Neulich vapend auf dem Schulhof
von Gregor Schürer
Neulich habe ich über ein Problem an den Schulen gelesen. Es geht um das Vapen. Sie wissen nicht genau, was das ist? Vapes sind E-Zigaretten, mit denen man verdampfte Flüssigkeiten inhaliert. Ohne Tabakverbrennung, aber keineswegs ohne Risiko. Denn die Aroma- und Trägerstoffe belasten Lunge und Atemwege. Die gesundheitlichen Langfolgen sind noch weitgehend unerforscht. Deshalb ist der Verkauf der Verdampfer nur an Personen ab 18 Jahren erlaubt. Doch gerade bei der Zielgruppe der Jugendlichen ist der Hype um die Vapes groß, sie sehen schick aus und schmecken nach Früchten, Minze, Cola oder Cheesecake.
Deshalb entwickelt sich das Vapen zu einem Problem in den Schulen, auch des Ahrkreises. Natürlich ist es dort streng verboten, unabhängig vom Alter. Dennoch ist es unter den SchülerInnen weit verbreitet. Also muss das Verbot kontrolliert werden, auch wenn das in geschützten Räume wie Toiletten schwierig bis unmöglich ist. Es gilt eine Null-Toleranz-Politik, sobald jemand erwischt wird, informiert die Schule die Eltern. Außerdem versuchen die Schulen, dem Modetrend pädagogische sowie präventive Angebote entgegen zu setzen. Das ist das eine. Das andere ist, dass im Elternhaus und in der Familie klare Haltung bezogen wird. Und daran hapert es wohl in so manchen Fällen. Schlimm genug, wenn die Eltern selbst rauchen oder vapen und demnach nicht als Vorbild taugen. Es geht aber noch viel schlimmer, ich konnte es kaum glauben, als ich es erfuhr. Vereinzelt gibt es Eltern, die ihren minderjährigen Kindern diese Suchtmittel kaufen! Weil die es im Geschäft als Minderjährige nicht selbst kriegen. Und die von den Kindern dann wiederum an andere Kids weitergegeben werden.
Das macht mich fassungslos. Gibt es wirklich solche Eltern – besser gesagt Rabeneltern - die noch nichts von Verantwortung gehört haben? Die Antwort lautet: Leider ja. Dazu fällt mir, um im Schuljargon zu bleiben, nur Eines ein: Setzen, Sechs!
