Allgemeine Berichte | 19.03.2021

Koblenzerin absolviert FSJ in Rhein-Mosel-Fachklinik

Offenheit, Kreativität und Selbstbewusstsein

Guerline Mertesacker.Foto: Julia Fröder/Bistum Trier

Koblenz/Andernach. „Ich fühle mich richtig gut, wenn ich nach Hause komme“. Das liegt zum einen am Aufgabenbereich ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) und zum anderen an ihren Kolleginnen und Kollegen in der Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF), sagt Guerline Mertesacker.

Seit Dezember ist die junge Koblenzerin Teil des Teams in der Abteilung der Ergotherapie im Behandlungszentrum für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie. „Ich hatte vorher wenig Erfahrung in diesem Bereich“, gibt sie zu. Aber sie wollte schon immer in einem sozialen Beruf arbeiten. Ihr erster Ausbildungsberuf als Verkäuferin machte sie nicht richtig glücklich. Zum richtigen Zeitpunkt kam da die Empfehlung einer Bekannten, ein FSJ in Andernach zu absolvieren.

„Wir versuchen, die Menschen zu motivieren, mit uns kreativ zu sein“, erklärt die 22-jährige ihre Tätigkeit. Dazu unterstützt sie die Frauen und Männern zum Beispiel beim Handarbeiten oder gibt Anregungen für das Gestalten mit Ton oder Speckstein. Neben ein wenig handwerklichem Geschick ist es wichtig, „Spaß am Umgang mit Menschen zu haben. Von ihnen kann man viel lernen – wenn man offen ist“, benennt Guerline Mertesacker einige Voraussetzungen. Vorbehalte gegenüber der Arbeit in einer Psychiatrie hatte sie nicht: „Wir können alle in Depressionen fallen“. An sich selbst bemerkt sie, dass die letzten Monate sie selbstbewusster gemacht haben.

Bei ihrem Freiwilligendienst wird Guerline Mertesacker nicht nur von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihrer Einsatzstelle betreut, sondern auch von den Sozialen Lerndiensten im Bistum Trier. Diese bieten in Kooperation mit dem Caritasverband für die Diözese Trier die Möglichkeit, ein FSJ oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu leisten. Sie arbeiten sechs, zwölf oder 18 Monate in sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Jugendzentren oder in Krankenhäusern, Kulturprojekten und Ganztagsschulen. Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld sowie Fahrtkostenerstattungen, die Sozialversicherungsbeiträge werden übernommen und der Kindergeldanspruch bleibt bestehen. „Auch jetzt in diesen besonderen Zeiten ist der Einstieg möglich“, so Julia Gerz, Referentin der Sozialen Lerndienste. In den Einsatzstellen gelten die jeweiligen Corona-Schutzmaßnahmen. Die begleitenden Seminare finden momentan als Online-Kurse statt.

Die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betreffen selbstverständlich auch den Arbeitsbereich von Guerline Mertesacker. „Viele Patienten ärgern sich über die Maske, aber es funktioniert trotzdem gut. Man muss eben kreativ sein“. Und Kreativität liegt der 22-jährigen. So ist es nicht verwunderlich, dass das FSJ ihren Berufswunsch konkretisiert hat: Sie möchte im August eine Ausbildung zur Ergotherapeutin beginnen. Ihr jetziges Engagement wirkt sich dabei positiv aus. Im Vorfeld der Ausbildung ist nämlich ein Praktikum obligatorisch „und das habe ich ja dann schon erledigt“. Zudem bringt sie nun einige Erfahrungen mit in die Ausbildung. Im Anschluss könnte sie sich eine Selbstständigkeit als Ergotherapeutin vorstellen. „Aber ich finde auch meine Kollegen richtig cool“, fügt sie hinzu. Vielleicht wäre ja auch ihre momentane Einsatzstelle ein möglicher zukünftiger Arbeitgeber.

Weitere Informationen

Wer über einen Freiwilligendienst nachdenkt, kann sich bei den Sozialen Lerndiensten über mögliche Einsatzstellen und Voraussetzungen informieren: www.soziale-lerndienste.de. Zudem findet am 22. Juni eine digitale Info-Veranstaltung von 16 bis 18 Uhr statt. Weitere Infos gibt es auch unter Tel. (06 51) 9 93 79 63 00.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Guerline Mertesacker. Foto: Julia Fröder/Bistum Trier

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Kommentare
20.03.202101:06 Uhr
juergen mueller

Offenheit u . Kreativität, beides, von dem sich die Politik eine dicke Scheibe abschneiden kann.
Offenheit, etwas, was man in der Politik nicht kennt.
Kreativität - wenn, dann kostet das immer viel Steuergeld, nachzulesen im jährlichen Schwarzbuch der Wirtschaftsweisen.
Über Selbstbewusstsein braucht man nicht zu reden, das braucht man als Politiker ganz einfach um zu überleben.

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