Allgemeine Berichte | 28.11.2016

Märchenhafter Weihnachtsmarkt in Isenburg

Nikolaus in der Kutsche, Lebende Krippe und stimmungsvolle Beleuchtung

Nikolaus in der Kutsche, Lebende Krippe und stimmungsvolle Beleuchtung

Isenburg. Einen wunderschönen Weihnachtsmarkt in einzigartigem Ambiente zu veranstalten, damit hat das kleine Isenburg kein Problem. Stellen doch die beleuchtete Burgruine und die Kirche hoch oben auf einem Felsen über dem Ort ein einzigartiges Panorama für den Markt dar. Eher sind die Parkplätze das Problem. Von Jahr zu Jahr nehmen die Besucherzahlen zu.. Mit Erreichen des Hochplateaus zwischen Kirche und Burgruine erlebt das Publikum zauberhafte Stunden vor einer märchenhaften Kulisse. Ortsbürgermeister Detlev Mohr stand mit dem Handy vor der Kirche und managte den Ablauf.

„Der Isenburger Adventsmarkt findet alle zwei Jahre statt. Die Vereinsgemeinschaft organisiert das. Mit vielen Sitzungen wird das vorbereitet. Das ist schon viel Arbeit. Das Geld, das dabei verdient wird, kommt wieder dem Ort zugute. Voriges Jahr haben wir 10.000 Euro für den Spielplatz gespendet.

Das waren allerdings dann auch die Einnahmen mehrerer Jahre. Dieses Jahr haben wir für den Weihnachtsmarkt neue Beleuchtungen angeschafft. Das sind dann gleich schon wieder große Ausgaben. Auch der Torbogen unten am Beginn des Aufstiegs zur Kirche wurde mit Lichtern neu gestaltet.“

Der Platz zwischen den Weihnachtshäuschen, in denen Glühweih, Weihnachtsplätzchen und Geschenkartikel verkauft werden, ist in diesem Jahr komplett mit Holzhackschnitzeln bedeckt, auf denen es sich wunderbar weich stehen und gehen lässt. Auch das war eine Investition von 200 Euro für die Veranstalter. Aber Detlev Mohr sagt: „Es geht uns nicht in erster Linie ums Geld verdienen. Es geht darum, dass die Leute Spaß haben und gerne hier hinkommen. Unser Markt lebt von der stimmungsvollen Beleuchtung. Das spricht sich herum. Mittlerweile kommen die Besucher von weit her angefahren, sogar aus Nasstätten und aus Wiesbaden habe ich welche getroffen.“

Die Vereine, die all das möglich machen sind der Sportkegelverein Grün-Weiß Isenburg, der Möhnenverein, die Frauengemeinschaft, der Gesangverein und der Burgenverein. Unter den Ausstellern befand sich auch die Fischerhütte Isertal, wo es leckeren Fisch zu essen gab. Grundsätzlich wird darauf geachtet, dass keine Krammarkthändler kommen. Dafür wäre der Platz auch viel zu begrenzt. Die Bestücker der insgesamt 18 Stände wurden alle einzeln ausgesucht. Das Holz für die Hütten wurde im Wald geschlagen, vor

Ort geschnitten und zusammengebaut. „Alles Natur!“, versichert Ortsbürgermeister Mohr. Zwei Wochen haben die Rentner von Isenburg unentwegt am Aufbau des Hüttendorfes gearbeitet. Unterstützt wurden sie vom Heimat- und Verschönerungsverein. Nach der Zahl der Besucher gefragt, muss Detlev Mohr passen. Es ist schwer, in dem Getümmel den Überblick zu behalten. Aber fünfzehnhundert bis zweitausend könnten es schon sein, wagt er eine Schätzung. Fleißig bespielte der Bläserchor der Dierdorfer Nelson-Mandela-Realschule die Gäste mit Weihnachtsliedern. Im vorausgehenden Gottesdienst in der Kirche ertönten die Stimmen des Gesangvereins Harmonie. Anschließend traten der noch junge Kinderprojektchor aus Thalhausen auf und die Singgemeinschaft „Zeitgeist“.

Auf der Treppe vor der Kirche wird der Bischofsstuhl aufgebaut, auf dem im festlichen Ornat des Heiligen St. Nikolaus Diakon Norbert Hendricks Platz nimmt und jedem einzelnen Kind, das zu ihm die Treppen

emporsteigt, eine Tüte mit Süßigkeiten überreicht, darin unter anderem ein Nikolaus aus Fair-Trade-Schokolade. Stilecht wird der Nikolaus mit einer Kutsche aus dem Tal den Berg hinauf gefahren. Das Gespann und seine Fahrerin kommen aus Giershofen.

Ebenfalls eine Attraktion auf dem Isenburger Weihnachtsmarkt ist die „Lebende Krippe“. Sie gibt es jetzt zum zweiten Mal. Zwar sind es nicht Esel und Ochse, die hier friedlich an ihrem Heu knabbern und sich von den Kindern streicheln lassen. Aber zwei friedliche Esel, „Elvis“ und „Bonnie“, sind auch bestens für diesen Job geeignet. Im historischen Gewand betreuen Josef und Maria den Stall der beiden Tiere. Claudia Wolter ist Maria und „die Eselfrau“. Wer den Stand von Michaela Baulig und Birgit Flammersfeld besuchte, durfte nicht an die gute Figur denken. Hier gab es selbstgemachte Weihnachtsplätzchen, Schwarzwälder Kirsch im Glas und - eine Besonderheit - den „winterlichen Waffelkuchen“. Waffeln, Dickmilch, Vanille, Sahne, Tortenguss, Cranberrys und Marzian sind die Zutaten, den Rest des Rezeptes verrieten die Frauen nicht. Etwas Herzhaftes, geeignet für richtig kalte winterliche Verhältnisse, gibt es am nächsten Stand: Hausgemachte Markklößchen-Suppe! Im Verlauf des Abends gehen davon etliche Liter über den Verkaufstisch. Auch viele Kinder interessieren sich für dieses „altmodische“ Gericht. So verbringen die Besucher des Isenburger Weihnachtsmarktes viele Stunden auf dem Platz zwischen Kirche und Burgruine, bevor sie sich wieder auf den „Abstieg“ ins Tal machen, um ihre in einer der Seitenstraßen abgestellte Autos aufzusuchen.

Nikolaus in der Kutsche, Lebende Krippe und stimmungsvolle Beleuchtung
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