Allgemeine Berichte | 02.12.2025

Flexibler Hochwasserschutz im Kreis Ahrweiler

Neues mobiles Hochwasserschutzsystem für schnelle Reaktion

Kreis Ahrweiler. Der Kreis- und Umweltausschuss des Landkreises Ahrweiler hat kürzlich beschlossen, ein freistehendes, mobiles Hochwasserschutzsystem anzuschaffen.

Dieses System, bestehend aus beweglichen Schutzwänden, ermöglicht eine flexible Reaktion auf drohende Hochwasser- und Starkregenlagen und sichert gefährdete Gebiete kurzfristig ab.

Die Kosten für die Anschaffung belaufen sich auf etwa 230.000 Euro und werden durch Mittel aus dem Spendenkonto „Hochwasserhilfe“ finanziert.

Landrätin Cornelia Weigand hebt hervor, dass die Spendenmittel, die nach der Flut 2021 eingegangen sind, effektiv und nachhaltig im Interesse der betroffenen Einwohner genutzt werden sollen. Das neue Schutzsystem ergänzt die bereits umgesetzten oder geplanten Maßnahmen zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge.

Das zu beschaffende System ist ein sogenanntes Sandsack-Ersatzsystem, das im Gegensatz zu den aufwendig aufzubauenden Sandsack-Wällen aus freistehenden Modulen besteht. Diese Module sind speziell für den Einsatz in Bereichen entwickelt, in denen bauliche Schutzmaßnahmen nicht möglich sind. Ein besonderes Merkmal ist die automatische Verankerung und Stabilisierung der Module durch den steigenden Wasserdruck, was einen schnellen Aufbau mit wenig Personalaufwand auch auf unebenem Gelände ermöglicht. Diese Schutzwände stehen nicht nur den Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises zur Verfügung, sondern auch den Einsatzkräften in den Kommunen.

Das System kann vielseitig eingesetzt werden, etwa zum Schutz vor übertretenden Bächen und Flüssen, plötzlich auftretendem Oberflächenwasser nach Starkregen, Sturz- oder Springfluten, als Lenkungseinrichtung von Bächen und Flüssen sowie zur Sicherung von Leckagen in Rohrleitungssystemen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass einige Kommunen sowie angrenzende Landkreise bereits über kompatible Hochwasserschutzsysteme verfügen. Die Verbandsgemeinden Bad Breisig und Altenahr sowie die Stadt Sinzig werden sich der Beschaffung anschließen und zusätzliche Module erwerben. BA

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