Kappensitzungen der Müdener Karnevalsvereine - für sein langjähriges Engagement wurde Jörg Kaufmann ausgezeichnet
Obermöhn Hilde I. brachte mit ihrem Gefolge die Halle so richtig in Schwung
Neuling Matthias Bleser nahm in seinem Vortrag den Elferrat aufs Korn und erzählte herrliche Interna von den „grünen Männchen“
Müden. Nach dem Einzug des Elferrates mit Sitzungspräsident Bert Schommer warteten bei den beiden Kappensitzungen der Müdener Karnevalsvereine die Narren in der Narrhalla auf ein unterhaltsames Programm. Und sie wurden nicht enttäuscht. Nach einer Schunkelrunde und der Begrüßung der Ehrengäste hielt Kinderprinzessin Ida vom Ponyhof (Ida Emmerich) und Hofdame Ronja von Klang und Schwung (Ronja Dehen), begleitet von der „Kleinen Garde“ Einzug. In ihrer Rede begrüßten sie nicht nur die anderen „Regenten“, sondern luden auch zur Kinderkappensitzung und den Rosenmontagszug ein. Gleich danach erklang der Einzugsmarsch für die nächste Müdener Tollität - Obermöhn Hilde I. (Hilde Hauck) mit ihrem Gefolge aus 1001 Nacht. Musikalisch brachte der Damenchor so richtig Schwung in die Halle.
Vater-Tochter-Beziehung
Doch schon wurde die Bütt für die erste Büttenrede bereit gestellt. Achim und Leonie Jischke berichteten über alltägliche Probleme in einer Vater-Tochter-Beziehung, bei der die Tochter meistens (immer) alles besser weiß. Ein pointen-reicher Vortrag mit vielen Spitzen. Die kleine Garde, trainiert von Jenny Schneider und Heba Helal, erhielt für ihren schmissigen Gardetanz viel Beifall und ohne eine Zugabe ließ man die zwölf Mädels und Gardemajor Linus Möntenich nicht von der Bühne. Ein Neuling in der Bütt, Matthias Bleser, nahm in seinem Vortrag den Elferrat aufs Korn. Er erzählte herrliche Internas von den „grünen Männchen“. Der Vortrag wurde mit viel Beifall bedacht. Nach der Begrüßung der befreundeten Karnevalsvereine war die Bühne frei für den Tanz der großen Garde. Jessica Schommer und Louisa Klasen hatten einen Gardetanz unter Einbeziehung von bekannten Mallorca-Sommerhits zusammengestellt, der vom Publikum mit vielstimmigen Zugabe-Rufen belohnt wurde. Zum Tratsch am Biertisch trafen sich Sven Waldecker und Marco Cook. Sie wussten viel aus dem Dorfgeschehen zu berichten und nahmen sich dabei auch mal selbst auf die Schippe. Vor der Pause begeisterte die JGV Dance Crew mit einer starken Tanzdarbietung. Unter ihrem Präsidenten Joel Fett versuchte die Truppe sich in verschiedenen Sportarten u. a. als Kreisliga-Legenden, Surfer und Boxer. Sie stellten damit unter Beweis, dass sie nicht nur trinksportlich Asse sind. Eine tolle Tanzdarbietung mit akrobatischen Elementen, eingeübt von Ellen Hauck und Heba Helal. Die Zweibachtaler Nuttenpreller (Florian Schneider und Dennis Marx) begeisterten in der 2. Halbzeit mit selbst komponierten Müdener Liedern das Publikum. Wolfgang Müller als Puppenspieler mit seiner Handpuppe (Ralf Kneip) und Ralf Jung zogen mit feinsinnigem Humor und witzigen Pointen das Publikum in den Bann. Stimmgewaltig mit 23 Sängerinnen und Sängern, unterstützt von der Band Blue Diamonds, war die Chorgemeinschaft Müden auf der Bühne vertreten. Sie skizzierten in selbst arrangierten Liedvorträgen die Müdener Vereine mit ihren Stärken und Schwächen.
Musikalischer Rückblick von Obermöhn Hilde I.
Ein herrlicher Klamauk mit Liedern zum Mitsingen, Schunkeln und Feiern. Mit dem letzten Lied ließ Hilde I., nicht ohne Wehmut, noch einmal ihre Zeit als Obermöhn Revue passieren. Harald Kron, Urgestein der Müdener Fastnacht und bekannt als Harald Kronzucker, hatte sich in seinem Vortrag auf lokale Nachrichten konzentriert und brachte diese mit viel Witz und Ironie auf den Punkt. Die von Jana Ibald, Jenny Schneider und Jenny Herter trainierte Tanzgruppe der Feuerwehr hatte sich als Thema die Darstellung einer unglücklichen Liebesbeziehung ausgesucht. Nach der tränenreichen Einführung feierte der unglückliche Liebhaber mit seinen Freunden bei einem Zug durch die Kölner Altstadt. Doch ergab sich am Ende doch noch ein Happy End. Ein ausdrucksstarker Tanz mit vielen überraschenden Wendungen. Für sein langjähriges Engagement in der Fastnacht wurde Jörg Kaufmann mit einem Orden ausgezeichnet. Der Möhnenverein trat dieses Jahr als Bauarbeiter auf. Spielerisch stellten sie die schwere Arbeit am Bau dar und die starken Männer ließen sich bei der Zugabe doch noch von einer sexy Frau (Achim Möntenich) von der Arbeit ablenken. Intergalaktisch ging es direkt weiter. Unter der Regie von Jenny Schneider und Heba Helal brachte die Showtanzgruppe No Limits einen spektakulären Tanz auf die Bühne. Mit fantasievollen Kostümen und einem Tanz mit vielen Hebefiguren und atemberaubender Akrobatik ernteten sie frenetischen Beifall. Die Zugabe leitete über zum großen Finale. Die Chorgemeinschaft machte mit einigen bekannten Fastnachtshits den Anfang im Reigen aller Mitwirkenden, die sich auf der Bühne versammelten um den verdienten Beifall für oft wochenlange Proben zu erhalten.
Die JGV Dance Crew präsentierte einen tollkühnen Tanz.
Akrobatik auf der Bühne: No Limits.
