Feuerwehrfest und Kirmes in Oberdrees
„Pajaline“, Pömpelwurf und „Prommetaat“ machten Feuerwehrkirmes zum Erlebnis
Drei Tage lang wurde rund um das Festzelt im Schulhof ordentlich gefeiert – Schubkarrenrennen mit hochprozentigen Tankstopps
Oberdrees. Das Beste kommt immer zum Schluss bei der traditionellen Doppelveranstaltung „Kirmes plus Feuerwehrfest“ in Oberdrees. Bei der überaus beliebten Gerichtsverhandlung im gut gefüllten Festzelt musste die Kirmesfrau „Pajaline“ wie schon im Vorjahr, als sie zum ersten Mal aufgekreuzt war, um erfolglos ihren nichtsnutzigen Ehemann „Pajas“ zu suchen, für ihre Schandtaten büßen. Dafür hatte sich das Hohe Gericht extra in Ehrfurcht gebietende Roben geworfen, in denen auch Fernseh-Richter Alexander Hold eine gute Figur abgegeben hätte. Am Ende ereilte auch die „Pajaline“ die verdiente Strafe: Tod durch Verbrennen. Das Urteil wurde sofort auf der Treppe der Schule vollstreckt und damit die Kirmes offiziell beendet.
Die hatte bereits am Samstag mit dem gemeinsamen Kirchgang begonnen, von der Kirche schlängelte sich dann ein kleiner Festzug zum Schulhof, wo die Feuerwehrkameraden um Löschgruppenführer Norbert Höckendorf wieder ein großes Festzelt aufgebaut hatten, und einige Stände und Fahrgeschäfte warteten dort ebenfalls auf Kundschaft. Den Fassanstrich zur offiziellen Kirmeseröffnung vollzogen Ortsvorsteher Kurt Brozio, im dekorativ gestalteten Festzelt vergnügten sich die Gäste beim Feuerwehrball zur Musik der „Eifelperlen“, die unplugged durch die Rock -und Poplandschaft tanzten. Den speziellen Cocktails an diesem Abend wurde reichlich zugesprochen.
Kinderspaß rund um das Feuerwehrhaus
Mit einem zünftigen Frühschoppen ging es am Sonntag weiter, nach dem Mittagessen hatten die Frauen des Ortes wieder jede Menge selbstgebackenen Kuchen für die Kaffeetafel vorbereitet. Am Nachmittag sorgte die Jugendfeuerwehr für viel Spaß beim Nachwuchs des Ortes mit einem ebenso vielseitigen wie anspruchsvollen Kinderprogramm rund um das benachbarte Feuerwehrgerätehaus. Erstmals startete das beliebte Schubkarrenrennen schon am Sonntagabend, dem zahlreiche Herren- und Damenteams einen verzwickten Parcours durch und rund um das Festzelt zu bewältigen hatten. Beim Pömpelwurf mussten sie dabei ihre Zielgenauigkeit unter Beweis stellen und beim Flaschentransport durch einen Gitterzaun ihre Geschicklichkeit demonstrieren. Dank einiger hochprozentiger Tankstopps gelang das allen Teams einigermaßen zufriedenstellend.
Ein musikalischer Frühschoppen bildete den Auftakt für den Kirmes-Montag nach dem traditionellen Kirchgang, anschließend gab es wie in jedem Jahr kostenlose Erbsensuppe für alle. Am Nachmittag erhielten die älteren Mitbürger sogar gratis ein Stück „Prommetaat“ und eine Tasse Kaffee, am Abend stieg die große Verlosung der Tombola mit einem Flachbildfernseher als Hauptpreis. Bevor schließlich zum Schluss die „Pajaline“ für ihren Prozess hereingeführt wurde - der Ausgang ist bekannt. JOST
Treffgenauigkeit mit dem Pömpel war gefragt für die Schubkarrenteams. Foto: Volker Jost
