Allgemeine Berichte | 31.10.2023

Schützenbruderschaft Rheinbach

Parole: Niemals aufgeben!

Schäden des Hochwassers in der Halle. Quelle: Schützenbruderschaft Rheinbach

Rheinbach. Motto: Niemals aufgeben! Unter diesem Motto arbeiteten die Mitglieder der St. Sebastianus und St. Hubertus Schützenbruderschaft 1313 Rheinbach e.V. in den letzten 30 Monaten nach der Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli 2021 und der Pandemie für den Erhalt des Schützenanwesens und der Schützenbruderschaft. Bürgermeister Ludger Banken und die Stadtverwaltung Rheinbach haben unterstützend mit der Bruderschaft die Möglichkeiten ausgelotet, einen neuen Schützenplatz abseits des Gräbbaches und ohne Hochwassergefahr zu errichten. Der Planungshorizont dafür liegt noch in weiter Ferne.

Der Gedanke, den seit 1856 im Besitz der Schützenbruderschaft befindlichen Schützenplatz an der Schützenstraße aufzugeben, stand jedoch nie im Fokus der Bruderschaft. In der Zwischenzeit haben die Schützinnen und Schützen mit viel Elan, Mut und großem Aufwand den Hochstand wieder instand gesetzt. Bereits zweimal nach der Katastrophe konnte er wieder für die Ermittlung der neuen Majestäten anlässlich der Schützenfeste 2022 und 2023 genutzt werden. Auch die zur Tradition gewordene Ausrichtung des Narrenkönigsschießens für die befreundeten Karnevalsvereine mit der Ermittlung des Narrenkönigs der Kernstadt, das Sommerfest für die Mitglieder und Familien der Bruderschaft und die Ermittlung der Patronatsschützen konnten mit viel Herzblut in der von der Flut verschonten „Holzhalle“ auf dem Schützenplatz provisorisch wieder durchgeführt werden. Die Schützinnen und Schützen haben mit Unterstützung zahlreicher Helfer*innen in sehr vielen Stunden Eigenleistung die Schützenhalle entkernt.

Genehmigung für den Bau des Schützenplatzes

Das lange passive Warten, die Schützenhalle wieder instand zu setzen, zu reparieren und endlich wieder als Heimat für die Schützenfamilie, für Bürgerfeste, für viele Vereine und als Sportstätte nutzen zu können, hat nun bald ein Ende. Die Stadt Rheinbach und der Rhein-Sieg-Kreis haben die Genehmigung für den Bau des Schützenplatzes unter besonderen Auflagen erteilt. Die Bruderschaft hat den Bauämtern der Stadt und des Kreises dargelegt, wie die zuständigen Behörden in die Planungen zur Sanierung der Schützenhalle und der Sportanlagen einbezogen werden, um der Bruderschaft eine zukunftssichere Heimat zu geben. Die aktuellen baurechtlichen Bestimmungen und die sicherheitstechnischen Anforderungen an den Schießstandbau müssen eingehalten werden.

Auch hierfür hat die Bruderschaft Vorsorge getroffen. Architekt, Sachverständiger für Brand- und Hochwasserschutz und der Schießstandsachverständige wurden in die Planungen einbezogen, halfen bei der Überarbeitung und Fertigstellung. So konnte die Bruderschaft fristgerecht am 30. Juni 2023 mit Unterstützung der Stadt Rheinbach einen Antrag auf Förderung des Wiederaufbaus beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen stellen. Erste Rückfragen zum Antrag wurden bearbeitet und beantwortet. Nun gilt es für die Verantwortlichen der Bruderschaft, Angebote für die Gewerke einzuholen, um die Schützenhalle und die Sportanlagen wieder nutzbar zu machen. Hier sollen nach Möglichkeit vorrangig Rheinbacher Firmen angefragt und beauftragt werden.

Trotzdem konnten die Mitglieder wieder eine reichhaltige Mischung aus gesellschaftlichem und sportlichem Leben genießen. Der Besuch auswärtiger Bruderschaften und Schützenfeste im Bezirksverband Voreifel sowie des Bundesschützenfestes in Mayen, das gemeinsame Sommerfest „Rheinbacher Sommer“ mit dem Spielmannszug Rheinbach und der Prinzengarde oder der Besuch des Erntedankgottesdienstes des Diözesanverbandes Köln im Kölner Dom sind einige Beispiele dafür. Im Schießsport konnten die Rheinbacher Schützen bei Meisterschaften auf allen Ebenen bis hin zu den Deutschen Meisterschaften in München, Dortmund und Hannover gute Erfolge erzielen. Besonders stolz sind die Grünröcke auf ihren Erfolg beim Bezirksfest des Bezirksverbandes Voreifel. Im Oktober 2023 gelang es dem Rheinbacher Schützenkönig Marcel Eich mit viel Motivation, Trainingsfleiß und Nervenstärke die Konkurrenz aus den teilnehmenden Bruderschaften hinter sich zu lassen. Als neuer Bezirksschützenkönig vertritt er nicht nur die Rheinbacher Schützen, sondern auch den Bezirksverband als höchster Repräsentant.

Die Bruderschaft bedankte sich bei der Pfarrgemeinde St. Martin Rheinbach für die Möglichkeit der Nutzung des Pfarrzentrums zur Durchführung der Patronats- und Schützenfeste, bei der Schützenbruderschaft Meckenheim für die Nutzung des Schießstandes zum Training und Wettkampfbetrieb und beim NCR Blau-Gold für die Nutzung des Vereinsheimes.

