Kunst im Vitalis
Open mind – Über die Zäune und Grenzen hinweg
Linz. Der Künstler, Wolfgang Fieck, zeigt in den Fluren des Vitalis, dem Zentrum für Physiotherapie des Verbundkrankenhauses Linz, 54 Arbeiten, die in den letzten 18 Jahren entstanden sind. Die Grundidee seiner Arbeiten ist die Konstruktion. In mehreren Arbeitsgängen werden die Bildträger bearbeitet und bewusst verletzt. Ein Zusammenspiel von Linien und Flächen muss dann die entstandenen widerborstigen Strukturen überwinden. Damit arbeitet der Künstler parallel zum Leben: in schneller Zeitfolge müssen Situationen bewertet, bewältigt und neu geordnet werden. Seine Arbeiten: „Wahrnehmung“, „Bauchgefühl“ und „Kommunikation“, legen darüber durch ihre zunächst augenscheinliche Ähnlichkeit ein bemerkenswertes Zeugnis ab. Bereits 1998 erfreuten sich Wolfgang Fiecks „Bildschirme“ bei ihrer Ausstellung im Forum der Sparkasse Linz einer positiven Resonanz. Von den ehemals 30 Bildschirmen leiten heute im Vitalis noch acht den Abschluss der Bildfolge ein, bevor die neueren Arbeiten „Splash1“ und „-2“ sowie „Der letzte Hafen“ den Schlussakkord setzen. Im Empfangsbereich zeigt der Künstler unter anderen seine aktuellsten Arbeiten: „Herbst ID“, „Geteilte Sicht“, „Hauptweg“ und „Umweg“, vier von fünf Arbeiten, die in der kompakten Schaffensperiode von Mitte Oktober bis Ende November dieses Jahres entstanden sind. Die erste Arbeit dieser Reihe, „Aufstieg ohne Rückkehr“, wird zur Zeit auf der Jahreskunstausstellung des Roentgen-Museums Neuwied gezeigt. Wolfgang Fiecks Bilder sollen dem Betrachter Freude bereiten und seine dekorativen Vorstellungen befriedigen. Wenn es beiden dabei gelingen mag, traditionelle Werte mit neuer Erlebnisdichte zu verbinden, dann hat diese Ausstellung ihr Ziel erreicht: eine offene Gesinnung über die Grenzen hinweg. Die Ausstellung findet statt vom 10. Dezember bis 4. Februar.
