstorbenen Bewohnerin, nach der alle Trauerspenden auf ein Sammelkonto kommen und der gesamte Betrag dem Haus und seinen Bewohner/innen über den Förderverein zugutekommen soll. „So konnten wir fast 3.600 Euro beispielsweise für die Pflanzung von Bäumen oder die Herstellung von Holz-Gartenmöbeln nutzen“, lobt Schriftführer Franz-Josef Jung. Auf Antrag von Benno Heibel und Hermann-Josef Schneider als Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet.

Vorstandswahl

Unter Leitung von Edmund Schaaf als „Altbürgermeister“ der VG Montabaur wurde dann ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzender Uli Schmidt, Schatzmeister Hubert Kleppel, Schriftführer Franz-Josef Jung und Peter Wagner als Beisitzer wurden mit größtmöglicher Zustimmung in ihren Ämtern bestätigt. Dies galt auch für die beiden neuen Teammitglieder Ernst Merz als stellvertretender Vorsitzender und Helmut Bandlow als weiterem Beisitzer. Heimleitung und Vorstand dankten den ausgeschiedenen Mitgliedern Wolfgang Paul und Gregor Nelles für langjährige Mitarbeit.

Der neue Vorstand versprach, sich auch in Zukunft mit voller Kraft für das Ignatius-Lötschert-Haus und seine Bewohner/innen im Buchfinkenland einzusetzen. Foto: Edmund Schaaf

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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