Allgemeine Berichte | 24.11.2025

Internationaler Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November 2025

Orangene Bank vorm Rathaus: Auch Linz bekennt wieder Farbe

Vertreter von Stadt und Kreis, der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e. V. , der Jugendpflege und beider Kirchen sagten der Gleichstellungsbeauftragten Astrid Thol (hinten, dritte von links) ihre Unterstützung zu.  Fotos:CD

Linz. „Mit dieser orangenen Bank gegen Gewalt haben wir eine optisch wahrnehmbare Aufforderung gestaltet, sich mit dem Thema zu beschäftigen!“, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Linz und der Verbandsgemeinde Unkel, Astrid Thol, den anwesenden Unterstützern und allen Interessierten bei einer Kundgebung vor dem Linzer Rathaus.

Am 25. November beginnen mit dem weltweiten Aktionstag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen die sogenannten Orange Days, die 16 Tage lang, bis zum 10. Dezember (dem Tag der Menschenrechte) gehen. Dabei soll die leuchtende und optimistische Farbe Orange eine Zukunft ohne Gewalt symbolisieren, was in der Kampagne der Vereinten Nationen „Orange the World“ festgelegt wurde. Die UN macht bereits seit 1991 auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam.

Geschichtlich geht der Tag auf den 25. November 1960 zurück, als drei von vier Schwestern vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet wurden.

Auch in Deutschland ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein großes Problem, das noch nicht oft genug besprochen wird. So soll mehr als jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/ oder sexualisierter Gewalt betroffen sein.

Seit vielen Jahren engagiert sich das lokale Bündnis gegen Gewalt bestehend aus Interventionsstelle, Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e. V., Hilfsorganisationen, Jugendämtern, Polizei und Gleichstellungsbeauftragten anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen mit verschiedenen Aktionen. 2024 wurden dabei die „Orangenen Bänke gegen Gewalt“ in den Mittelpunkt gerückt, die die öffentliche Wahrnehmung stärken sollte.

Eine orangefarbene Bank weist nicht nur auf das Thema hin. Auf jeder Bank ist eine Plakette angebracht, die auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hinweist, das 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bundesweit, kostenlos und anonym gewaltbetroffenen Frauen Hilfe durch Beratung anbietet.

Immer mehr Bänke tauchen in der Region auf. Nun steht auch eine orangefarbene Bank vor dem Rathaus in Linz.

Thol bedankte sich mit selbst gestalteten Rahmen und der neuen Broschüre des Landkreises Neuwied „Farbe bekennen! Aufstehen gegen Gewalt“ bei dem stets unterstützenden Bürgermeister der Verbandsgemeinde Linz, Frank Becker, bei der Ersten Beigeordneten der Stadt Linz, Ruth Zimmermann und bei Wilma Ehlers und Sarah Görden von JuLi, der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Linz. Thol erinnerte mit den Rahmen an die Kooperation im vergangenen Jahr, bei der die von der Stadt zur Verfügung gestellte Sitzbank bei einer Aktion mit Jugendlichen über JuLi und Zimmermann selbst orange angemalt wurde. Die Bank stand zunächst vor der Verbandsgemeinde, wanderte zur Bushaltestelle bei Blumen Frings, bevor sie nun vor dem Rathaus steht.

„Das ist gut, aber die Politik müsste da viel mehr tun!“, meldete sich die Touristin Hannelore Heidelberger-Mai aus Ludwigsburg zu Wort. Sie wünsche sich von der Regierung „mehr Fürsorge für die Töchter unseres Landes“. „Sähe man die Misshandelten im „Stadtbild“, wären sie direkt Thema“, sagte sie. Da die meiste Gewalt aber hinter vier Wänden geschehe, kümmere sich niemand darum, so die 83jährige, die sich auch schon für Frauenrechte eingesetzt habe. Sie kam mit Becker und Thol ins Gespräch. Aufklärende Gespräche konnten auch Violetta Jasiqi und Nergiz Eles von UTAMARA e. V. bieten, die sich seit vielen Jahren für die Rechte der Frauen engagieren. Stellvertreter der Stadt waren neben Bürgermeister Helmut Muthers (CDU) und Zimmermann (CDU), auch Brigitte Teubler-Köhler von den Grünen und Doris Brosowski von der SPD. Die beiden Kirchen waren mit der Gemeindereferentin der Pfarrei St. Marien Linz an Rhein und Höhe sowie Vertreterin des Pastoralen Raums Neuwied, Eva Maria Dech und einer Presbyterin der Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde Linz/ Bad Hönningen – Unkel Rheinbreitbach, Carin Lebenstedt, vertreten. Für das Team der Jugendpflege Linz war Sarah Görden vor Ort. Alle gemeinsam wollen bei dem Projekt „Farbe bekennen! Aufstehen gegen Gewalt“ mitwirken.

Hilfetelefon Gewaltgegen Frauen

Betroffene können sich stets an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter der Nummer 116016 wenden.

Zudem wird auch bei folgenden Stellen Hilfe angeboten: Interventionsstelle des Caritasverbandes Neuwied (Hilfe bei körperlicher und psychischer Gewalt oder Stalking): 02631-987552, Frauennotruf Neuwied (Fachberatungsstelle zum Thema sexualisierte Gewalt): 02631-9478906.

Astrid Thol (rechts) bedankte sich bei verschiedenen Personen, wie hier bei der Ersten Beigeordneten, Ruth Zimmermann, für ihr bisheriges Engagement.

Astrid Thol (rechts) bedankte sich bei verschiedenen Personen, wie hier bei der Ersten Beigeordneten, Ruth Zimmermann, für ihr bisheriges Engagement.

Gleichstellungsbeauftragte und Initiatorin Astrid Thol und Eva Maria Dech von der katholischen Kirche wissen nur zu gut, wie ernst die Lage für viele Frauen und Mädchen ist.

Gleichstellungsbeauftragte und Initiatorin Astrid Thol und Eva Maria Dech von der katholischen Kirche wissen nur zu gut, wie ernst die Lage für viele Frauen und Mädchen ist.

Vertreter von Stadt und Kreis, der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e. V. , der Jugendpflege und beider Kirchen sagten der Gleichstellungsbeauftragten Astrid Thol (hinten, dritte von links) ihre Unterstützung zu. Fotos:CD

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