Allgemeine Berichte | 28.06.2019

Plaidter Gartenfreunde erleben die BUGA in Heilbronn

Pflanzen und Kunstobjekte

Die Mitreisenden bewunderten nicht nur die Blütenpracht auf dem BUGA-Gelände

Eine große Gruppe an Gartenfreunden besuchte die BUGA in Heilbronn und verband den Ausflug mit einem kleinen Städtetrip. Foto: Franz Leber

Plaidt. Täglich frische Musik! Mobil auf allen Straßen im BUGA-Gelände bewegt sich Matthias Wegner mit seinem rollenden Klangkörper zur Freude von Groß und Klein, und alle erinnern sich an früher. Da kommt tatsächlich ein „Gefährt“ in halbem Schritttempo laut musizierend, scheppernd, klingend, rasselnd und trompetend daher, und alle BUGA-Besucher lauschen fasziniert den Klängen und Melodien, die ein einzelner Mann da von sich gibt! Von der Größe her gleicht das, was da fährt, eher vier fahrbaren Eiskisten, wie sie noch vor Jahrzehnten über die Jahrmärkte rollten, diese hier übereinandergestapelt und golden verziert. Mitten darin der Musiker, Matthias Wegner, der pfeifend und flötend alle möglichen Mundstücke bedient und mit seiner Kunst die Zuschauer fesselt.

Pepe das Roboterschaf bewegt sich dagegen fast lautlos auf den grünen Flächen zwischen staunenden Zuschauern, und auch die Teilnehmer beim „Sport im Park“, die sich der Zen-Meditation hingeben, tun es still und konzentriert.

Gleichzeitig ganz dicht dabei eine Menschenmenge, die in der Mittagszeit den Schatten aufsucht und findet, ob in den Blumenhallen oder unter den Bäumen am Ufer des Neckars, und alle freuen sich über die Vielfalt an Pflanzen und Formen, an gestalteten Gärten und Kunstobjekten, mit denen die Natur hier gestaltet ist. Heilbronn selbst hat schon gewonnen, wenn man weiß, dass dieses BUGA-Gelände Industriebrache war und dabei so nahe zum Fluss und zur Innenstadt. Ganze Wohnkomplexe sind hier neu entstanden und garantiert heiß begehrtes Wohneigentum. Tags zuvor gibt es für die 51 Gartenfreunde aus Plaidt und Umgebung viel Natur im Odenwald zu bestaunen. Alles kann man da aber nicht glauben: So soll das „Felsenmeer“ bei Reichenbach im Lautertal, die erste Anfahrtstelle, dadurch entstanden sein, dass zwei Riesen sich gegenseitig mit gewaltigen Basaltsteinen bewarfen und dabei tatsächlich einer der beiden zu Tode gekommen sei.

Die Gartenfreunde hat das riesige Gebilde an die aufrechten Basaltblöcke in heimischen Steinbrüchen erinnert, allerdings anders geschichtet und unbedingt sehenswert, wie von Riesen geworfen eben! Gleich darauf wirft die quirlige Brigitte, zur Reisebegleitung in den Bus eingeladen, ihr Wissen kurzweilig ins Mikrofon, um den Pellenzern die fremde Landschaft zu erklären. Michelstadt, die nächste Station und zu jeder Jahreszeit sehenswert, bietet nicht nur kunstvollen Elfenbeinschmuck und prächtige Fachwerkhäuser, sondern auch gute Gelegenheiten für den Mittagstisch.

Als Zugabe noch ein bunter Festumzug „mit Bienenkönigin“ zum Abschluss des Bienenmarktfestes, und dann schließlich weiter von Michelstadt durch den Odenwald über Amorbach – Buchen – Seckach - Adelheim ins Jagsttal zur Götzenburg nach Jagsthausen, dem Festspielort zu „Götz von Berlichingen“. Die letzten dreißig Kilometer bis nach Neckarsulm ins Hotel sind schnell zurückgelegt, die Zimmer im Welcome-Hotel rasch bezogen, und schon trifft man sich zu Abendbuffet und Plausch über die vielen Eindrücke des ersten Tages.

