Mehr Platz für Kindergartenkinder in Berkum
Pfarrer Hoßdorf weiht Erweiterungsbau ein
Familienzentrum bekommt weitere Gruppe
Wachtberg-Berkum. Mit einem großen Frühlingsfest feierten Kinder, Eltern und Erzieherinnen sowie Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises und des Bistums die Einweihung des Erweiterungsbaus am Familienzentrum in Berkum. Mit weiteren 180 Quadratmetern haben die Kinder jetzt wieder genug Platz im Gebäude. Gemeinde, Erzbistum und Rhein-Sieg-Kreis hatten sich für die Realisierung des Projekts zusammengetan. Insgesamt 840 000 Euro hatten die Beteiligten zusammen in die neuen Räume gesteckt. Träger der Kita mit 86 Kindern und 16 Erzieherinnen ist nach wie vor das Erzbistum. In den neuen Räumen hat nun eine weitere Gruppe mit einem Gruppenraum, Mehrzweckraum und Sanitäranlagen eine gute Grundlage für die tägliche Betreuung.
Der Jugenddezernent des Rhein-Sieg-Kreises Thomas Wagner fand, dass der Erweiterungsbau eine gute Basis für eine religiöse Erziehung und Persönlichkeitsbildung des Nachwuchses ist. Architekt Tobias Kröll erklärte, dass die Atmosphäre schon beim Bau eine Besondere war. Er dankte Eltern, Kindern und Erziehern ebenso wie den Elternvertretern und dem Kirchenvorstand für die gute Zusammenarbeit. Eigentlich hatte man gar nicht so viel Bauen wollen, sagte Tobias Kröll. Weil aber immer mehr Kinder einen Platz benötigten, hatte man sich schließlich für den Erweiterungsbau entschieden. „Viel Platz hatten wir nicht, die einzige Möglichkeit war eine Erweiterung über den Nordbau mit gleichzeitigen Änderungen im Baubestand. Mit dem Ziel der weitgehenden Barrierefreiheit befindet sich im neuen Gebäudeteil nun auch ein Aufzug, den die Kinder allerdings ausschließlich in Begleitung nutzen.
Kirchenvorstand Marcus Matthäi berichtete von der Initiative der Leiterin Mieke Schulz und Pfarrer Zeyen, die seinerzeit Änderungen in Gang gesetzt hatten. Elternvertreter Heinemann wies darauf hin, dass man den Erweiterungsbau das Außengeländes nun verhältnismäßig klein sei. Deshalb wünschte man sich eine Erweiterung, die mit Gemeindeland möglich wäre. „Wir haben hochgerechnet, dass jedes Kind hier sechs Quadratmeter Platz auf dem Außengelände hat. Ein Ökohuhn benötigt vier Quadratmeter“, verglich er den derzeitigen Bewegungsspielraum der Kinder. Pfarrer Hoßdorf forderte die Eltern auf, sich an ihre Politiker zu wenden, um etwas zu bewegen. Im Anschluss an die feierliche Einweihung und den Segen feierten die rund 170 Besucher gemeinsam im schönsten Sonnenschein.
Der Erweiterungsbau bietet mehr Platz für die Kinder. Foto: Petra Reuter
