Allgemeine Berichte | 04.06.2025, 10:00 Uhr

Die Kreisgruppe Mayen-Koblenz wird am 7.Juni 2025 um 13 Uhr mit einer Menschenkette und Kundgebung am Konrad-Adenauer-Ufer (neben Talstation Seilbahn) Flagge zeigen

Neues Landesjagdgesetz sorgt für Unmut

Symbolbild Quelle: pixabay.com
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Kreis MYK/Koblenz. Aktuell wird der von der Landesregierung vorgelegte Entwurf für ein neues Landesjagdgesetz im Parlament im Eiltempo beraten. Gegen die vom grünen Ministerium geplanten Neuerungen regt sich seit längerer Zeit erheblicher Unmut. Die Protestwelle erreicht jetzt auch den Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz. Am 7. Juni 2025 um 13 Uhr rufen Jägerinnen und Jäger zu einer Menschenkette mit Kundgebung am Konrad-Adenauer-Ufer (Nähe Talstation Seilbahn) in Koblenz auf. Weitere Aktionen werden folgen.

Der Konflikt entzündet sich u. a. an der staatlichen Verordnung zu höheren Abschüssen. Die Jägerinnen und Jäger fühlen sich gegängelt und für Probleme in die Pflicht genommen, die sie nicht verursacht haben. „Seit Jahren wird immer mehr Schalenwild erlegt. In den beiden letzten Jahren wurden so viele Rehe geschossen wie noch nie. Das machen wir in unserer Freizeit und auf unsere Kosten. Wir lehnen es ab, dass wir mit von oben angeordneten Zwangsmaßnahmen zu immer weiteren Abschusserhöhungen gezwungen werden sollen“, fasst Walter Kemp, der Vorsitzende der Kreisgruppe Mayen-Koblenz, die Sicht der Jägerschaft zusammen.

In der Kreisgruppe Mayen-Koblenz sind über 1.000 Mitglieder des Landesjagdverbands organisiert. Kemp mahnt, dass man auch die Folgewirkungen eines neuen Gesetzes bedenken müsse: „Unsere Mitglieder engagieren sich intensiv in ihren Revieren mit Naturschutz- und Hegemaßnahmen. Wir leisten kostenlosen Service für die Landwirtschaft bei der Schadensverhütung, der Jungwildrettung und bei der Prävention von Wildseuchen. Wir helfen der Verwaltung mit der freiwilligen Entsorgung von Unfallwild und durch die Mitarbeit in Gremien und Kommissionen. Mit dem von der Regierungskoalition in Mainz gewollten neuen Gesetz wird unser ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft mehr als in Frage gestellt“, betont der Kreisgruppenvorsitzende und verweist auf den Kampagnenslogan des Landesjagdverbandes „Wer macht‘s wenn nicht wir?“.

Ein neues Jagdgesetz ist aus der Sicht des 20.000 Mitglieder starken Landesjagdverbandes nicht notwendig. Das nun auf den Weg gebrachte Werk beruhe auf sachfremden Vorgaben, vernachlässige den Tierschutz und sei symptomatisch für den politischen Zeitgeist: Statt bestehende Gesetze effizient zu nutzen, betreibe man lieber grüne Verbots- und Symbolpolitik, merkt Kemp weiter an. Die Politik wolle jetzt mit ihrem Vorhaben durch die Wand, um das Thema aus dem Landtagswahlkampf herauszuhalten. „Das wird aber nicht gelingen – wir bleiben dran“, sagt der Vorsitzende kämpferisch.

Pressemitteilung Kreisgruppe Mayen-Koblenz im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.

Symbolbild Quelle: pixabay.com

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