Das große Programm

Am nächsten Tag stand der Besuch in der Bundesgartenschau im nahen Heilbronn auf dem Plan. Absolut sehenswert! „Auf der BUGA in Koblenz waren die Blumen aber mehr geordnet“, so eine der wenigen kritischen Stimmen, die zu hören waren. Die Vielfalt der Anlagen und Anpflanzungen, die Gestaltung einer Landschaft mit Rosenbüschen, die eingestreuten Treffpunkte, die Infostände und die Gartenanlagen der Regionen, sie alle inspirieren und erfreuen, bis der Besucher schließlich erkennen muss, dass man die 40 Hektar Gartenschaugelände nicht an einem Tag erwandern kann.

Am dritten Tag wird Neckarsulm erkundet. Leider kann man die Sulm, die hier in den Neckar mündet, nicht mehr sehen und erleben, denn die große Firma „Audi“ musste ins Überschwemmungsgebiet ausgebaut und der kleine Fluss, obwohl er der Stadt den Namen gibt, nun im Untergrund zum Neckar geleitet werden. Im innerstädtischen Deutschherrenschloss ist heute das NSU-Museum eingerichtet. Hier ist die Geschichte der Mobilität der Menschheit „auf zwei Rädern“ dokumentiert und ausgestellt, allerdings nur ein Bruchteil der Drahtesel, Mopeds, Rollern und weiteren Zweirädern, die man inzwischen dort angesammelt hat. Das alles wird so interessant erklärt, dass sich sogar die Damen im Verein für das Dargebotene begeistern. Ebenfalls unbedingt sehenswert!

Mittwochs erfolgte dann die Heimreise, die durch das untere Neckartal führt, vorbei an Fachwerkstädtchen und romantischen Winkeln, obwohl der Neckar als Wasserstraße ausgebaut und, da derzeit kein Hochwasser führend, einfach ruhig Richtung Rhein fließt.

Ein letztes „Muss“ ist Heidelberg, die feine Stadt mit mehr als dreißigtausend Studenten und mehr als doppelt so vielen Touristen, die anscheinend alle vom frühen Vormittag bis in den späten Nachmittag durch die Altstadt drängen. Schließlich dann die Rückfahrt mit Halt im Salinental Bad Kreuznach, und nach Stärkung im „Brauwerk“ ruck-zuck nach Plaidt, nach Hause.

Eine große Gruppe an Gartenfreunden besuchte die BUGA in Heilbronn und verband den Ausflug mit einem kleinen Städtetrip. Foto: Franz Leber

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Ausverkauf
Maibaumstellen Heimersheim
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Industriemechaniker
Innovatives rund um Andernach
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Gesundheit im Blick
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
15

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
37

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
17

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Dr. med. Patrick Löhr, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie des Evang. Klinikums Westerwald (EKW), Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung (EPZ max.).  Foto: Anja Nassen
11

Hachenburg. Wenn konservative Therapien nicht mehr helfen, kann ein künstliches Gelenk die Lebensqualität deutlich verbessern. Doch viele Betroffene stellen sich die Frage, was vor einer Operation zu beachten ist und wie die Zeit danach optimal gestaltet werden kann.

Weiterlesen

Symbolbild.
81

Gutachten bestätigt Identität: Bei Wenden aufgefundener Kopf gehört zum Leichnam der getöteten 32-Jährigen

24.04.: Schädel aus Wenden bestätigt Mordfall: DNA-Gutachten bringt Gewissheit

Region. Am 11. April 2026 wurde bei einer Müllsammelaktion in einem Waldgebiet der Gemeinde Wenden im Kreis Olpe ein menschlicher Schädel entdeckt. Ein aktuelles DNA-Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Bonn bestätigt nun, dass dieser Schädel zum Leichnam einer 32-jährigen Frau aus Bonn gehört, die ermordet wurde. Der Bericht wurde der Bonner Staatsanwaltschaft am 24. April 2026 vorgelegt.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Praxis an neuem Standort
Werbeplan 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige
Titelanzeige
Maifest in Gönnersdorf
Handwerker im Außendienst
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Titelanzeige
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr