Meckenheimer Seniorentag in neunter Auflage
Pflege als dominierendes Thema
Meckenheim. Wie steht es um die Altenpflege in Meckenheim? Das war die dominierende Frage anlässlich des 9. Meckenheimer Seniorentages am vergangenen Wochenende. Bis ins hohe Alter mit Lebensqualität in Meckenheim wohnen zu können und versorgt zu werden, soll auch in Zeiten des demographischen Wandels nach wie vor selbstverständlich sein. Wie das gehen sollte, dazu hatte man eine unter der Leitung von Friedel Groß am Samstag eine Talkrunde vorbereitet. Auf der Bühne unter anderem neben Bürgermeister Bert Spilles Petra Junc-Jancic von der Johanniter Sozialstation, Susanne Steinröder als Pflegesachverständige, Jacob Bienentreu vom St. Josef-Seniorenhaus, Sabine Mehrholz als Schulpflegschaftssvorsitzende sowie Brigitte Schebesta. Der Dank von Friedel Groß galt zunächst Bürgermeister Bert Spilles, der auch in der 9. Auflage die Schirmherrschaft übernommen hatte. Aktuell wurde sehr intensiv darüber diskutiert, wo gibt es welche Ansprechpartner in Meckenheim und was bedeutet es, wenn einer der Angehörigen zum Pflegefall wird. Petra Junk-Jancic betonte, dass viele Menschen keine fremden Leute in ihrem eigenen Haushalt haben möchten. Vielfach fühlten sich die Angehörigen selber schlecht, wenn sie für ihre Eltern Pflege organisieren müssen. Ein großes Problem ist jedoch die Nachwuchsgewinnung für die Pflegeberufe, was vielfältige Ursachen hat.
Geringe Wertschätzung ist großes Problem
Ein großes Problem ist jedoch die geringe Wertschätzung, welche den Pflegekräften entgegengebracht wird. Längst bezieht sich das nicht nur auf das Gehalt, sondern auf das gesamte Umfeld, was den Beruf für junge Leute nicht besonders attraktiv macht. Gleichzeitig ist es ein sehr anspruchsvoller Beruf, der nur von examinierten Kräften ausgeübt werden kann und darf. Dabei sind die Anforderungen im Pflegebereich sehr vielfältig, zumal hier ja auch noch zwischen stationärer und ambulanter Pflege unterschieden werden muss und es dazwischen ebenfalls einige Bereich gibt. Das Meckenheimer Forum Senioren hatte all diese Fragen aufgegriffen und präsentierte diese am Samstag auf der Bühne gegenüber dem Marktplatz. Hierbei machte der Chor der KiTa Villa Regenbogen den Auftakt, hier gab es von den Singpaten kräftige Unterstützung. Aber auch der Chor „Souvenir“ unter der Leitung von Wladimir Freer erfreute das Herz der Zuhörer.
Mobilität ist wichtig
Möglichst lange mobil bleiben, das gehört zum Älterwerden dazu, die Möglichkeit der Benutzung von Bus und Bahnen mit einem Rollator will daher geübt sein, und es gilt Schwellenängste abzubauen. Aus diesem Grunde war auch in diesem Jahr wieder die RVK mit einem Bus vor Ort vertreten, wo den Besuchern gezeigt wurde, wie man richtig mit dem Rollator oder auch Rollstuhl in den Bus einsteigt und auch wieder aussteigt. Aber es wurde auch gezeigt, wie man der Rollator richtig abstellt oder wie man mit einer Vollbremsung zurechtkommt. Themen die im Übrigen nicht nur Senioren betreffen, so manches Elternteil stellt sich diese Frage auch in Bezug auf den Kinderwagen. Als besonders seniorenfreundliche Betriebe wurden anschließend mehrere Firmen ausgezeichnet. In einem sehr anspruchsvollen Bürgerquiz galt es, im Vorfeld Bilder aus Meckenheim von Bauwerken zu erraten. Aus 201 richtigen Einsendungen galt es dann drei Preise zu ziehen. Die Gewinner konnten sich dann über entsprechende Gutscheine in Höhe von 150, 100 und 50 Euro freuen, welche im Beisein von Bürgermeister Bert Spilles übergeben wurden. Information am Seniorentag wurde natürlich groß geschrieben, so gab es Stände von den Johannitern, der Stadtverwaltung Meckenheim, der Verkehrswacht Bonn oder auch des Polizeipräsidiums Bonn. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikschule Merl. Höhepunkt des Seniorentages war dann am Sonntag das Wohltätigkeitskonzert in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Zahlreiche Solisten der Bonner Oper sowie das Ensemble „Passamezzo“ der Musikschule Voreifel hatten ein überaus buntes Programm auf die Beine gestellt. Dieses wurde noch ergänzt durch den Meckenheimer Gospelchor unter der Leitung von Frank Ennen. Gemeinsam sang man zum Schluss „Schalom chaverim“ als Quodlimet mit „Hilf Herr meines Lebens.“ Der Eintritt war frei, aber beim Ausgang wurde um eine Spende gebeten, in diesem Jahr zugunsten der Meckikids e.V., hier für die Ausstattung der Krabbel- und Eltern-Kind-Gruppen. STF
Eine spannende Podiumsdiskussion zum Thema Pflege in Meckenheim. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
Die Gewinner des Bürgerquiz freuten sich über die Preise gemeinsam mit Bürgermeister Bert Spilles. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
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