Allgemeine Berichte | 23.03.2021

Sinzig4Future will Klimaneutralität für ganz Sinzig bis 2030

#NoMoreEmptyPromises

Sinzig. Keine leeren Versprechungen mehr! – Damit wiesen kürzlich weltweit Anhänger*innen der größten Klimabewegung der Geschichte auf die unzureichenden Bemühungen der Länder für einen wirksamen Klimaschutz hin.

Corona-konform forderten auch in Sinzig wieder etliche Aktive die Einhaltung des 1,5 Grad-Zieles des Pariser Abkommens vor fünf Jahren, denn außer leeren Versprechungen ist bisher nicht viel passiert. So fordern sie die neue Landesregierung und die Bundesregierung auf, gegebene Wahlversprechen einzuhalten und den Klimaschutz massiv zu verstärken. Zwar hat das BMU kürzlich verkündet, Deutschland hätte sein Klimaziel für 2020 erfüllt, jedoch ist dies vor allem auf die massiven und schmerzlichen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Daher plädieren wir für eine schnelle und sozial-gerechte Transformation zu einer nachhaltigen und ökologisch-verträglichen Gesellschaft. In allen Kommunen des Landes muss der Klimaschutz fest etabliert werden, damit er bei allen Entscheidungen vorrangig berücksichtigt wird. Die Kommunen sollten noch stärker durch jährliche Haushaltsmittel des Bundes- und Landesetats unterstützt werden. Der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) und der sofortige Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Kohle und Atomkraft sollten oberste Priorität haben. Die Erzeugung von Strom durch EE muss dezentral, dort, wo er gebraucht wird und mit Bürgerbeteiligung erfolgen, ergänzt durch wirksame Speichersysteme. Auch im Bereich Bauen müssen entsprechende Änderungen vollzogen werden.

Die Landesbauordnung muss so angepasst werden, dass neue Bauvorhaben die Klimabilanz bis hin zur Klimaneutralität verbessern und das Mikroklima einer Kommune positiv beeinflussen. Das wird erreicht durch eine Solarpflicht bei Neubauten, durch Null-, besser Plus-Energie-Häuser, begrünte, den Artenreichtum fördernde Vorgärten und Dächer.

Wärmeeffizienz-Sanierungen von Häusern und die Umrüstung auf solare Strom- und Warmwassererzeugung sparen Energie und Kosten. Allerdings muss die Installation von Photovoltaik-Anlagen einfacher und unbürokratischer als bisher möglich sein. Damit noch mehr Menschen den ÖPNV nutzen und ihr Auto stehenlassen, muss er kostengünstiger und nutzerfreundlicher sein, und auch der schnelle und stärkere Ausbau des Radwege-Netzes trägt dazu bei, dass sich der klimaschädliche Autoverkehr reduziert. E-Carsharing auch in ländlichen Gebieten bietet das Potential, die Anzahl privater PKW zu reduzieren. „#NoMoreEmptyPromises“ – trugen die Demonstrant*innen in großen Buchstaben durch die Stadt. Um 17 Uhr läuteten in St. Peter, Sinzig, die Glocken, um die Anliegen der Klimabewegung zu unterstützen und zur Bewahrung der Schöpfung aufzurufen. Das Rathaus war die wichtigste Station. Denn ihre Forderungen, das 2016 beschlossene Klimaschutzkonzept und ausgearbeitete Maßnahmen der Klimaschutz-AG zur Reduktion der CO2-Emissionen umgehend und komplett umzusetzen, richten sie besonders an den Sinziger Stadtrat und die Stadtverwaltung: Es gilt: Handeln statt versprechen!

„Sinzig4Future – Wer sind wir?“

Sinzig4Future sieht sich als überparteiliches Netzwerk von Initiativen und Einzelpersonen, die sich für ein lebenswertes, zukunftsfestes Sinzig und einem verstärkten Klimaschutz in Sinzig und Umgebung einsetzen. Sinzig4Future möchte in Sinzig einen Beitrag leisten für Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit. Das gemeinsame Ziel ist es, bis 2030 Klimaneutralität für ganz Sinzig zu erreichen. Auf der Basis des aktuellen Stands der Wissenschaft überprüft Sinzig4Future dieses Ziel regelmäßig und entwickelt Vorschläge für konkrete lokale Maßnahmen. Dazu leisten sie Öffentlichkeits- und Informationsarbeit mit positiven Beispielen und kreativen und visionären Ansätzen in Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Sinzig4Future lädt alle Sinziger*innen ein, sich aktiv zu beteiligen. Beteiligte Initiativen/Parteien: Bürgerforum Sinzig, Solarverein Goldene Meile e.V., Laudato Si, Bündnis 90/Die Grünen Sinzig, Scientists4Future und viele weitere engagierte Bürger*innen.

Pressemiteilung Sinzig4Future

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