Grundschüler zu Besuch im Rheinbacher Rathaus
Politische Bildung kann gar nicht früh genug anfangen
Autorenlesung mit Susana dos Santos-Hermann für Viertklässler
Rheinbach. Politische Bildung kann nicht früh genug anfangen, deshalb versuchen in Rheinbach auch schon einige Grundschulen, das Interesse der Kinder für die Kommunalpolitik zu wecken. Unterstützung erhielten die Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg und die Katholische Grundschule Wormersdorf jetzt von den drei sozialdemokratischen Ratsfrauen Ute Krupp, Donate Quadflieg und Birgit Formanski. Die organisierten nicht nur eine Lesung für Viertklässler im Rathaus, sondern stellten zugleich noch mit finanzieller Unterstützung des SPD-Sozialfonds jede Menge Lehrbücher und Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Aufgrund persönlicher Kontakte von Ute Krupp konnte dafür Susana dos Santos -Hermann als Vorleserin gewonnen werden. Sie ist nicht nur Mitglied des Kölner Stadtrates für die SPD, sondern hat zusammen mit Hannah Schmidt-Kuner, Anja Schmidt und Sybille Hübner einen rund 100 Seiten umfassenden Lehrroman über Gemeindepolitik geschrieben und 2013 veröffentlicht. Rund 60 Kinder aus insgesamt drei vierten Klassen der GGS Sürster Weg und der KGS Grundschule Wormersdorf hatten jetzt die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Antje Thomi, Henrike Berger und Anne Heinzer erste Bekanntschaft mit dem Buch „Wirbel im Rathaus“ zu machen.
Unterricht in das Rathaus verlegt
Einen Vormittag lang wurde dafür der Unterricht in das Rheinbacher Rathaus verlegt. Zunächst schauten sich die Kinder bei einem von Helmut Esser geführten Rundgang das Rathaus und seine verschiedenen Abteilungen an, bevor sie im Ratssaal auf kindgerechte Art erfuhren, wie Kommunalpolitik und Verwaltungsarbeit funktionieren. Autorin Susana dos Santos -Hermann riss die Geschichte vom Bürgermeister Robert Schulz an, der ausgerechnet dann verschwindet, als es für seine Tochter Julia und ihre Klassenkameraden wichtig wird.
Die wünschten sich nämlich einen Freizeitpark in der Stadt, doch weil auch ein Bürgermeister nicht alles machen kann, was er will, entsteht ziemlich bald großer Wirbel. Zumal natürlich – genau wie in der Realität – auch noch sich widerstrebende Interessen unter einen Hut zu bringen waren. So erfuhren die Kinder viel über die Aufgaben eines Bürgermeisters und über die demokratische Arbeit von Ratsmitgliedern.
Container zur Erweiterung der Grundschule Wormersdorf
Dass die Kinder davon durchaus auch selbst betroffen sein können, machte Ute Krupp im Anschluss gleich deutlich. Schließlich habe der Rheinbacher Schulausschuss erst jüngst darüber entschieden, dass an der Wormersdorf Grundschule Container zur Erweiterung aufgestellt werden sollen. Das war nötig geworden, weil sich wegen des Neugebiets die Schülerzahlen von 2011 bis 2016 fast verdoppelten, derzeit besuchen 150 Kinder die Grundschule. Deshalb fehlen jetzt zwei Klassenräume, wie Schulleiterin Nicole Jaax bestätigte. Aus diesem Grund werden jetzt Container hinter der Schule aufgestellt, wo dann im kommenden Schuljahr die beiden neuen Klassen unterkommen sollen.
JOST
