Allgemeine Berichte | 27.11.2024

Aktionstag: NEIN zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Neuwied setzt Zeichen und sensibilisiert für Hilfsangebote

In der Neuwieder Innenstadt informierte das Aktionsbündnis gegen Gewalt an Frauen an einem Stand.  Fotos: Melanie Lange

Neuwied. 360 Mädchen und Frauen wurden im Jahr 2023 Opfer vollendeter Tötungsdelikte. Demnach gab es in 2023 beinahe jeden Tag einen Femizid in Deutschland – also einen geschlechterbezogenen Mord an einer Frau. Über 80 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt sind weiblich. Das ergibt der alarmierende erste Lagebericht „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ des Bundeskriminalamtes. Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen organisierten die beiden Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Birgit Bayer und Astrid Thol auch in diesem Jahr mehrere Aktionen in Neuwied. Sie verschaffen dem gravierenden Problem Aufmerksamkeit, klären über Hilfsangebote auf und positionieren sich klar: Gewalt gegen Frauen hat hier keinen Platz!

Das Aktionsbündnis gegen Gewalt an Frauen und Mädchen lud rund um den Aktionstag zu einer Reihe von Veranstaltungen, die das Thema in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit rücken und über verschiedene Hilfsangebote informieren. Ein Kino-Spezial im Minski, ein Selbstbehauptungskurs für Frauen und ein Vortrag zur Instanbul-Konvention standen auf dem Programm. Das Engagement am Informationsstand in der Innenstadt war verbunden mit einem Marsch durch das Stadtzentrum.

Ein zentrales Element sind zudem die Banner mit dem klaren Statement „NEIN! zur Gewalt gegen Frauen und Mädchen“, die vom 25. November bis zum 10. Dezember an den Neuwieder Verwaltungsstandorten zu sehen ist. Der Neuwieder Stadtvorstand unterstützt die Aktion ausdrücklich. „Als Stadt stehen wir geschlossen gegen jede Form von Gewalt und setzen uns dafür ein, dass Frauen und Mädchen in Neuwied sicher leben können. Häusliche Gewalt in jeglicher Form verurteilen wir. Es ist wichtig, dass betroffene Frauen wissen, dass sie nicht allein sind und dass ihnen Hilfe zusteht“, betont Oberbürgermeister Jan Einig.

„Jedes Jahr aufs Neue sind die Zahlen der Gewaltstatistiken schockierend. Sie müssen uns motivieren, ganz klar Stellung zu beziehen. Nicht nur am Aktionstag, sondern jeden Tag“, schlussfolgert Birgit Bayer, „und die Hilfsangebote für betroffene Frauen müssen weiter ausgebaut werden.“ „Frauen, die Gewalt erfahren, können sich jederzeit kostenlos unter 116 016 anonym an das bundesweite Hilfetelefon wenden. Es kann für mehrere Sprachen gedolmetscht werden. Und auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachpersonal können Beratung einholen“, erklärt Astrid Thol.

Pressemitteilung

Stadtverwaltung Neuwied

Birgit Bayer (links) und Astrid Thol (rechts) organisieren als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied auch eine Banneraktion an den Verwaltungsstandorten. Neuwieds Stadtvorstand, Oberbürgermeister Jan Einig (Mitte), Bürgermeister Peter Jung (2. v.l.) und Beigeordneter Ralf Seemann (2. v.r.) unterstützen die Aktion ausdrücklich.

Birgit Bayer (links) und Astrid Thol (rechts) organisieren als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied auch eine Banneraktion an den Verwaltungsstandorten. Neuwieds Stadtvorstand, Oberbürgermeister Jan Einig (Mitte), Bürgermeister Peter Jung (2. v.l.) und Beigeordneter Ralf Seemann (2. v.r.) unterstützen die Aktion ausdrücklich.

In der Neuwieder Innenstadt informierte das Aktionsbündnis gegen Gewalt an Frauen an einem Stand. Fotos: Melanie Lange

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Schulze Klima -Image
Werksverkauf Anhausen
Anzeige "Rund ums Haus"
Berufskraftfahrer gesucht
Biergarteneröffnung
Zukunft trifft Tradition KW 18
Betriebsferien Mai 2026
Jubiläum
10 Jahre NoWi
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
52

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Die Vierklässler entdecken die Römerwelt.  Fotos: Grundschule Rheinbrohl
35

Rheinbrohl. Ein außergewöhnliches Projekt voller Entdeckungen, Abenteuer und lebendiger Geschichte liegt hinter den vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl. In den vergangenen Wochen verwandelte sich der Unterricht in eine kleine Römerwelt. Im Rahmen eines umfangreichen Römerprojekts tauchten die Kinder tief in das Leben der alten Römer ein und erfuhren Geschichte nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
43

Junger Mann war von seinen Großeltern zur Hilfe gerufen worden und hinderte Betrüger an der Flucht

29.04.: Betrugsversuch in Köln: Enkel stellt falsche Polizisten und übergibt sie der richtigen Polizei

Köln. Ein 26 Jahre alter Mann hat am Mittwochabend (29. April) einen mutmaßlichen falschen Polizisten in Köln-Esch gestellt und der echten Polizei übergeben. Der Tatverdächtige und sein noch flüchtiger Komplize sollen kurz zuvor versucht haben, sich als angebliche Kripobeamte Zutritt zum Haus der Großeltern des 26-Jährigen in der Gartenstraße zu verschaffen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
107

Dillendorf (Hunsrück). Am 01.05.26 gegen 10:31 Uhr kam es im Kreuzungsbereich K1/K3 unmittelbar hinter dem Ortsausgang Dillendorf in Fahrtrichtung Dill zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand missachtete ein von Sohrschied kommender Kradfahrer im Kreuzungsbereich die Vorfahrt eines in Fahrtrichtung Dill fahrenden PKW. Das Motorrad samt Fahrer kam im Straßengraben zum Liegen.

Weiterlesen

Symbolbild Foto: pixabay.com
26

eCall-System lotste Einsatzkräfte nach Unfall ohne Zeugen zu verletzten Senioren

28.04.: Unfall auf der B327: Älteres Ehepaar landet unfreiwillig in Waldstück

Waldesch. Am 28. April kam es gegen 11:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Hunsrückhöhenstraße (B327) zwischen Waldesch und Dieblich/Nassheck. Ein älteres Ehepaar aus dem Lahn-Dill Kreis kam nach ersten Erkenntnissen aufgrund gesundheitlicher Probleme des Fahrzeugführers mit seinem PKW alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in unbefestigtes Gelände.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2026
Innovatives rund um Andernach
Maikirmes Franken
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Heizöl/Diesel/Holzpellets
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Image
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Nachruf Karl-Heinz Knops