710 Jahre Bruderschaftsgeschichte und Tradition, die von 1313 bis heute gute und schlechte Zeiten einschließlich zweier Weltkriege erlebt haben, werden mit Zuversicht, festem Willen und höchstem Engagement fortgeführt. Eine arbeitsintensive Zeit liegt vor den Mitgliedern der Bruderschaft, die sich gemeinsam und solidarisch mit anderen Vereinen, Firmen und Helfern dieser Herausforderung stellen wird. BA

Schäden des Hochwassers in der Halle. Quelle: Schützenbruderschaft Rheinbach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
  • Dirk Wershofen: Um Menschen die keine Hunde mögen, sollte man immer einen großen Bogen machen! Und liebe Redaktion, kommt doch mal in den Kaiser Wilhelm Park und schreibt einen Artikel darüber mit Fotos. Als ob es nichts wichtigeres gibt in dem Ort hier??
  • D. Schmidt: Angebracht wäre es, einmal nachzusehen, wer seine Hundesteuer bezahlt ?? Radfahrer?? müssen aber auch im angemessenen Tempo am Ufer entlang radeln ?? …da man schon eine „Anschwärze-Seite“ eingerichtet hat!????
  • Georg Püttmann: Was nützt eine Anleinpflicht wenn der Hundehalter/in zusieht wie der Haufen auf den Gehweg gemacht wird und sich dann schnell entfernt …. Ganz zu schweigen von den Pinkeleien an den Blumenkübeln sowohl...
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
seniorengerechter Badausbau
Ostern im Blick
Stellenanzeige Bürokaufmann/-frau
Ostergrüße aus Wachtberg
Reifenwechsel
Wohnträume SU
Wohnträume
Wohnträume SU
Referent/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Stolz wurde am 1. April die Vereinsfahne der Öffentlichkeit präsentiert. Foto: privat
33

Sinzig. Als die Karnevalsgesellschaft „Närrische Buben“ im Jahre 1967 gegründet wurde, hätten die karnevalistischen Urväter von damals diesen Schritt wohl kaum für möglich gehalten: Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. April 2026 wurde der Traditionsverein offiziell in KG „Närrische Bubinnen und Buben“ umbenannt. Ziel ist es, für mehr Geschlechterneutralität zu sorgen. „Wir haben...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Einmal im Monat lädt der Pastorale Raum Andernach und die Evangelische Kirchengemeinde zu einem meditativen Abendgebet in die kerzenerleuchtete Hospitalkirche ein. Foto: privat
4

Allgemeine Berichte

Taizé-Gebet

Andernach. Einmal im Monat lädt der Pastorale Raum Andernach und die Evangelische Kirchengemeinde zu einem meditativen Abendgebet in die kerzenerleuchtete Hospitalkirche ein. Es ist gestaltet im Stil des Taizé-Gebets mit meditativen Gesängen, geistlichen Impulsen und Stille. Das nächste Gebet findet statt am Dienstag, 14. April 2026 um 18:30 Uhr in der Hospitalkirche des St. Nikolaus Stiftshospitals in Andernach.

Weiterlesen

Die Grabungsleiterin Stefanie Baumgarten-Mischuda dokumentiert alle Schritte. Foto: WAMFO
42

Grabungsleiterin Stefanie Baumgarten-Mischuda informiert Interessierte

Sensationsfund in Andernach: Geheimgang unter der Stadt entdeckt

Andernach. Bekanntlich soll ein Teil der historischen Andernacher Stadtmauer in diesem Sommer für Besucher begehbar gemacht werden. Bei Vorbereitenden Arbeiten hinter der Roten Schule, ehemaliger Parkplatz am Runden Turm, haben Bauarbeiter bereits vor zwei Wochen eine überraschende Entdeckung gemacht. Nach der Entfernung einiger Büsche und Unkraut klaffte ein zirka ein Quadratmeter großes Loch im Boden.

Weiterlesen

Bei den „Meteoriten-Festspiele“ dürften mindestens 10.000 Menschen nach Güls strömen - pro Tag. Foto: privat
36

Tägliche Drohnenshow spielt täglich Einschlag nach – 10.000 Gäste pro Tag in Güls erwartet

Nach Meteoriten-Einschlag: Koblenz plant „Meteoriten-Festspiele“

Koblenz. Am Abend des 08.03.2026 wurde die Integrierte Leitstelle in Koblenz gegen 19:06 Uhr über den Einschlag eines unbekannten Objekts im Stadtteil Güls informiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein etwa fußballgroßes Loch im Dach eines Wohnhauses entstanden war. Schnell stand fest: Ein Meteorit war eingeschlagen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Ostern im Blick
Ideen für ein schönes Osterfest
Ideen für ein schönes Osterfest
Ostern
Ostereierkibben Winningen
Tourist-Info & Kassenpersonal (m/w/d)
Bachelor of Arts Engineering
Ostern Im Blick
Stellenanzeige Minijob
Lossprechungsfeier der Metall-Innung
Lossprechungsfeier der Metall-Innung
Umbau u. Wiedereröffnung Blumen Meyer
Lossprechungsfeier Metall-Innung
Stellenanzeige stellv. Betriebsstättenleitung
diverse Stellen
Wohnträume